Ein Training ohne Wettbewerbssituation

"Einige Teilnehmerinnen haben vorher gesagt, ihnen sei egal, ob nur Frauen anwesend seien. Aber im Laufe des Trainings sagten sie, dass die Tatsache, dass nur Frauen anwesend sind, zu einer ganz anderen Atmosphäre geführt habe, als bei anderen Workshops oder Hackdays", berichtet Mara Tam am Rande der Troopers. "Es ist unglaublich anstrengend, wenn dein Geschlecht immer eine Rolle spielt. Viele Frauen erfahren gerade im technischen Bereich nie eine andere Situation. Bei Black Hoodie wollen wir so einen Raum eröffnen."

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Tam ist Expertin für internationales Recht und IT-Fragen, sie lebt in Washington D.C. und ist seit dem ersten Black-Hoodie-Workshop dabei. Mittlerweile ist sie nicht mehr nur Teilnehmerin, sondern auch Mentorin. "Zu keinem Zeitpunkt gab es bei unseren Trainings eine Wettbewerbssituation. Es ging immer darum, sich gegenseitig zu helfen und nicht darum, andere zu übertrumpfen."

Die Nachfrage nach dieser Art von Training ist offenbar groß: "Wir sind stark gewachsen und die Veranstaltung in Luxemburg im Jahr 2017 wurde für den eigentlich geplanten Raum zu groß. Am Ende waren wir 60 Teilnehmerinnen und die Veranstaltung wurde schon in zwei verschiedene Tracks aufgeteilt," sagt Tam. Viele der Teilnehmerinnen hätten vorher nur wenig IT-Bezug gehabt und ausprobieren wollen, ob diese Art der Beschäftigung etwas für sie sei.

Ein solcher Workshop könne auch dazu beitragen, Berührungsängste abzubauen: "Vermutlich werden nur die wenigsten es belebend finden, tagelang auf die Ausgabe eines Decompilers zu starren", sagt Tam. "Es ist auf jeden Fall eine spezielle Art der Beschäftigung." Ein so intensives Training innerhalb weniger Tage könne aber für immense Erfolgserlebnisse sorgen.

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In den Workshops geht es um Handwerkszeug. Es soll klarwerden: Reverse-Engineering ist kein Hexenwerk, sondern etwas, das man erlernen kann. Jede Veranstaltung hat eine bestimmte Binary als Grundlage, so wurde zum Beispiel ein Sample eines IRC Chatbots untersucht. Neben dem Reverse-Engineering von Malware gibt es aber auch Workshops zum Auslesen von Flash-Speichern (Memory-Dumps), Man-in-the-Middle-Angriffe auf die Verbindung zwischen der SIM-Karte und einem Smartphone, Netzwerk-Forensik oder ARM-Shellcode.

Neben dem reinen Lernen ist aber auch die Vernetzung der Teilnehmerinnen ein wichtiges Ziel. Initiatorin Marschalek beschreibt in einem Blogpost, wie ihr auf einmal mehr und mehr Frauen aus den Workshops auf Security-Konferenzen über den Weg laufen und eine Community entsteht, die sich gegenseitig unterstützt und auch in beruflichen Fragen zusammenarbeitet.

Die nächste Ausgabe der Veranstaltung ist übrigens auch schon geplant: für Anfang November in Berlin.

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 Black-Hoodie-Training: "Einmal nicht Alien sein, das ist toll!"
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Neuro-Chef 31. Mai 2018

Geht mir auch so. Daher gönne ich den Frauen und auch jeglicher sonstiger Gruppe von...

SvD 26. Mai 2018

Auch die Statistik sagt nichts in der Richtung. Vielleicht hat der gerne vor sich her...

GodsBoss 24. Mai 2018

Auf was genau bezieht sich das "Lowest Difficulty Setting" denn? Männer sind öfter in...

greentea85 20. Mai 2018

Das hab ich schon gesehen. Ich hab mich etwas unklar ausgedrückt, trotzdem ist es nicht...

ArcherV 19. Mai 2018

Das kann man halt nicht pauschalisieren weil da jeder anders ist. Der Grund für geringes...



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