Backblaze: Wie man PC-Festplatten in Backupservern kaputt bekommt

Das Unternehmen Backblaze, das mit eigens entwickelter Hardware Onlinebackups anbietet, hat eine Statistik über die Zuverlässigkeit von Festplatten veröffentlicht. Hitachi-Laufwerke kommen dabei am besten weg, Seagate-Festplatten fallen am häufigsten aus. Die Anwendung und Konfiguration sind jedoch sehr speziell.

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Deskstar 5K4000
Deskstar 5K4000 (Bild: Hitachi)

Rund 27.000 Festplatten aller Hersteller, die meisten davon von Hitachi, betreibt das US-Unternehmen Backblaze in seinen Servern. Nach knapp vier Jahren Betrieb hat die Firma nun recht detaillierte Daten zur Zuverlässigkeit der Laufwerke veröffentlicht.

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Bei der Betrachtung der Erhebungen gilt es jedoch zu beachten, dass Backblaze mit den für PCs vorgesehenen 3,5-Zoll-Laufwerken genau das macht, wofür sie nicht vorgesehen sind: Die Platten laufen rund um die Uhr im Dauerbetrieb, und statt zahlreicher Lesezugriffe wird fast ständig auf die Festplatten geschrieben. Dabei setzt das Unternehmen ganz bewusst nicht die für solche Anwendungen vorgesehenen Enterprise-Platten ein, weil diese je nach Modell bis zum doppelten einer Desktopfestplatte gleicher Kapazität kosten können.

Wie Backblaze in einem früheren Blogpost beschrieben hat, lohnt sich für das Unternehmen mit seinem Geschäftsmodell der Einsatz von Enterprise-Laufwerken nicht. Der neben der Zuverlässigkeit bei diesen Geräten gegebene Vorteil der längeren Garantie rechnet sich für Backblaze nicht. Bei anderen Firmen kann das je nach Art der Nutzung und der Kostenstruktur durchaus anders sein.

Seagate-Festplatten fallen nach einem Jahr häufig aus

Aus den erhobenen Daten geht hervor, dass Hitachi-Festplatten am längsten durchhalten. Nach drei Jahren lebten noch 96,9 Prozent dieser Laufwerke und 94,8 Prozent der Festplatten von Western Digital. Am schlechtesten schneidet Seagate ab, nur 73,5 Prozent der Geräte liefen nach drei Jahren noch. Vor allem im zweiten Jahr fielen die Seagate-Laufwerke auffallend häufig aus.

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Der Vergleich von Hitachi und Seagate erscheint dabei am fairsten, denn von beiden Herstellern hatte Backblaze fast 13.000 Geräte im Einsatz. Western Digital ist nur mit knapp 3.000 Laufwerken vertreten. Das liegt, wie das Unternehmen beschreibt, unter anderem an den Eingangstests: Manche Laufwerke wie beispielsweise die WD Green mit 3 TByte oder die Seagate-LP mit 2 TByte eignen sich überhaupt nicht für die selbst entworfenen Storage-Systeme. Das gilt aber nur für genau diese Laufwerke, die genauen Modellnummern führt Backblaze in seinem Bericht auch auf.

Der Backupdienstleister führt bei diesen beiden Festplatten deren aggressives Stromsparen als Grund für schnelle Ausfälle auf, viele Start/Stop-Zyklen und ein hoher Verschleiß seien die Folge. Rückschlüsse auf eine gesamte Serie, also beispielsweise auch auf die WD Green mit 2 TByte, sind somit durch diese Tests nicht möglich. Mit den WD Red, die für kleine NAS-Geräte vorgesehen und günstiger als Enterprise-Platten sind, hat Backblaze bisher gute Erfahrungen, insbesondere dem Modell mit 3 TByte.

Beim Studium der Ergebnisse ist auch wichtig zu wissen, dass das Unternehmen nicht wie andere Storage-Anbieter seine Festplatten in Spezialverpackungen von Distributoren kauft. Vielmehr sucht Backblaze bei Versendern immer die billigsten Angebote und kauft dann auch in kleinen Mengen. Auch gebrauchte Festplatten von Kunden kommen zum Einsatz, wenn auch in geringer Zahl.

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jeduyna 21. Feb 2014

Ich habe gerade mal 2 Wochen ein DELL Alienware M17x R4 Laptop. Was mich sehr wundert ist...

Neuro-Chef 02. Feb 2014

Ich habe mir kurz nach der Übernahme noch schnell zwei umgelabelte 2TB Samsung F4...

klamey 23. Jan 2014

nein, die black reihe ist eine "performance" platte für desktop-systeme.

Phreeze 23. Jan 2014

Man sollte sich auch die 5euro nicht sparen, die die Festplaten mehr kosten auf Monate...

Phreeze 23. Jan 2014

ganz klares +1 , und selbst Qnap z.b raten dringend von green Editions ab. Wer da nicht...



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