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Der eingeschränkte Funktionsumfang verrät die Zielgruppe

Während diverse Hersteller in dem Preissegment viel Tamtam um die Features ihrer Kameras machen, versucht Blackmagicdesign mit der Pocket gar nicht erst, in diesen Kampf einzusteigen. Der Autofokus der Kamera arbeitet langsam und nicht verlässlich; eine Bildstabilisierung welcher Form auch immer ist gar nicht vorhanden und einen Sucher kann man lange suchen. Zudem fällt uns negativ auf, dass wir in der Kamera keine Clips löschen können. Das ist zwar bei professionellen Kameras nicht unüblich, um Dropframes zu vermeiden, in Kombination mit dem leicht auslösbaren Aufnahmeknopf ist es im Falle der BMPCC allerdings besonders ärgerlich.

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Führen wir uns vor Augen, welche Zielgruppe Blackmagicdesign mit der Pocket Cinema Camera 6K anpeilt, wird uns auch schnell klar, warum bewusst auf elementare Funktionen verzichtet wurde: Wer seine Kamera mit Gimbals stabilisiert und die Schärfe vom Kameraassistenten ziehen lässt, freut sich vielmehr darüber, dass er nicht für einen weiteren Bildstabilisator oder hochwertigen Autofokus zahlen muss.

Dieses Bild schärft sich auch mit Blick auf die tatsächlich gebotenen Funktion: Die Kamera kann mit externen Timecode-Gebern synchronisiert werden; die Schärfe lässt sich mit Hilfe eines Fokus-Peaks kontrollieren; die optimale Belichtung von Hauttönen wird durch eine False-Color-Darstellung sowie durch ein Histogramm unterstützt; über Bluetooth lässt sich die Pocket mit einem iPad fernsteuern; eigene LUTs können importiert und sofort auf das Monitorbild angewendet werden. So kann man bereits beim Dreh sehr komfortabel kontrollieren, ob sich der angepeilte Look auch wirklich mit der Aufnahme umsetzen lässt.

Das Schnittprogramm wird gleich mitgeliefert

Als großes Bonbon erhalten Käufer zu der Kamera die Studioversion der Postproduktions-Suite Davinci Resolve. Da dieses Programm mittlerweile Adobe Premiere ordentlich Konkurrenz macht, dürfte das durchaus für den einen oder anderen Indiefilmer ein Kaufargument sein. Die Entscheidung des Herstellers, die Schnitt-Software gleich mitzuliefern, entkräftet zudem die Kritik, dass nur wenige Programme mit dem Blackmagic-RAW-Format umgehen können. Die Standardversion dieser Software kann kostenlos auf der Seite des Herstellers heruntergeladen werden, die mit der BMPCC mitgelieferte Studio-Version kostet 325 Euro.

Die Studioversion wird vor allem dann notwendig, wenn Aufnahmen in 10 Bit RAW erfolgen sollen. Das behalten wir im Hinterkopf als wir die Pocket ins Freie tragen, um sie bei kontraststarken Lichtverhältnissen zu testen.

Die Pocket fühlt sich im Einsatz wie eine Spiegelreflexkamera an

Da wir es gewohnt sind, mit Spiegelreflexkameras zu arbeiten, kommen wir mit der BMPCC sehr schnell zurecht. Das liegt nicht nur an der ähnlichen Bauform; auch werden die meisten Funktionen über das Menü angesteuert. Gerade die übersichtliche Menüführung fällt uns positiv auf. Hinzu kommt, dass der Touchscreen angenehm präzise reagiert und wir trotz des starken Umgebungslichtes die Anzeigen auf dem Display ausreichend gut erkennen konnten.

Für die Produktion unseres Artikel-Videos reichte das Datenmanagement über UHS-II-SD-Karten völlig aus. Einzig das Akku-Thema wurde für unseren Dreh relevant. Im Vergleich zu anderen Kameras müssen wir bei der Pocket häufiger den Akku wechseln und parallel laden. Da das zu stressigen Situationen bei spontanen Drehs führen kann, sehen wir für dokumentarische Produktionen den optional erhältlichen Akkugriff als notwendige Erweiterung an.

Während unseres Testes fiel uns erfreulicherweise kein Lüftergeräusch auf. Ein Umstand, der bei so manch anderem Kameramodell dieser Qualitätsstufe durchaus auftauchen kann.

  • Auf der linken Seite wurden alle Anschlüsse positioniert.
  • Die BMPCC wurde mit 2 Aufnahmeknöpfen ausgestattet - für Selfies.
  • Die Bedienungselemente auf der Oberseite sind übersichtlich angeordnet.
  • Mit der Touchfunktion des 5-Zoll-Displays navigiert man entspannt durch das Menü.
  • Auf der rechten Seite lässt sich neben einer SD-Karte auch eine Cfast-Karte einlegen.
  • Via USB lässt sich der Akku direkt in der Kamera laden.
  • Die Pocket kann Videos auch direkt auf externe Festplatten speichern.
  • Die Qualität der Aufnahme ermöglicht viel Spielraum in der Nachbearbeitung.
Die Qualität der Aufnahme ermöglicht viel Spielraum in der Nachbearbeitung.

Im Schnitt zeigt sich dann, dass die Pocket durchaus in der Oberliga spielt. Es macht einfach Spaß, mit dem Material zu arbeiten und mit den Möglichkeiten der Bildgestaltung zu spielen. Aufgrund des Sonnenlichtes fanden wir scheinbar ausgebrannte Stellen in unseren Videobildern. Doch Dank des Dynamikumfangs von 13 Blendenstufen holen wir uns einen großen Teil der scheinbar verlorenen Informationen in der Bildbearbeitung zurück. Obendrein freuen wir uns, dass aufgehellte Aufnahmen kaum rauschen. Wem Colorgrading kein Fremdwort ist, der wird das volle Potenzial der Kamera ausnutzen können.

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 Speicherkarten und Akkus benötigen etwas AufmerksamkeitVerfügbarkeit und Fazit 
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mwo (Golem.de) 31. Okt 2019

Hallo Herr Glaps, da Herr Raschke gerade nicht im Haus ist, versuche ich Ihnen...

rolitheone 30. Okt 2019

Das "Pocket" im Namen könnte ein starker Hinweis sein.

Trockenobst 29. Okt 2019

Das Bild der A/wie Arri, ist sauberer, Farbbandbreite größer. Das Bild wirkt...

Eheran 28. Okt 2019

Der LP-E6 hat ein rudimentäres BMS (Siehe Video), wie es schon fertig vorkonfektioniert...

StefanBD 28. Okt 2019

Alexibexi hatte mal ein Review zur Cam gemacht und bei der Menge die das Ding frisst...


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