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Darknet erschwert Ermittlungen

Einen besonderen Fokus legte BKA-Präsident Holger Münch bei der Präsentation des Lagebildes auf die Bedeutung des sogenannten Darknet für die Kriminalität. In den vergangenen Tagen war verstärkt darüber diskutiert worden, weil der Amokläufer von München sich seine Tatwaffe im Darknet besorgt haben soll. Derzeit führe das BKA mehr als 80 Verfahren wegen möglichen Waffen- und Sprengstoffhandels im Darknet und ermittle gegen 85 Verdächtige, sagte Münch nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa.

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Der anonyme Bereich sei zwar wichtig, um verfolgten Menschen die Möglichkeit zur Meinungsäußerung zu geben. Doch es werde auch von "sehr, sehr vielen Kriminellen" genutzt. Deshalb müssten die Strafverfolgungsbehörden mit der Entwicklung Schritt halten können, technisch und personell, sagte der BKA-Chef.

"Die illegalen Foren oder Marktplätze der digitalen Underground Economy spielen eine zunehmend zentrale Rolle bei der Begehung von Straftaten im Bereich Cybercrime", heißt es im Lagebild. Zusätzlich würden insbesondere im Darknet kriminelle Marktplätze betrieben, auf denen illegale Waren erworben werden könnten.

Darknet einfach zugänglich

Die Angebote umfassten demnach Drogen, Waffen, Falschgeld, gefälschte Ausweise, gestohlene Kreditkartendaten oder gefälschte Markenartikel. Zur Bezahlung würden ausschließlich digitale Kryptowährungen akzeptiert. Die Foren und Marktplätze im Darknet seien weltweit und ohne tiefergehende Computerkenntnisse erreichbar.

Durch die technische Abschottung und Anonymisierung stünden herkömmliche Ermittlungs- und Identifizierungsansätze wie IP-Adressen, Domainnamen und verifizierte Nutzerdaten nicht zur Verfügung. Die Nutzung digitaler Zahlungsmittel erschwere die Rückverfolgung von Geldströmen zusätzlich. Die Bekämpfung der Cyberkriminalität, vor allem im Bereich Darknet, stelle daher "einen wesentlichen Schwerpunkt der Aufgabenerledigung des BKA dar", heißt es in einer zusätzlichen Mitteilung zum Darknet. Münch erneuerte die Forderung, auch für den Bereich des Strafrechts die Möglichkeit von Online-Durchsuchungen zu ermöglichen, um etwa Passwörter von Beschuldigten festzustellen. Auch Kommunikationsüberwachung bei digitalen Delikten sei nötig.

Die wenigsten Cyberkriminellen sind Script-Kiddies

Anders als vielfach angenommen, würden Cyberdelikte schwerpunktmäßig nicht von Jugendlichen beziehungsweise sogenannten "Script-Kiddies" begangen. Die am stärksten vertretene Altersgruppe sind der BKA-Statistik zufolge die 21- bis 29-Jährigen mit 29 Prozent der festgestellten Tatverdächtigen. Danach folgen die 30- bis 39-Jährigen mit 24,7 Prozent und schließlich die Gruppe der 40- bis 49-Jährigen mit 18 Prozent. Damit werde weit mehr als die Hälfte (57 Prozent) der registrierten Cybercrime-Delikte von über 30-Jährigen begangen. Auch nutze die organisierte Kriminalität immer häufiger das Internet für ihre Zwecke und begehe Computerdelikte.

Nach Ansicht des Bundeskriminalamts nehmen die von Cybercrime ausgehenden Gefahren für den Privat- und Wirtschaftsbereich sowie die Gesellschaft weiter zu. Trends wie das Internet der Dinge, die Industrie 4.0 oder die zunehmende Nutzung des Internets durch den Privatanwender dürften diese Entwicklung deutlich fördern, "weil sie aus Täterperspektive neue Tatgelegenheiten und neue Tatgelegenheitsstrukturen eröffnen", heißt es abschließend.

 BKA-Statistik: Darknet und Dunkelfelder helfen Cyberkriminellen
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User_x 29. Jul 2016

...dann wären wir wieder bei der homosexualität, scheidungen und anderem, was sich eine...

crackhawk 28. Jul 2016

Vollkommen egal woher die Waffe kommt, innerhalb der EU wird sie in ein Postauto geladen...

whiteghost 28. Jul 2016

auch im Internet. Schnell sperrt euere Kinder ein, sonst finden die den auch noch.

Moe479 28. Jul 2016

bzw. fällt die aussage in die gleiche kategorie wie: fehlende finazkontrolle begünstigt...

RipClaw 27. Jul 2016

Hab ich auch nicht geschrieben oder du hast das missverstanden. Im Artikel wird Skript...


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