Kein thermisches Durchgehen beobachtet
"Selbst unter diesen extremen Bedingungen und nach 500 Flash‑Charging‑Zyklen kam es zu keinem thermischen Durchgehen, keinem Rauch und keinem Feuer. Darüber hinaus bestand die Blade‑Batterie 2.0 einen Thermal‑Runaway‑Test, bei dem vier Zellen gleichzeitig kurzgeschlossen wurden, ohne Feuer oder Explosion, selbst bei Temperaturen von über 700 Grad Celsius" , erklärte BYD.
Der Mitteilung zufolge steigerte BYD auch die Haltbarkeit der Batterie. Demnach sinkt der Kapazitätsverlust im Vergleich zur ersten Generation um 2,5 Prozent. Nach Angaben chinesischer Medien(öffnet im neuen Fenster) verspricht BYD eine lebenslange Garantie auf die Batteriezellen. Diese Angabe findet sich jedoch nicht in der deutschsprachigen Pressemitteilung.
Eigene Schnellladestationen
Die hohen Ladeleistungen mit bis zu 1.500 kW lassen sich mit herkömmlichen Schnellladern nicht annähernd erzielen. Bislang sind die Ladeleistungen in Deutschland auf 400 kW begrenzt, erste Schnelllader mit bis zu 600 kW sollen in Kürze ans Netz gehen.
BYD hat nach eigenen Angaben bereits 4.239 sogenannte Flash‑Charging‑Stationen in China installiert und geht davon aus, bis Ende 2026 das Ladenetz auf 20.000 Stationen auszubauen. Um die hohe Leistung zu ermöglichen, verfügen die Stationen über Batteriepuffer. BYD zeigte diese Technik im vergangenen Jahr auf der IAA in München .
Denza Z9 GT als erstes Modell
Der Hersteller will die ersten Blitzlader noch in diesem Jahr in Deutschland freigeben . Auf Anfrage von Golem sagte Firmensprecher Hauke Schrieber, dass noch im Laufe des Jahres 2026 die ersten Megawattlader in Deutschland installiert würden. Möglicherweise sei das noch im zweiten Quartal der Fall. BYD will die Säulen demnach bei Händlergruppen installieren, aktuell fehlt noch die eichrechtliche Zulassung.
Das erste in Deutschland verfügbare Fahrzeug mit der neuen Blade-Batterie soll der Denza Z9 GT sein . Der Porsche-Taycan-Konkurrent soll künftig über eine Reichweite von 1.036 km nach CLTC verfügen, was etwa 850 km nach WLTP entspricht. Damit käme der Denza noch weiter als der neue BMW iX3, der bis zu 810 km nach WLTP schaffen soll.
Aktuell ist unklar, welches Modell mit welcher Leistung geladen werden kann. Dies hängt unter anderem von der Akkugröße ab. Der Akku des Yangwang U7 soll über eine Kapazität von 150 Kilowattstunden (kWh) verfügen. Der Akku des Z9 GT soll bis zu 122,5 kWh speichern können.
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