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Black Mirror Staffel 5: Der Gesellschaft den Spiegel vorhalten

Black Mirror zeigt in der neuen Staffel noch alltagsnäher als bisher, wie heutige Technologien das Leben in der Zukunft katastrophal auf den Kopf stellen könnten. Dabei greift die Serie auch aktuelle Diskussionen auf und zeigt mitunter, was bereits im heutigen Alltag schiefläuft - ein Meisterwerk! Achtung, Spoiler!

Eine Rezension von veröffentlicht am
Eines der kritisch behandelten Themen: Virtual Reality
Eines der kritisch behandelten Themen: Virtual Reality (Bild: Netflix)

Achtung! Wir schreiben in dieser Rezension so wenig wie möglich über die allgemeine Handlung der fünften Staffel von Black Mirror, aber ganz ohne Spoiler geht es nicht. Wer gar nichts wissen möchte, bevor er die neuen Folgen selbst schaut, sollte ab hier nicht mehr weiterlesen.

Inhalt:
  1. Black Mirror Staffel 5: Der Gesellschaft den Spiegel vorhalten
  2. Miley Cyrus kann hervorragend fluchen

Es gibt nicht viele Serien, die es schaffen, die Zuschauer wirklich nachdenklich zurückzulassen und vielleicht sogar Diskussionen anzustoßen. Die britische Science-Fiction-Serie Black Mirror gehört zweifelsfrei dazu, wie die fünfte Staffel eindrucksvoll beweist. Das bisherige Grundrezept wird beibehalten: Es geht um die negativen Auswirkungen, die Technologie auf die Gesellschaft haben kann. Die Episoden stehen weiterhin für sich und sind in sich abgeschlossen, die Grundstimmung ist eher düster. Anders als bei den vorigen Staffeln wirken die drei neuen Folgen aber viel näher an unserem heutigen Alltag als die vier Staffeln zuvor.

Die Geschichten in den vorigen Staffeln beruhen meist zwar auf einer aktuell bereits verwendeten Technologie, entwickeln diese aber bis an die Grenzen des Realismus weiter. Dadurch entsteht eine gewisse Distanz des Zuschauers zur Handlung: Die negativen Auswirkungen von künstlicher Intelligenz, Klonen und virtuellen Realitäten sind zwar denkbar, scheinen aber irgendwie noch weit in der Zukunft zu liegen. Das haben die Macher Charlie Brooker und Annabel Jones bei der neuen Staffel geändert.

Besonders die zweite Folge, Smithereens, verdeutlicht dies. Sie ist ein meisterhaftes Statement gegen den Drang, sich auf Social-Media-Apps zu präsentieren. Die Episode verzichtet anders als frühere Folgen der Serie auf Übertreibungen und stellt schlicht die aktuelle Realität dar: Menschen starren unentwegt auf ihr Smartphone, darauf bedacht, sich selbst darzustellen und immer auf dem Laufenden zu bleiben. Dabei merken sie nicht, dass sie im Weg stehen oder in ihrem Auto den Verkehr aufhalten - oder noch fatalere Vorgänge auslösen können, wie die Hauptfigur der Folge, Chris. Dieser wird gespielt von Andrew Scott, der Fans der britischen Serie Sherlock als großartiger Jim Moriarty bekannt sein dürfte, und der auch in Black Mirror sein Können zeigt.

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Wohl absichtlich ist die in der Folge verwendete App namens Smithereen eine Mischung aus Facebook und Twitter. Wer sich im heutigen Stadtbild umsieht, wird immer jemanden finden, der auf sein Smartphone schaut und sich durch Facebook, Twitter oder Instagram wischt. Dass das nicht zwingend in einer Geiselnahme enden muss, um dem Chef von Smithereen die Meinung zu geigen, ist klar - wirklich unrealistisch ist der Plot angesichts der Hintergründe der Hauptfigur aber letztlich nicht, und das ist das Erschreckende daran.

Auch die Geschäftsführung von Smithereen wird brutal ehrlich dargestellt: Topher Grace als meditierender Gründer Billy Bauer ist nahezu machtlos gegenüber seiner eigenen Geschäftsführerin und der Justizabteilung des Unternehmens und gibt irgendwann zu, dass ihm sein soziales Netzwerk entglitten ist. Es fällt nicht schwer, sich Mark Zuckerberg vorzustellen, wie er sich mit demselben Problem konfrontiert sieht.

Smithereens ist in ihrer einfachen Erzählweise, aber dennoch genauen Beschreibung unserer Gesellschaft eine der besten Black-Mirror-Folgen seit Langem. Zwar greift die Serie die Probleme sozialer Netzwerke bereits in ihrer ersten Folge auf, Smithereens überzeugt aber durch eine unmittelbare Nachvollziehbarkeit anhand des Alltags vieler Menschen heutzutage - im Grund könnte jeder Smartphone-Nutzer die Hauptfigur Chris sein.

Miley Cyrus kann hervorragend fluchen 
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dreamtide11 13. Jun 2019 / Themenstart

Was soll ich sagen? Bei mir war es exakt genau so. Allerdings habe ich mich bis jetzt...

azeu 12. Jun 2019 / Themenstart

Meine Güte. Sind wir schon zwei :)

azeu 12. Jun 2019 / Themenstart

Was ich mir bei der Folge 1 gewünscht hätte, dass mehr auf das eingegangen wird was au...

azeu 12. Jun 2019 / Themenstart

Bin auch erstaunt um das gesunkene Niveau. In Hollywood scheint wirklich grad ein Virus...

h3nNi 11. Jun 2019 / Themenstart

Plot 1 war schlecht. Es wird das Familienleben als schlecht und langweilig dargestellt...

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