Black Lives Matter: Linux-Kernel könnte "inklusive Sprache" bekommen

Die Linux-Community diskutiert über einen Leitfaden zur Vermeidung von Worten wie Slave oder Blacklist. OpenSSL hat sich dagegen entschieden.

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Ob die Änderungen in den Linux-Kernel aufgenommen werden, ist noch nicht abzusehen.
Ob die Änderungen in den Linux-Kernel aufgenommen werden, ist noch nicht abzusehen. (Bild: Se Mo/Flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Die Diskussionen zur Anpassung oder Änderung von vielfach in der IT genutzten Begriffen wie Master und Slave in Open-Source-Projekten hält weiter an und hat nun auch die Linux-Kernel-Community erreicht. Der bei Intel angestellte Entwickler Dan Williams hat einen entsprechenden Patch auf der Kernel-Mailing-Liste veröffentlicht, der die Linux-Dokumentation erweitert und eben empfiehlt, auf den Begriff Slave sowie auch Blacklist zu verzichten. Der Vorschlag wird unter anderem von Greg Kroah-Hartman unterstützt, der nach Linux-Erfinder Torvalds in der Community als Nummer zwei der Kernel-Entwicklung gilt.

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Der Patch ist als Teil der Coding-Style-Richtlinien des Kernels vorgesehen und erlaubt Ausnahmen von der neuen empfohlenen Sprache, sofern die Worte etwa Teil des Userspace-ABIs sind oder bestehenden Code betreffen, der sich etwa auf Hardware oder externe Protokolle beziehungsweise Standards bezieht. Teil des Patches ist außerdem eine Erweiterung der Dokumentation, die die Hintergründe zu den neuen Empfehlungen diskutiert. Darin wird direkt auf die aktuellen weltweiten Black-Lives-Matter-Proteste Bezug genommen, auch wenn dies nicht explizit genannt wird.

Anders als in vielen anderen Projekten sieht der Patch bisher nicht vor, die darin formulierten Empfehlungen auch direkt in den unzähligen Code-Bestandteilen des Linux-Kernels umzusetzen. Das soll wohl den einzelnen Maintainern überlassen werden und ist damit ein ähnlich zurückhaltender Ansatz, wie ihn die Kernel-Community zunächst auch in der Diskussion um einen Code of Conduct im Jahr 2015 mit ihrem eigenen Code of Conflict gewählt hat.

OpenSSL stimmt gegen Änderungen

Während die Linux-Kernel-Community noch diskutiert und viele andere Projekte derartige Änderungen bereits vorgenommen haben, hat das OpenSSL Management Committee (OMC) als Leitungsgremium des Projekts in einer Abstimmung gegen derartige Änderungen gestimmt. Das hat das OMC mit einer recht kurzen Nachricht über die Abstimmung auf der Mailingliste des Projekts bekanntgegeben.

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Abgestimmt hatte die Leitung über einen Pull-Request des Akamai-Angestellten Rich Salz, der seit Jahren zu OpenSSL beiträgt. Auch diese Code-Veränderung hatte vorgesehen, auf die Nutzung von Master, Slave und Blacklist zu verzichten. Nach mehrwöchiger Diskussion zu dem Thema und der letztlichen Absage dieser Veränderungen hat Salz bereits angekündigt, nicht mehr zu dem Projekt beitragen zu wollen.

Nachtrag vom 13. Juli 2020, 9:04 Uhr

Torvalds hat den Patch zur inklusiven Sprache inzwischen in den Hauptzweig des Linux-Kernels aufgenommen.

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demon driver 14. Jul 2020

[...] Schön, dass du uns auch gleich diese Selbstauskunft noch mitlieferst; da weiß man...

aLpenbog 14. Jul 2020

Es gab in der Geschichte vieles, vieles, vieles das mehr als Negativ war. Ungeschehen...

demon driver 13. Jul 2020

https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blacklivesmatter-george-soros-wie...

ulink 09. Jul 2020

Absichtlich falsch verstehen, Worte und Bedeutung im Munde umdrehen, unverschaemte...

demon driver 08. Jul 2020

Nur weil der länger ist, ist er nicht besser, und zeigt auch fast genausowenig...



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