Blackberry: Verkauf abgesagt, Chef ausgetauscht

Blackberry hat die Suche nach einem Käufer zumindest vorerst aufgegeben. Stattdessen nimmt das Unternehmen eine Finanzierung über 1 Milliarde US-Dollar auf und tauscht seinen CEO kurzfristig aus.

Artikel veröffentlicht am ,
Soll Blackberry umkrempeln: John Chen
Soll Blackberry umkrempeln: John Chen (Bild: Brendan McDermid/Reuters)

Blackberry erhält von Fairfax und anderen Finanzinvestoren insgesamt 1 Milliarde US-Dollar im Rahmen einer Wandelanleihe. Fairfax allein übernimmt 250 Millionen US-Dollar. Die Anleihen können gegen Aktien zum Preis von 10 US-Dollar pro Aktie eingetauscht werden, was rund 28,7 Prozent über dem Kurs von Blackberry vor Bekanntgabe der Transaktion liegt. Insgesamt würden die Finanzinvestoren so rund 16 Prozent an Blackberry erhalten.

Die Transaktion soll innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen und dann sofort ein neuer Blackberry-Chef ernannt werden: John Chen soll mit Abschluss der Transaktion zum Executive Chairman von Blackberrys Board of Directors ernannt werden und dann die strategische Ausrichtung von Blackberry bestimmen. Chen war zuvor seit 1998 Chairman und Vorstandsvorsitzender von Sybase, bis das Unternehmen 2010 an SAP verkauft wurde.

Fairfax-Chef Prem Watsa soll einen Sitz im Board erhalten und dort die Themen Kompensation und Nominierung eines Governance Committees übernehmen.

Der aktuelle Blackberry-Chef Thorsten Heins wird zugleich seinen Sitz im Board of Directors abgeben und als CEO des Unternehmens zurücktreten. Den CEO-Posten soll dann ebenfalls John Chen vorübergehend übernehmen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Auch David Kerr wird sich aus dem Board zurückziehen.

An der Börse verursachte die Ankündigung von Blackberry einen Kursrutsch: Der Kurs sank um mehr als 17 Prozent auf 6,44 US-Dollar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Google Street View
Deutschland bekommt keine Möglichkeit zur Zeitreise

Mit der überfälligen Aktualisierung verliert Street View auch das alte Bildmaterial - und das hat nicht nur mit Datenschutz zu tun.
Von Daniel Ziegener

Google Street View: Deutschland bekommt keine Möglichkeit zur Zeitreise
Artikel
  1. Schifffahrt: Hurtigruten plant Elektroschiff mit Segeln und Solarmodulen
    Schifffahrt
    Hurtigruten plant Elektroschiff mit Segeln und Solarmodulen

    Die norwegische Postschiff-Reederei will 2030 das erste Schiff in Betrieb nehmen, das elektrisch und vom Wind angetrieben wird.

  2. Saporischschja: AKW ist nach Staudammzerstörung mittelfristig in Gefahr
    Saporischschja
    AKW ist nach Staudammzerstörung mittelfristig in Gefahr

    Ein Experte für Reaktorsicherheit befürchtet, dass dem Atomkraftwerk Saporischschja das Kühlwasser ausgeht.

  3. Volker Wissing: Deutschlandticket soll in Frankreich gelten - und umgekehrt
    Volker Wissing
    Deutschlandticket soll in Frankreich gelten - und umgekehrt

    Frankreich plant etwas Ähnliches wie das 49-Euro-Ticket. Wissing will mit den Franzosen gemeinsame Sache machen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • XXL-Sale bei Alternate • MindStar: MSI G281UVDE 269€, ASRock RX 6700 XT Phantom D OC 379€, XFX Speedster MERC 319 RX 6800 XT Core 559€ • Corsair Vengeance RGB PRO SL DDR4-3600 32 GB 79,90€ • Corsair K70 RGB PRO 125,75€ • SHARP 65FN6E Android Frameless TV 559,20€ [Werbung]
    •  /