BKA-Statistik: Darknet und Dunkelfelder helfen Cyberkriminellen

Die registrierten Fälle von Cybercrime sind laut BKA spürbar gesunken. Wie schnell jedoch ein hoher Schaden entstehen kann, zeigt der Hack einer Telefonanlage an einer Universität.

Artikel veröffentlicht am ,
Kriminelle nutzen vermehrt die Anonymität des Darknet für ihre Zwecke.
Kriminelle nutzen vermehrt die Anonymität des Darknet für ihre Zwecke. (Bild: Carl Court/Getty Images)

Weniger Fälle, höherer Schaden: Das ist die Bilanz der Computer- und Internetkriminalität in Deutschland im vergangenen Jahr. Während die Zahl der registrierten Delikte um 8,3 Prozent auf fast 46.000 zurückgegangen sei, sei die Schadenssumme im Vergleich zu 2014 um 2,8 Prozent gestiegen, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Mittwoch in seinem Bundeslagebild Cybercrime 2015 mit (PDF). Demnach entstand ein Schaden in Höhe von 40,5 Millionen Euro.

Inhalt:
  1. BKA-Statistik: Darknet und Dunkelfelder helfen Cyberkriminellen
  2. Darknet erschwert Ermittlungen

Der größte Teil davon (35,9 Millionen Euro) entfiel auf sogenannten Computerbetrug, worunter beispielsweise die Manipulation von Online-Banking durch Phishing oder der Betrug mit gefälschten Kreditkarten zählt. Der Schaden in diesem Bereich war im vergangenen Jahr mit einem Minus von 2,8 Prozent jedoch leicht rückläufig. Stark gestiegen ist hingegen der Betrug mit dem Hacking von Telefonanlagen. Hier gab es eine Zunahme des Schadens um 84 Prozent von 2,5 auf 4,6 Millionen Euro.

Ransomware zählt nicht als Computerdelikt

So war Anfang 2015 eine Sicherheitslücke von Fritzboxen bekanntgeworden, wodurch Hacker über den Zugriff auf den Router teure Auslandstelefonverbindungen anwählen konnten. Dem BKA zufolge gelang es unbekannten Tätern im Oktober 2015, die Telefonanlage einer deutschen Hochschule anzugreifen. Innerhalb eines Wochenendes seien rund 12.000 Telefonverbindungen in den Tschad sowie nach Ascension, Liberia und Guinea-Bissau mit einer Verbindungsdauer von etwa 80.000 Minuten über eine Nebenstellennummer aufgebaut worden. Dadurch sei ein Schaden von rund 120.000 Euro entstanden.

Die vor allem in diesem Jahr bekanntgewordenen Fälle von Erpressungsversuchen mit Hilfe von Ransomware und durch DDoS-Attacken zählen in der Statistik jedoch nicht zu den eigentlichen Computerdelikten. Sie tauchen im Lagebild Cybercrime bei den Straftaten mit dem "Tatmittel Internet" auf. Die Zahl der hierunter erfassten 244.528 Delikte lag dabei leicht unter dem Niveau von 2014. Überwiegend handele es sich bei den mit Hilfe des Internets begangenen Straftaten um Betrugsfälle (74,5 Prozent), darunter vor allem Fälle von Warenbetrug.

Sehr großes Dunkelfeld bei Cybercrime

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Das BKA räumte ein, dass bei Cyberkriminalität von einem "sehr großen Dunkelfeld" ausgegangen werden müsse. Untersuchungen belegten, "dass nur ein kleiner Teil der Straftaten in diesem Bereich zur Anzeige gebracht und damit den Strafverfolgungsbehörden bekannt wird". So würden insbesondere geschädigte Firmen Straftaten oft nicht anzeigen, um beispielsweise im Kundenkreis die Reputation als "sicherer und zuverlässiger Partner" nicht zu verlieren. In Erpressungsfällen würden Geschädigte oft nur dann Anzeige erstatten, wenn trotz Zahlung eines Lösegeldes keine Dekryptierung des verschlüsselten Systems erfolge. Der Aufklärungsquote der registrierten Delikte habe bei 32,8 Prozent gelegen. Dies entspricht einem Anstieg um 3,4 Prozentpunkte im Vergleich zu 2014.

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Darknet erschwert Ermittlungen 
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User_x 29. Jul 2016

...dann wären wir wieder bei der homosexualität, scheidungen und anderem, was sich eine...

crackhawk 28. Jul 2016

Vollkommen egal woher die Waffe kommt, innerhalb der EU wird sie in ein Postauto geladen...

whiteghost 28. Jul 2016

auch im Internet. Schnell sperrt euere Kinder ein, sonst finden die den auch noch.

Moe479 28. Jul 2016

bzw. fällt die aussage in die gleiche kategorie wie: fehlende finazkontrolle begünstigt...



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