#blacklivesmatter: Ohne Gesetze gibt es keine Gesichtserkennung von Microsoft

Erst wenn die US-Regierung Regeln aufstellt, wird es Gesichtserkennung von Microsoft geben. Damit folgt der Konzern IBM und Amazon.

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Microsoft wird keine Gesichtserkennung für Polizeibehörden entwickeln.
Microsoft wird keine Gesichtserkennung für Polizeibehörden entwickeln. (Bild: Microsoft/Montage: Golem.de)

Microsoft-Präsident Brad Smith hat bestätigt, dass das Unternehmen keine Gesichtserkennungssoftware an Polizeibehörden in den USA verkaufen werde. Das solle so lange gelten, bis die Regierung gesetzliche Regelungen zur Implementation dieser Techniken formuliert und umgesetzt habe, sagte Smith in einem Videointerview mit der US-Zeitung Washington Post. Ein Ausschnitt daraus wurde auf Twitter veröffentlicht.

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Microsoft ist das dritte große Unternehmen, das einen Standpunkt zur Gesichtserkennung vertritt - nach IBM und Amazon. Der Grund: Die Proteste um #blacklivesmatter bringen Menschen auf der Welt für ein gemeinsames Ziel auf die Straßen: die Gleichberechtigung aller. Diese Fairness soll auch bei der KI-Entwicklung Einzug halten.

"Der Kongress muss in Aktion treten, nicht nur die Tech-Unternehmen für sich allein. Das ist der einzige Weg, um zu garantieren, dass wir die Leben von Menschen schützen", sagte Smith. Microsoft habe bisher noch keine Gesichtserkennungssoftware an Polizei verkauft, und dies bleibe auch so. "Ich denke, dies ist ein Zeitpunkt, der uns dazu aufruft, mehr zuzuhören und - am wichtigsten - mehr zu tun."

Neue Anwendungszwecke für Gesichtserkennung

Das bedeutet für Microsoft aber nicht, den Markt für Gesichtserkennungssoftware komplett aufzugeben - ein Schritt, den IBM ging. Stattdessen wolle das Unternehmen die Technik für andere Zwecke einsetzen. Smith sagte allerdings nicht, welche Zwecke dies seien. Amazon will die eigene Software Rekognition etwa für das Vorgehen gegen Menschenhandel einsetzen. Das Unternehmen gab vor kurzem bekannt, eine einjährige Pause einzulegen und die eigene Software nicht an Polizeiabschnitte zu verkaufen.

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Im Gegensatz zu Amazon sagte Microsoft-Präsident Smith, sein Unternehmen wolle sich eigene Regeln auferlegen, die in die Entwicklung von Gesichtserkennungssysteme fließen sollten. Diese Review-Faktoren sollten auch weitere Anwendungszwecke für die Technik finden.

Im März 2020 hatte Microsoft bekanntgegeben, nicht weiter in Drittunternehmen zu investieren, die Gesichtserkennung entwickelten. Das Team habe zu wenig Kontrolle über die Entwicklungsrichtung und deshalb etwa die Investition in das Startup Anyvision eingestellt.

Microsofts Azure Facial Recognition ist ein Beispiel, das Gesichter erkennen kann. Parameter wie Alter, Geschlecht, Gesichtsbehaarung, Mimik und sogar Emotionen sollen von dem Cloud-Dienst erkannt werden können. "Authentifizieren Sie Leute für Zugriffe oder zählen Sie Menschen an Orten", bewirbt das Unternehmen den Dienst.

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