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Blackout: Bundesnetzagentur will UKW regulieren

Im Streit um eine mögliche UKW-Abschaltung in Deutschland will die Bundesnetzagentur eine Regulierung prüfen. Auch der Verkaufsprozess könnte infrage gestellt werden.

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Der bisherige Netzbetreiber Media Broadcast
Der bisherige Netzbetreiber Media Broadcast (Bild: Media Broadcast)

Im Streit um den Weiterbetrieb des UKW erwägt die Bundesnetzagentur ein Eingreifen. Die Regulierungsbehörde prüfe "intensiv und mit Hochdruck, ob und inwieweit nach dem Verkauf der Antennen auf den UKW-Märkten die Erwerber dieser Antennen - insbesondere die Finanzinvestoren - künftig einer Marktregulierung unterliegen", sagte ein Behördensprecher der Mitteldeutschen Zeitung. Bei den weiteren Prüfungen würden "wir gegebenenfalls auch den Veräußerungsprozess der Antennen mit in den Blick nehmen".

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Der Hintergrund ist der Verkauf der UKW-Antennen durch Media Broadcast zum 1. April 2018 an rund 30 Unternehmen, darunter auch Finanzinvestoren. Die neuen Sendernetzbetreiber Uplink und Divicon sowie Radioanbieter konnten sich vielerorts seit Januar noch nicht mit den neuen Eignern der UKW-Antennen über die Konditionen für den Antennenzugang einigen. Media Broadcast erklärte sich nun bereit, die Verbreitung der Sender bis Ende Juni fortzuführen, obwohl das Unternehmen bereits vor mehr als einem Jahr die Verträge zum Ende des Monats März gekündigt hatte. Eine endgültige Lösung ist damit aber noch nicht gefunden.

Verkaufsprozess soll intransparent gewesen sein

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) Felix Kovac wirft der Freenet-Tochter Media Broadcast dagegen vor, die UKW-Infrastruktur zum reinen Spekulationsobjekt gemacht zu haben. Radioveranstalter hätten Infrastruktur erworben, wo ihnen das angeboten worden war. "Leider war der Verkaufsprozess völlig intransparent und zielte eindeutig darauf, Spekulationserlöse von branchenfremden Anlegern zu erzielen statt auf einen betriebssicheren Übergang", sagte Kovac.

Eine mögliche Abschaltung betrifft die Hörer der Sender des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), des Norddeutschen Rundfunks (NDR) in Mecklenburg-Vorpommern und bundesweit des Deutschlandradios. Auch Privatsendern wie Radio Ffh, Big FM und Radio NRW droht der UKW-Blackout.



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