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Blackout: Landesmedienanstalten wütend über UKW-Chaos

Eine Situation wie in den vergangenen Tagen dürfe "sich niemals wiederholen. Hört endlich auf, mit UKW zu spielen", schimpfen die Landesmedienanstalten. Media Broadcast sieht bei sich keine Schuld. Der UKW-Betrieb ist für einige Monate gesichert.

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Media Broadcast ist bei UKW eigentlich ausgestiegen.
Media Broadcast ist bei UKW eigentlich ausgestiegen. (Bild: Media Broadcast)

Die Landesmedienanstalten sind über die im letzten Moment abgewendete drohende Abschaltung der UKW-Signale in vielen Regionen Deutschlands erfreut und fordern nun eine dauerhafte Lösung. "Das war ein wichtiger erster Schritt, aber eben auch nur der erste. Es gibt keine Zeit zum Ausruhen, die Arbeit fängt für alle Beteiligten erst richtig an", sagte die DLM-Vorsitzende Cornelia Holsten am 9. April 2018. Es müssten zeitnah viele Verträge zwischen zahlreichen Partnern verhandelt und geschlossen werden.

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Eine Situation wie in den vergangenen Tagen dürfe "sich niemals wiederholen. Hört endlich auf, mit UKW zu spielen", betonte Holsten an die Verhandlungspartner. Die Medienanstalten hatten am 14. März 2018 einen runden Tisch mit Antenneninvestoren, Standortinhabern, Sendenetzbetreibern, Vertretern der Privatradios sowie ARD, Deutschlandradio, Vertretern der Länder, der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts zur drohenden Abschaltung veranstaltet und verstehen sich als Vertreter der Hörerinteressen.

Der Hintergrund ist der Verkauf der UKW-Antennen durch Media Broadcast zum 1. April 2018 an rund 30 Unternehmen, darunter auch Finanzinvestoren. Vereinbart wurde "nach schwerem Ringen ein Übergangsbetrieb bis zum 30. Juni 2018".

Nach einem Bericht der Zeitung Die Welt betrifft eine mögliche Abschaltung die Hörer der Sender des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), des Norddeutschen Rundfunks (NDR) in Mecklenburg-Vorpommern und bundesweit des Deutschlandradios. Auch Privatsendern wie Radio Ffh, Big FM und Radio NRW droht der UKW-Blackout.

Verbreitung der Sender bis Ende Juni

Media Broadcast erklärte sich bereit, die Verbreitung der Sender bis Ende Juni fortzuführen, obwohl das Unternehmen bereits vor mehr als einem Jahr die Verträge mit ihren Kunden zum Ende des Monats März gekündigt hatte. Die neuen Antennenbesitzer mussten für die Nutzung der Antennen eine Duldung aussprechen, was mit wenigen Ausnahmen geschehen ist. Zum anderen verlangte Media Broadcast für den Weiterbetrieb eine Beauftragung entweder der Programmveranstalter oder der Sendernetzbetreiber.

Die neuen Sendernetzbetreiber Uplink und Divicon sowie Radioanbieter konnten sich vielerorts seit Januar noch nicht mit den neuen Eignern der UKW-Antennen über die Konditionen für den Antennenzugang einigen. Media-Broadcast-Chef Wolfgang Breuer sagte: "Wir haben alles in unserer Macht Stehende getan, die kurzfristige massive UKW-Abschaltung von über 40 öffentlich-rechtlichen und privaten Radioprogrammen zu verhindern." Die Freenet-Tochter selbst war in der Vergangenheit durch die Bundesnetzagentur bei den Entgelten reguliert und hatte darum verkauft.

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) Felix Kovac wirft der Freenet-Tochter Media Broadcast dagegen vor, die UKW-Infrastruktur zum reinen Spekulationsobjekt gemacht zu haben. "Private und öffentlich-rechtliche Radioveranstalter sowie ihre Dienstleister werden erpresst, nichtmarktkonforme Verbreitungskosten zu bezahlen." Er dankte Divicon und Uplink, dass sie alles unternommen hätten, um einstweilen Schaden von den betroffenen Radioanbietern fernzuhalten.

Radioveranstalter hätten Infrastruktur erworben, wo ihnen das angeboten worden war. "Leider war der Verkaufsprozess völlig intransparent und zielte eindeutig darauf, Spekulationserlöse von branchenfremden Anlegern zu erzielen, statt auf einen betriebssicheren Übergang", sagte Kovac.



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x2k 13. Apr 2018

Ich hatte mir erhofft das die den Ton erst abmischen und verzerren wenn er gesendet wird...

ptepic 12. Apr 2018

Guter Tip ;-) Danke

matzems 11. Apr 2018

Darauf könnte es irgendwann im Jahr 2350 hinauslaufen, zusammen mit der Eröffnung des...

Ranessin 10. Apr 2018

Nicht mal das. Meist ist ein DAB+-Radio eh eingebaut, es wird einfach per Software...

Mithrandir 10. Apr 2018

Das ist Käse. Den Ursprung der Misere findet man in der Privatisierung der Deutschen...


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