Black Ops: Cold War und die geschlechtsneutralen Elitesoldaten

Das Entwicklerstudio Treyarch hat mit einer Designentscheidung in Call of Duty: Black Ops - Cold War für Empörung bei einem Teil der Community gesorgt. Die Spieler stört, dass die Hauptfigur in dem Shooter wahlweise weiblich, männlich oder geschlechtsneutral sein kann. Man muss nicht lange in Foren und sozialen Netzwerken suchen, um ausführliche Threads mit wütenden Beiträgen zu finden.
Cold War wird das erste Call of Duty überhaupt, in dem die Spieler vor dem Start der Kampagne ihr Alter Ego ein Stück weit den eigenen Vorstellungen anpassen können.
Unter anderem soll es möglich sein, unabhängig vom Aussehen der Figur das Geschlecht festzulegen: weiblich oder männlich. Als dritte Option ist - wie bei einigen der anderen Optionen - "geheim" (im Original: "classified" ) vorgesehen.
Das werde von Cold War ausdrücklich als geschlechtsneutral eingestuft - schreiben Magazine wie Gamespot(öffnet im neuen Fenster) , die mit dem Entwicklerteam reden konnten. Als Pronomen würden in der englischen Version "they" und "them" verwendet. Wie die deutsche Fassung das übersetzt, ist noch nicht bekannt.
Sonst sind innerhalb des Programms wohl keine größeren Anpassungen nötig. Die Stimme der Hauptperson ist nicht zu hören, und sie oder er trägt immer den neutralen Namen Bell.
Ob diese Neuerungen nur bei einem kleinen, aber sehr lautstarken Teil der Community schlecht ankommen, oder ob die Entwickler damit auch bei ganz gewöhnlichen Serienfans eine höhere Retourenquote riskieren, lässt sich derzeit schlecht einschätzen.
Geschlechtsneutrale Hauptfiguren kommen in Spielen immer häufiger vor. Auch in dem mutmaßlich am meisten erwarteten Spiel des Jahres, nämlich in Cyberpunk 2077, dürfen Spieler als "divers" antreten und etwa einen weiblich aussehenden Charakter mit männlicher Stimme erstellen.
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Das am 27. August 2020 für Xbox One und Windows-PC erscheinende Episodenabenteuer Tell me Why von Dontnod Entertainment ist ausdrücklich Transgender - was aber nur am Rande der Handlung eine Rolle spielen soll.
Cold War soll am 13. November 2020 für Windows-PC, Xbox One und Playstation 4 auf den Markt kommen. Wer die Standard-Konsolenausgabe für 70 Euro kauft, kann diese zwar auf den Next-Gen-Geräten verwenden, die technischen und grafischen Verbesserungen gibt's damit aber nicht.
Um die Optimierungen auf Xbox Series X und Playstation 5 zu bekommen, ist der Griff zur Cross-Gen-Bundle-Variante nötig, die rund 75 Euro kostet. Ebenfalls beide Fassungen des Spiels enthält die Ultimate Edition für rund 100 Euro.



