BKA: Mehr Cybercrime mit Interesse an Impfstoff

Im vergangenen Jahr haben die Angriffe auf IT-Systeme weiter zugenommen, berichtet das BKA. Ein Ziel seien dabei die Impfstoff-Produzenten.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Kriminelle machen sich im Internet zu schaffen.
Kriminelle machen sich im Internet zu schaffen. (Bild: Pixabay)

Die Attacken von Kriminellen, die in IT-Systeme eindringen, haben im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Wie der Leiter der Abteilung Cybercrime im Bundeskriminalamt (BKA), Carsten Meywirth, am Montag berichtete, stieg die Zahl der Cybercrime-Fälle im vergangenen Jahr um rund 8 Prozent auf mehr als 108.000 an. Das waren mehr als doppelt so viele bekanntgewordene Straftaten auf diesem Gebiet wie im Jahr 2015.

Stellenmarkt
  1. IT-Administrator*in (m/w/d)
    Possehl Spezialbau GmbH, Sprendlingen (Home-Office)
  2. IT Senior Softwareentwickler (m/w/d)
    CG Car-Garantie Versicherungs-AG, Freiburg im Breisgau
Detailsuche

Cybercrime im engeren Sinne definiert das BKA als "Straftaten, die sich gegen das Internet, informationstechnische Systeme oder deren Daten richten". Dazu zählen beispielsweise DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service), die zu einer bewusst herbeigeführten Überlastung des Netzes einer Institution oder eines Unternehmens führen.

Die größte Bedrohung für deutsche Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sind nach Einschätzung der Polizei Ransomware-Angriffe, bei denen mit einer Schadsoftware Datenbestände verschlüsselt werden. Zuletzt musste in den USA eine der größten Benzin-Pipelines wegen eines Ransomware-Angriffes abgeschaltet werden.

Pandemie befeuert Angriffe auf die IT

Seit dem dritten Quartal 2020 wurden dem BKA zufolge vermehrte Angriffe auf Unternehmen und öffentliche Einrichtungen registriert, die bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie relevant sind. Betroffen waren demnach unter anderem Impfportale sowie die gesamte Impfstoff-Lieferkette. Die Polizei stellte zudem fest, dass einige Betreiber von Darknet-Plattformen versuchten, den Verkauf von Fake-Impfstoffen zu unterbinden. Das BKA vertritt die These, dass dies "dem kontinuierlichen Strafverfolgungsdruck der letzten Jahre geschuldet" sei, heißt es im aktuellen Bundeslagebild Cybercrime.

Golem Akademie
  1. Microsoft 365 Security Workshop
    9.-11. Juni 2021, Online
  2. Penetration Testing Fundamentals
    23.-24. September 2021, online
Weitere IT-Trainings

Das BKA sieht vor allem drei Gründe für den Anstieg im Bereich der Cyberkriminalität: mehr Tatgelegenheiten durch die stark voranschreitende Digitalisierung, eine Professionalisierung der Täter und ein wachsendes Angebot für technisch weniger versierte Kriminelle, sich Schadsoftware und andere Cybercrime-Tools als Dienstleistung zu beschaffen. Beispielsweise Ransomware-as-a-Service.

Laut Polizeistatistik wurde von den in 2020 bundesweit erfassten 108.474 Cybercrime-Fällen etwas weniger als jeder dritte aufgeklärt. Die Aufklärungsquote blieb damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Raumfahrt
Astra startet mit großen Ambitionen Billigraketen in Alaska

Mit 250.000 US-Dollar sollen die Raketen von Astra zum Preis eines Sportwagens hergestellt werden können. Wie will die Firma das schaffen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Raumfahrt: Astra startet mit großen Ambitionen Billigraketen in Alaska
Artikel
  1. Ubisoft: Avatar statt Assassin's Creed
    Ubisoft
    Avatar statt Assassin's Creed

    E3 2021 Als wichtigste Neuheit hat Ubisoft ein Spiel auf Basis von Avatar vorgestellt - und Assassin's Creed muss mit Valhalla in die Verlängerung.

  2. Fifa, Battlefield und Co.: Der EA-Hack startete mit Cookies für 10 US-Dollar
    Fifa, Battlefield und Co.
    Der EA-Hack startete mit Cookies für 10 US-Dollar

    Die Hacking-Gruppe erklärt dem Magazin Motherboard Schritt für Schritt, wie der Hack auf EA gelang. Die primäre Fehlerquelle: der Mensch.

  3. Onlinetickets: 17-Jähriger betrügt Bahn um 270.000 Euro
    Onlinetickets
    17-Jähriger betrügt Bahn um 270.000 Euro

    Mit illegal erworbenen Onlinetickets soll ein 17-Jähriger die Bahn um 270.000 Euro geprellt haben. Entdeckt wurde er nur durch Zufall.

Eheran 10. Mai 2021 / Themenstart

Und wieviel davon waren DDoS? Ohne weiteres kann ich das auch nicht dem Bericht...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Alternate (u. a. MSI Optix 27" WQHD/165 Hz 315,99€ und Fractal Design Vector RS Blackout Dark TG 116,89€) • Fractal Design Define S2 Black 99,90€ • Intel i9-11900 379€ • EPOS Sennheiser GSP 600 149€ • Amazon: PC-Spiele reduziert (u. a. C&C: Remastered Collection 9,99€) [Werbung]
    •  /