Black Hornet: Britische Armee späht mit Minidrohnen

Britische Soldaten in Afghanistan setzen Minidrohnen zur Aufklärung(öffnet im neuen Fenster) ein. Die kleinen Hubschrauber sollen es den Soldaten ermöglichen, um eine Ecke oder über eine Mauer zu spähen.




PD-100 Black Hornet(öffnet im neuen Fenster) heißt das unbemannte Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) im Kleinformat. Hergestellt wird die schwarze Hornisse vom norwegischen Unternehmen Prox Dynamics(öffnet im neuen Fenster) .
Klein und leicht
Der unbemannte Hubschrauber ist 10 Zentimeter lang und 2,5 Zentimeter breit, er wiegt gerade mal 16 Gramm. Angetrieben wird er von einem Hauptrotor, der einen Durchmesser von 12 Zentimetern hat, und einem Heckrotor. Das UAV hat eine Reichweite von rund 800 Metern und kann mit einer Akkuladung eine halbe Stunde in der Luft bleiben. Die Fluggeschwindigkeit liegt bei 35 Kilometern pro Stunde.
Der Black Hornet kann entweder ferngesteuert werden, er kann aber auch autonom agieren: Dazu wird ihm eine Route vorgegeben, der er mit seinem GPS folgt. Einsatzgebiet des Black Hornets ist die Aufklärung. Dafür wurde die Drohne mit einer Kamera ausgestattet, die in zwei Achsen bewegt werden kann. Sie liefert in Echtzeit Videos oder Standbilder.
Auspacken und losfliegen
Die Drohne steckt in einem Behälter, der gleichzeitig die Fernbedienung und Bodenstation ist. Das ganze System wiegt etwa ein Kilogramm und passt gut in den Rucksack. Die Drohne ist laut Hersteller innerhalb einer Minute einsatzbereit.
Prox Dynamics hat eine Reihe von Kleinstdrohnen(öffnet im neuen Fenster) entwickelt, darunter auch einen nur 1 Gramm schweren Ornithopter. Der Black Hornet wird seit 2012 in Serie gefertigt.
Die Briten nutzen in Afghanistan in erster Linie größere Drohnen. Mehr als 300 UAVs seien dort im Einsatz, berichtet die BBC(öffnet im neuen Fenster) .



