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Blackberry: Qualcomm muss fast 1 Milliarde US-Dollar zurückzahlen

940 Millionen US-Dollar erhält Blackberry von Qualcomm. Dabei handelt es sich um zu viel gezahlte Lizenzzahlungen. Die Rückzahlung entspricht fast dem gesamten Blackberry-Umsatz der vergangenen drei Quartale.

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Blackberry erhält 940 Millionen US-Dollar von Qualcomm zurück.
Blackberry erhält 940 Millionen US-Dollar von Qualcomm zurück. (Bild: Josep Lago/AFP/Getty Images)

Der Geldsegen dürfte Blackberry gerade recht kommen. Der einstige Smartphone-Pionier erhält noch in diesem Monat von Qualcomm eine Zahlung von 940 Millionen US-Dollar (840 Millionen Euro). Auf diese Summe haben sich beide Hersteller früher als geplant geeinigt, teilte Blackberry mit. Beide Unternehmen lagen im Streit um zu viel gezahlte Lizenzgebühren.

Zinsen und Anwaltskosten kommen dazu

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Bereits Mitte April 2017 hatten sich Qualcomm und Blackberry vor einem Schiedsgericht auf eine Rückzahlung von 814,9 Millionen US-Dollar (768,3 Millionen Euro) geeinigt. Der Aufschlag ergab sich aus Zinsen und Anwaltskosten, so dass am Ende eine Rückzahlsumme von 940 Millionen US-Dollar herausgekommen ist. Eigentlich sollte erst am 30. Mai 2017 noch einmal über die endgültige Höhe der Summe verhandelt werden; beide Parteien haben sich aber früher als geplant geeinigt.

Der Kompromiss wurde vor einem Schiedsgericht erzielt - das brachte Verhandlungspartnern geringere Kosten und ein schnelleres Verfahren, als wenn es zu einem Gerichtsprozess gekommen wäre. Für Blackberry bedeutet die Rückzahlung einen erheblichen Geldstrom. Denn die Summe entspricht fast dem gesamten Umsatz der vergangenen drei Quartale von Blackberry, der sich auf 975 Millionen US-Dollar beläuft.

Blackberry und Qualcomm bleiben Partner

Bereits im April 2017 hatte Blackberry versichert, weiter mit Qualcomm zusammenarbeiten zu wollen. Blackberry-Chef John Chen betonte, dass die Unternehmen trotz des Disputs Partner blieben. "Blackberry und Qualcomm haben eine schon lange währende Partnerschaft und werden weiterhin geschätzte Technologiepartner sein", sagt Chen.

Qualcomm steht unter Druck

Gegen Qualcomm laufen derzeit Ermittlungen wegen Wettbewerbsbehinderungen. Sowohl Intel als auch Samsung werfen Qualcomm vor, den Wettbewerb bei Smartphone-Prozessoren zu behindern. Intel erklärte kürzlich in einer Stellungnahme, das Unternehmen sei nach eigenen Angaben bereit für einen Wettbewerb, aber Qualcomm habe den Wettbewerb durch missbräuchliche Patent- und Geschäftspraktiken untergraben.

Nach Aussage von Samsung würden die eigenen Exynos-Prozessoren auch in Smartphones anderer Hersteller stecken, wenn Qualcomm das nicht verhindern würde. Nach Angaben von Samsung hat der Hersteller versucht, von Qualcomm die nötigen Lizenzen für die Nutzung von Patenten zu erwerben. Das sei aber nicht möglich gewesen: Qualcomm habe keine Lizenzierung angeboten.



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Dadie 29. Mai 2017

Gegen den Anreiz ein (zeitlich begrenztes) Monopol zu erhalten spricht auch zunächst...

DY 29. Mai 2017

im Weg war, sollte mittlerweile klar sein. Eine Parallele besteht da zu Nokia. Kein...

GustavBreitmaul 29. Mai 2017

Selbst ist der Mann! "Blackberry und Qualcomm bleiben Partner Bereits im April 2017 hatte...

FoxCore 29. Mai 2017

"Bereits im April 2017 hatte Blackberry versichert, weiter mit Blackberry...


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