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Speicherkarten und Akkus benötigen etwas Aufmerksamkeit

Unter einer Klappe auf der rechten Seite verbergen sich zwei Kartenschächte für SD- und CFast-Karten. Will man diese nutzen, sollte man daran denken, dass Cfast-2.0 oder UHS-II-SD-Karten für Aufnahmen ab 4K nötig werden. Damit man aber nicht Aufgrund der hohen Datenmenge ständig die Karten wechseln muss, ermöglicht die Kamera alternativ auch das Speichern auf externen Festplatten über USB-C.

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Auf der Rückseite wurde ein 5 Zoll LCD-Touchscreen fest verbaut, der in Full-HD auflöst. Schade, dass man den Monitor nicht ausklappen kann! Somit geht viel von der durch die kompakte Bauweise gewonnenen Flexibilität wieder verloren. In vielen Drehsituationen benötigt man somit einen zweiten Kontrollmonitor, der über HDMI mit der Kamera verbunden wird.

Bezüglich der wenigen Tasten freuen wir uns vor allem über die drei frei konfigurierbaren Knöpfe auf der Oberseite. Gleich daneben an der Vorderseite spendiert Blackmagicdesign der Pocket überraschenderweise einen zweiten Aufnahmeknopf für Selbstporträts. Gerade Selfies sehen wir aber aufgrund der fehlenden Klappfunktion des Monitors nicht gerade als ein geeignetes Anwendungsszenario für diese Kamera.

Der obere Aufnahmeknopf reagiert sehr empfindlich. So kann es durchaus passieren, dass man versehentlich beim Umbau eine Aufzeichnung startet. Das kann unerwartet die Speicherkarte füllen, je nachdem, welches Format und welche Kompression gewählt wurde.

RAW ist nicht ganz RAW

Videos können wahlweise im verlustbehafteten Prores-Format oder im visuell verlustfreien Blackmagic-RAW Format gespeichert werden. Hier liegt die Betonung klar auf visuell verlustfrei, denn obwohl das Format RAW im Namen trägt, kommt doch eine - laut Hersteller für das Auge nicht sichtbare - Kompression zur Anwendung. Dazu können wir zwischen konstanter und variabler Bitrate wählen, je nachdem, ob uns der verbrauchte Speicher oder die Bildqualität wichtiger ist.

Außerdem lässt sich die Kompressionsstärke in vier Stufen einstellen. Stellen wir die Kamera auf die höchstmögliche Qualität ein (6K BM-RAW, konstante Qualität Q0), wird unsere 256-GB-Festplatte mit bis zu 483 MByte/s beschrieben und ist somit nach rund neun Minuten voll. Ein Blick auf die Aufnahmen lässt bei uns den Respekt vor dieser Kamera steigen. Videos mit einer so hohen Flexibilität in der Bildgestaltung aus einer so kleinen Kamera hat man bisher vergebens in diesem Preissegment gesucht.

Zeitlupenaufnahmen sind mit 120 fps bis zu einer Auflösung von 2,8 k möglich. Wer direkt in der Kamera Zeitrafferaufnahmen anfertigen möchte, kann alle 5 Frames, alle 5 Sekunden, alle 30 Sekunden oder alle 5 Minuten ein Standbild aufnehmen.

Fotos speichert die Kamera in Form von Standbildaufnahmen im unkomprimierten DNG-Format. Die Auflösung variiert entsprechend der Videoeinstellungen. Diese Bilder können nach der Aufnahme nicht in der Kamera gesichtet werden. Das ist schade, lässt sich im Drehalltag aber sicherlich verschmerzen. Die hohe Leistungsaufnahme bildet dagegen schon eine größere Herausforderung. Sie ist definitiv die Schwachstelle dieser Highend Kamera.

Die Stromzufuhr kann zum K.o.-Kriterium werden

Der Body bietet Platz für genau einen LP-E6-Akku - ein weit verbreiteter Akkutyp. Entsprechend einfach kommt man auch international an Wechselakkus heran; und der Bedarf daran ist groß. Laut Herstellerangaben soll man 45 Minuten lang 6K RAW bei 24 fps auf eine Cfast-2.0-Karte aufzeichnen können. Während unserer Aufnahmen für diesen Artikel mussten wir unseren Akku jedoch schon nach 30 Minuten wechseln.

  • Auf der linken Seite wurden alle Anschlüsse positioniert.
  • Die BMPCC wurde mit 2 Aufnahmeknöpfen ausgestattet - für Selfies.
  • Die Bedienungselemente auf der Oberseite sind übersichtlich angeordnet.
  • Mit der Touchfunktion des 5-Zoll-Displays navigiert man entspannt durch das Menü.
  • Auf der rechten Seite lässt sich neben einer SD-Karte auch eine Cfast-Karte einlegen.
  • Via USB lässt sich der Akku direkt in der Kamera laden.
  • Die Pocket kann Videos auch direkt auf externe Festplatten speichern.
  • Die Qualität der Aufnahme ermöglicht viel Spielraum in der Nachbearbeitung.
Die Pocket kann Videos auch direkt auf externe Festplatten speichern.

Diese Schwachstelle hat Blackmagicdesign erkannt und liefert auch gleich mehrere Alternativen: Wer mit seinem Equipment flexibel und spontan auf Situationen reagieren muss, wird das Haus nicht ohne den optional erhältlichen Akkugriff verlassen wollen. Damit kann die BMPCC mit zwei Akkus betrieben werden.

Auch lassen sich die im Profibereich beliebten V-Mount-Akkus über ein beim Hersteller erwerbbares Adapterkabel mit der BMPCC verbinden. Auf diese Weise kann man die Laufzeit auf ein angenehmes Maß erhöhen. Leider bedeutet dieser Lösungsansatz aber auch, dass man den V-Mount-Akku nahe der Kamera montieren muss. Solange wir im Studio drehen, brauchen wir uns darüber keine Gedanken zu machen. Über das mitgelieferte Netzteil versorgen wir die Pocket entspannt mit Strom.

Zu den positiven Funktionen dieser Kamera zählen wir die Möglichkeit, den Akku im ausgeschalteten Zustand über USB-C laden zu können. Auf andere weit verbreitete Funktionen hat Blackmagicdesign hingegen bewusst verzichtet.

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 Blackmagic-Kamera im Test: Der Liebling der IndiefilmerDer eingeschränkte Funktionsumfang verrät die Zielgruppe 
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mwo (Golem.de) 31. Okt 2019

Hallo Herr Glaps, da Herr Raschke gerade nicht im Haus ist, versuche ich Ihnen...

rolitheone 30. Okt 2019

Das "Pocket" im Namen könnte ein starker Hinweis sein.

Trockenobst 29. Okt 2019

Das Bild der A/wie Arri, ist sauberer, Farbbandbreite größer. Das Bild wirkt...

Eheran 28. Okt 2019

Der LP-E6 hat ein rudimentäres BMS (Siehe Video), wie es schon fertig vorkonfektioniert...

StefanBD 28. Okt 2019

Alexibexi hatte mal ein Review zur Cam gemacht und bei der Menge die das Ding frisst...


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