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Blackwell & Rubin: Jensen Huang will modernere KI-GPUs nach China bringen

Hopper-GPUs für KI -Rechenzentren darf Nvidia wieder in China verkaufen. Der CEO arbeitet am Export der Nachfolger – eine Parallele zu Taiwan deutet sich an.
/ Johannes Hiltscher
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Nvidia-CEO Jensen Huang zeigt die Rubin-GPU für Rechenzentren. (Bild: Nvidia/Screenshot: Golem.de)
Nvidia-CEO Jensen Huang zeigt die Rubin-GPU für Rechenzentren. Bild: Nvidia/Screenshot: Golem.de

Nvidias CEO Jensen Huang hat offenbar den richtigen Ton gefunden, um der US-Regierung die Erlaubnis abzuringen, leistungsfähige KI-Hardware in die Volksrepublik China zu exportieren: Es gebe dort leistungsfähige Konkurrenten, und um führend zu bleiben, müsse Nvidia in diesem Markt präsent sein. Nach der Export-Erlaubnis für Hopper will der CEO auch die Nachfolger exportieren. Denn Hopper werde nicht ewig wettbewerbsfähig sein, deshalb müssten irgendwann Blackwell- und Rubin-GPUs folgen, sagte Huang der Wirtschaftszeigung Nikkei Asia(öffnet im neuen Fenster) .

Einen Zeitrahmen nannte Huang zwar nicht, seine Strategie lässt sich allerdings anhand von Äußerungen von US-Präsident Donald Trump erahnen. Der Nvidia-CEO könnte ein ähnliches Konzept verfolgen wie Taiwan mit seiner N-1-Regel : Die aktuelle GPU-Generation bleibt den USA und ihren Verbündeten vorbehalten, die Vorgängergeneration darf gegen Umsatzbeteiligung in die Volksrepublik exportiert werden.

Der US-Präsident sagte im August 2025 , Exportgenehmigungen seien für ihn bei 30 bis 50 Prozent niedrigerer Leistung im Vergleich zu Nvidias aktueller Hardwaregeneration denkbar. Und Nvidias Ziel ist, die Rechenleistung mit jeder neuen Generation mindestens zu verdoppeln. Daher wäre es für das Unternehmen eine bequeme Lösung, einfach die jeweilige Vorgängergeneration für den Export in die Volksrepublik weiterzuproduzieren.

Das würde die aktuelle Situation vermeiden, dass Nvidia die Produktion der H200 wieder hochfahren muss. Deren Export genehmigt die US-Regierung nach einer Einigung mit Nvidia seit Dezember 2025 wieder, die Bestellungen aus China soll in die Millionen gehen .

Nachfrage impliziert Importgenehmigung

Huang sagte Nikkei Asia, TSMC habe mittlerweile mit der Fertigung zusätzlicher Hopper-Chiplets begonnen. Dass die chinesische Regierung bislang keine explizite Importgenehmigung erteilte, sieht der CEO gelassen: Die erwarte er nicht, er gehe aber von einer stillschweigenden Duldung aus.

Die chinesischen Kunden hielten sich an die lokalen Regelungen und Gesetze. Dass sie kaufen, sei das Signal, dass sie die Hardware auch einführen dürften, so Huang. Die Konkurrenz in der Volksrepublik, wie Moore Threads, Metax, Biren, Suiyan und Cambricon , bezeichnete Huang erneut als "eindrucksvoll" . Der Nvidia-CEO betont seit langem die Stärke der chinesischen Halbleiterbranche, die Nvidia gefährlich werden könne, obwohl sie modernste Halbleiterfertigungsprozesse nicht nutzen kann.

Auch in China glauben Investoren an deren Erfolg. Einige der chinesischen Hersteller von KI-Beschleunigern gingen unlängst an die Börse und sammelten damit frisches Kapital ein. Metax und Moore Threads sorgten mit starken Kurssprüngen für Aufsehen: Metax legte gegenüber dem Ausgabepreis von 105 Yuan zeitweise auf fast 900 Yuan zu(öffnet im neuen Fenster) , die Aktie von Moore Threads stieg in der ersten Woche nach Ausgabe von 114 Yuan(öffnet im neuen Fenster) auf bis zu 941 Yuan. Aktuell liegen die Kurse mit 604 und 618 Yuan noch immer deutlich über den Ausgabepreisen.


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