Blackberry Key2 im Test: Ordentliches Tastatur-Smartphone mit zu vielen Schwächen

Zwei Hauptkameras, 32 Tasten und viele Probleme: Beim Blackberry Key2 ist vieles besser als beim Keyone, unfertige Software macht dem neuen Tastatur-Smartphone aber zu schaffen. Im Testbericht verraten wir, was uns gut und was uns gar nicht gefallen hat.

Ein Test von Tobias Czullay/Areamobile veröffentlicht am
Blackberry Key2 - das Android-Smartphone mit Hardware-Tastatur
Blackberry Key2 - das Android-Smartphone mit Hardware-Tastatur (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)

Auf das Blackberry Keyone folgt das Key2. Für einen Nachfolger zu dem im vergangenen Jahr erschienenen Blackberry-Smartphone ist der Name konsequent, in Anbetracht der natürlich deutlich mehr als nur zwei Tasten umfassenden QWERTZ-Volltastatur wohl aber die Untertreibung des Jahres. Leider beweist das Key2 im Test, dass viele Tasten noch längst kein gutes Smartphone machen.

Inhalt:
  1. Blackberry Key2 im Test: Ordentliches Tastatur-Smartphone mit zu vielen Schwächen
  2. Gutes Display, aber nicht überragend hell
  3. Die Software wirkt unfertig
  4. Die Dual-Kamera überzeugt nicht
  5. Verfügbarkeit und Fazit

Das Blackberry Key2 sieht dem Keyone auf den ersten Blick sehr ähnlich. Beide Geräte haben einen hochkant aufgestellten Touchscreen, von dem etwa das untere Viertel von der Tastatur eingenommen wird. Die Nähe zum Vorgänger ist grundsätzlich nicht schlimm, immerhin hat es Blackberry Mobile schon beim Keyone verstanden, trotz der Tastatur die schlanke Linie des Gehäuses zu wahren und so bei Bedarf auch die Einhandbedienung zu ermöglichen. Auch auf dem Key2 lassen sich Texte komfortabel lesen, durch längere Listen oder die Bildergalerie kann mühelos mit dem Daumen der haltenden Hand gescrollt werden. Dafür soll auch die als Trackpad nutzbare Tastatur sorgen, die uns im Test allerdings einige Probleme bereitet hat.

Für Texteingaben mit der physischen Tastatur wird idealerweise die zweite Hand hinzugenommen. Denn auch wenn das Key2 an sich schlank genug ist und sich auch die weiter entfernten Buchstaben mit dem Daumen erreichen lassen, ist es doch ein Unterschied, ob eine Taste tatsächlich gedrückt oder nur eine auf dem Bildschirm eingeblendete Fläche berührt werden muss.

Kurz: Einhändiges Schreiben auf dem Key2 wird schnell anstrengend. Beidhändig ist das Schreiben jedoch sehr angenehm. Dafür sorgen die recht weichen, aber gut definierten Druckpunkte, die im Vergleich zum Keyone um 20 Prozent höheren Tasten und der größere Zeilenabstand. Tatsächlich ist das Tippen von Texten auf dem neuen Blackberry angenehmer als beim Vorgänger, durch die spürbar größeren Tasten kommen Fehleingaben seltener vor.

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Mit dem neuen Speed Key führt Blackberry Mobile eine neue Taste auf dem typischen Blackberry-Layout ein, die bei gleichzeitigem Drücken mit einer Buchstaben-Taste auch abseits des Startbildschirms eine vorher definierte Aktion ausführt oder eine App aufruft. Darüber hinaus hat der Hersteller ein großes Manko des Keyone und anderer älterer Blackberry-Smartphones beseitigt: Beim Key2 sitzen alle Funktionstasten auf der rechten Seite, der nun geriffelte Power-Knopf quetscht sich zwischen die Lautstärkewippe und die Komforttaste.

Auswirkungen auf die Abmessungen haben die Veränderungen an der Tastatur des Key2 übrigens nicht, es ist nahezu genauso groß wie der Vorgänger. Allerdings ist das neue Smartphone kantiger, es entspricht damit eher dem Touchscreen-Modell Motion. Die typisch schwarze, nicht abnehmbare Kunststoffrückseite hat eine fühlbare Struktur und ist leicht gummiert, das Smartphone ist dadurch angenehm griffig und rutscht beim Tippen nicht so leicht aus der Hand wie das Vorgängermodell.

  • Blackberry Key2 (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Blackberry Key2 (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Blackberry Key2 (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Blackberry Key2 (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Blackberry Key2 (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Blackberry Key2 (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Links das Blackberry Keyone, rechts das Blackberry Key2 (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Links das Blackberry Keyone, rechts das Blackberry Key2 (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Oben das Blackberry Key2, unten das Blackberry Keyone (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Links das Blackberry Keyone, rechts das Blackberry Key2 (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Blackberry Key2 (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Blackberry Key2 (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
Blackberry Key2 (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)

Der Rahmen des Key2 besteht aus Aluminium, wenngleich er wegen seiner stumpfen Oberfläche zumindest in der silbernen Farbausführung eher wie Kunststoff anmutet. Nicht ganz so elegant erscheint die Blende rund um die Tastatur, die sich mit einem sichtbaren Spalt vom Rest des Gehäuses absetzt. Davon und von der aus dem Rücken herausragenden Dual-Kamera einmal abgesehen ist die Verarbeitung des Blackberry-Smartphones aber durchaus gelungen. Keine Überraschung: Das Key2 ist nicht wasserdicht, wofür nicht zuletzt die Tasten verantwortlich sein dürften.

Bei der Hardware herrscht Mittelklasse-Ausstattung vor.

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Gutes Display, aber nicht überragend hell 
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jjfx 28. Dez 2019

Klappt mit MyPhoneExplorer.

jjfx 28. Dez 2019

Guter Test, was noch fehlt ist die Telefonfunktion selber. Hier muss ich sagen, dass das...

Jounathaen 18. Jul 2018

Ich verstehe natürlich, dass das ein Security-Feature ist und Unternehmen das sehr...

Jounathaen 18. Jul 2018

Ich bin auf meinem Handy auf Lineagos mit MicroG umgestiegen, und habe jetzt am Ende des...

Calau 09. Jul 2018

Kann mir auch nicht vorstellen, dass das irgendjemand kaufen wird.



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