Blackberry: RIM sitzt auf Geräten im Wert von 1 Milliarde US-Dollar

Research In Motion kann Blackberry-Smartphones und Playbook-Tablets im Wert von 1 Milliarde US-Dollar nicht verkaufen und könnte eine Abschreibung auf die Bestände vornehmen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet(öffnet im neuen Fenster) , wuchsen die Lagerbestände auf 1,03 Milliarden US-Dollar. Im vergangenen Jahr lagen sie noch bei 618 Millionen US-Dollar. Mitte 2008, als RIM noch sehr erfolgreich war, lagen in den Lagern Blackberrys im Wert von unter 500 Millionen US-Dollar.
Bloomberg bezieht sich nur auf Endgeräte in Lagern des Unternehmens. Bestände im Handel und bei Mobilfunkbetreibern sind nicht einberechnet.
Die Abschreibung wäre bereits die dritte durch Research In Motion seit Dezember 2011.
Die Warenbestände des Unternehmens sollen laut interner Daten im vergangenen Quartal um 18 Prozent gestiegen sein, stärker als bei jedem anderen Unternehmen in der IT-Branche. Apples Warenbestände sind im vergangenen Quartal um 11 Prozent zurückgegangen.
Laut Reuters(öffnet im neuen Fenster) hat Research In Motion Banken engagiert, um eine weitgehende strategische Überprüfung des Geschäftsmodells durchzuführen. J.P. Morgan Securities und RBC Capital Markets sollen dem Unternehmen helfen. Geprüft werden soll auch eine Erweiterung der Blackberry-Plattform durch Partnerschaften und Lizenzen.
Es habe im vergangenen Jahr Verkaufsverhandlungen von Research In Motion mit Amazon und Microsoft gegeben, berichtet Reuters. Unter der alten Führung von Mike Lazaridis und Jim Balsillie kam es jedoch nicht zu einem Verkauf.
Zwei unternehmensnahe Quellen erklärten, dass Research In Motion die Belegschaft bis Anfang kommenden Jahres von derzeit 16.500 auf 10.000 abbauen wolle. Die kanadische Zeitung Globe and Mail hatte aus unternehmensnahen Kreisen berichtet, dass das Management weltweit 2.000 der rund 16.500 Arbeitsplätze abbauen will.



