Blade-Batterie 2.0: BYD gibt lebenslange Garantie auf neue Akkus
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Der weltgrößte Elektroautohersteller BYD verspricht mit seiner neuen Blade-Batterie deutlich höhere Ladegeschwindigkeiten als bislang üblich. "Eine Ladung von 10 auf 70 Prozent dauert lediglich fünf Minuten, während 10 auf 97 Prozent in nur neun Minuten möglich sind" , teilte das chinesische Unternehmen am 6. März 2026 mit(öffnet im neuen Fenster) . Die maximale Ladeleistung liegt den Angaben zufolge bei 1.500 Kilowatt.
BYD produziert seit 2020 die sogenannte Blade-Batterie, einen Lithium-Eisenphosphat-Akku (LFP). Der Name kommt von der Anordnung der Zellen in einem langen und schmalen Gehäuse. Diese Blades werden nebeneinander angeordnet. Bereits vor zwei Jahren kündigte BYD-Chef Wang Chuanfu die neue Generation der Batterie an .
Energiedichte nur leicht erhöht
Laut BYD wurde nicht nur die Ladegeschwindigkeit deutlich erhöht. Parallel dazu stieg die Energiedichte um 5 Prozent. Das ist kein signifikanter Sprung und würde bedeuten, dass die Energiedichte lediglich von 150 auf rund 158 Wh pro kg gestiegen ist. Zuvor war über 190 bis 210 Wh pro kg spekuliert worden. Offenbar legt BYD den Schwerpunkt auf höhere Ladegeschwindigkeiten.
Erreicht wurde das der Mitteilung zufolge durch ein Flashpass genanntes Ionen-Transportsystem, das auf drei zentralen technischen Durchbrüchen basiert. Dazu zählt eine Kathode, die laut Hersteller über eine "richtungsorientierte, mehrstufige Partikelgrößenarchitektur verfügt, was eine dichte Packung und schnelle Deinterkalation(öffnet im neuen Fenster) " ermöglichen soll.
Verbesserte Zellkomponenten
Der Elektrolyt nutze "KI‑gestützte Präzisionsoptimierung" , um eine hohe Ionenleitfähigkeit und schnelle Ionenbeweglichkeit sicherzustellen. Die Anode wiederum "besitzt eine multidimensionale Struktur für Lithium‑Einlagerung, die eine 360‑Grad‑3D‑Hochgeschwindigkeits‑Interkalation von Lithium‑Ionen erlaubt" . Gemeinsam sollen diese Verfahren zu einem deutlich verringerten Innenwiderstand führen und die Wärmeentwicklung direkt an der Quelle reduzieren. Angaben über das Kühlsystem des Akkus machte BYD nicht.

Darüber hinaus sei die sogenannte Festelektrolyt-Grenzfläche (Solid Electrolyte Interphase/SEI) verbessert worden, erklärte der Hersteller weiter. Diese extrem dünne Schicht ermögliche zum einen eine hohe ionische Leitfähigkeit und gewährleiste durch ihren dichten Aufbau zum anderen eine hohe chemische Stabilität. Ergänzt werde dies "durch eine dynamische Selbstreparaturtechnologie, die das Gleichgewicht zwischen minimaler Schichtdicke und langfristiger Robustheit unterstützt" .
Die extremen Ladeleistungen sollen jedoch nicht zulasten der Sicherheit gehen, wie sich beispielsweise beim extremen Schnellladen und bei Nagelpenetrationstests gezeigt habe.
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