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Blackwidow V4 75: Razer baut ein Custom Keyboard

Hot-Swap-Switches, gefettete Stabilizer und 75-Prozent-Layout: Razer will mit der Blackwidow V4 75 bei den Custom Keyboards mitspielen.
/ Oliver Nickel
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Die Switches der Blackwidow V4 75 sind austauschbar. (Bild: Razer)
Die Switches der Blackwidow V4 75 sind austauschbar. Bild: Razer

Immer mehr bekannte Gaming-Marken bauen ihre eigene Version eines Custom Keyboards. Nach Asus und Corsair folgt nun auch Razer mit der Blackwidow V4 75(öffnet im neuen Fenster) . Dabei handelt es sich um eine mechanische Tastatur im 75-Prozent-Layout. Es ist eine der ersten Razer-Tastaturen dieser Art. Normalerweise konzentriert sich der Hersteller auf das kompakte 65-Prozent-Layout oder TKL. 75 Prozent sind gerade in der Custom-Keyboard-Szene beliebter.

Das bedeutet: Hier fallen Nummernblock und einige Sondertasten weg. Außerdem wird hier der Pfeiltastenblock in das Layout eingefügt, ohne zwischen den Pfeiltasten und anderen Tasten einen Abstand zu lassen. Die F-Tastenreihe sowie vier Sondertasten bleiben bestehen. Außerdem werden ein Lautstärkeroller und zwei Drehregler verbaut.

Hot-Swap und geschmierte Switches

Ungewöhnlich für Razer: Der Hersteller verbaut ein Hot-Swap-PCB, wodurch sich die mitgelieferten Switches auch austauschen lassen. Razer bietet ab Werk drei verschiedene vorgeschmierte Switch-Typen an: Orange-Switches sind taktil, Yellow-Switches schalten linear und Green-Switches verhalten sich taktil mit Klick-Geräuschen. Razer behält das typische Cherry-Design bei. Das Board ist somit mit diversen Switches und Keycaps kompatibel. Standardmäßig werden lichtdurchlässige Doubleshot-ABS-Keycaps im Cherry-Profil verwendet.

Die Tastatur ist mit zwei Lagen Schaum ausgelegt. Eine Lage wird zwischen der Switchplate und dem PCB angebracht, die zweite liegt unter dem PCB in der Kunststoffschale. Die Oberseite des Gehäuses besteht bis auf die Seitenteile zum Großteil aus Aluminium.

Switchplate und PCB werden auf Poron-Gaskets aufgelegt. Das Tippgefühl soll so weicher klingen. Razer fettet zudem die Stabilizer ein. Solange genug Schmierfett aufgetragen wurde, können scheppernde Geräusche beim Tippen minimiert werden.

Razer kann im Vergleich zu vielen Custom-Keyboard-Marken den Vorteil als Gaming-Hersteller ausspielen und verbaut hier beispielsweise einen Controller mit einer Abtastrate von maximal 8.000 Hz. Dadurch kann die Eingabeverzögerung verringert werden, auch wenn das die meisten Kunden im Vergleich zu 1.000 Hz sicherlich nicht bemerken.

Razer verkauft die Blackwidow V4 im ANSI- oder ISO-Layout aktuell für 220 Euro. Sollten sich Kunden für eigene Mods entscheiden, dann kann dieser Preis schnell ansteigen.


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