Black Friday: Amazon-Beschäftigte streiken diesmal international

Zehn Standorte von Amazon in Deutschland werden bestreikt, auch in den USA und Frankreich gibt es Ausstände zum Black Friday.

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Streiks bei Amazon
Streiks bei Amazon (Bild: Reuters)

Zum diesjährigen Black Friday rufen Gewerkschaften in Deutschland, Frankreich und in den USA zum Streik auf. Wie Verdi am 24. November 2022 bekannt gab, kommt es erstmals zu einem internationalen Streiktag bei Amazon. Monika Di Silvestre, bei Verdi zuständig für die Gewerkschaftsarbeit bei Amazon, sagte: "Das ist sehr wichtig, denn einem weltweit agierenden Großkonzern wie Amazon kann man nicht allein lokal, regional oder national begegnen. Wir brauchen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaften."

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So würden Streikende aus dem Fulfillment-Center in Koblenz am Aktionstag ihre Kollegen in Frankreich besuchen; umgekehrt würden Beschäftigte aus dem streikenden Standort Metz im Nordosten Frankreichs in Koblenz erwartet. Arbeitsniederlegungen werde es in insgesamt zehn Fulfillment-Centern von Amazon in Deutschland geben.

Organisiert wird der internationale Aktionstag von UNI Global Union, dem Zusammenschluss von Gewerkschaften aus dem Dienstleistungsbereich. "Es ist höchste Zeit, dass der Tech-Gigant mit seinen ungeheuerlichen Praktiken aufhört, die Betriebsverfassungsgesetze endlich respektiert und mit den Beschäftigten und deren Institutionen in Verhandlungen für bessere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen einsteigt", sagte Di Silvestre.

Arbeiter werden selbstständig aktiv

In den beiden Amazon-Versandzentren in Bad Hersfeld wurden die Beschäftigten bereits selbst am 22. November 2022 aktiv und traten in den Streik, sagte eine lokale Gewerkschaftssprecherin Golem.de auf Anfrage. Verdi rief daraufhin zum Streik auf. "Die Arbeitsbelastung steigt besonders in der Black Friday Woche enorm an. Außerdem müssen die Kollegen die Folgen der rasant steigenden Energiepreise allein schultern, weil das Unternehmen sich weigert, ihnen eine Energieprämie zu zahlen", betonte Gewerkschaftssekretärin Las Mary Douglas Salar.

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Der Konzern erklärte: "Bei Amazon haben die Vorbereitungen für die Black Friday Woche schon vor Monaten begonnen. Unsere Teams freuen sich darauf, die Bestellungen rechtzeitig zu bearbeiten." Im September 2022 erhielten alle in Deutschland in der Amazon-Logistik Beschäftigten eine Gehaltserhöhung. Der umgerechnete Einstiegslohn liege je nach Standort bei 13 Euro brutto pro Stunde.

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