BKA gegen Geldwäsche: Polizei zerschlägt großen Bitcoin-Mixer Cryptomixer

Strafverfolgern aus Deutschland und der Schweiz ist in der vergangenen Woche offenbar ein großer Schlag gegen Bitcoin-basierte Geldwäsche-Aktivitäten gelungen. Laut einer Pressemitteilung von Europol(öffnet im neuen Fenster) wurde im Rahmen einer Aktionswoche der Kryptowährungsmixer Cryptomixer vom Netz genommen. Auch einige Server, Daten und Krypto-Bestände konnten dabei beschlagnahmt werden.
Die besagte Aktion fand vom 24. bis zum 28. November statt. Beteiligt waren den Angaben zufolge das deutsche BKA, die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main sowie die Zürcher Polizei und Staatsanwaltschaft. Europol koordinierte unter anderem den Informationsaustausch zwischen den Behörden.
Den Einsatzkräften ist es den Angaben nach gelungen, drei Server, mehrere Mail-Accounts, zwölf TByte an Daten sowie Bitcoin im Wert von 25 Millionen Euro zu beschlagnahmen. Auch die Domain cryptomixer.io wurde von den Strafverfolgern übernommen. Wer die auch über das Darknet erreichbare Webseite des Mixers aufruft, findet dort nun ein Beschlagnahmungsbanner vor, das auf die Zerschlagung hinweist.
1,3 Milliarden Euro in Bitcoin gewaschen
Cryptomixer wurde den Angaben zufolge von Kriminellen dafür genutzt, die Rückverfolgbarkeit von Zahlungsströmen zu erschweren. Betroffen sind davon beispielsweise Geldströme, die mit Drogenhandel, Waffenhandel, Ransomware-Angriffen, Betrugsaktivitäten und anderen Cybercrime-Aktivitäten in Verbindung gebracht wurden.
Dafür werden üblicherweise Krypto-Einzahlungen von verschiedenen Nutzern gesammelt und zufällig über verschiedene Wallets umgeleitet, so dass am Ende kaum noch nachvollziehbar ist, welche Coins aus welcher Quelle stammen. Andere bekannte Dienste, die ebenfalls für eine solche Anonymisierung genutzt wurden, sind Tornado Cash und Chipmixer .
Der Dienst Cryptomixer soll seit 2016 betrieben worden sein und seitdem Bitcoin-Transaktionen im Umfang von über 1,3 Milliarden Euro verschleiert haben. Dem Betreiber wird vorgeworfen, durch seinen Kryptowährungsmixer Cyberkriminalität und Geldwäsche begünstigt zu haben. Laut Bundeskriminalamt(öffnet im neuen Fenster) galt Cryptomixer "als einer der größten Bitcoin-Mixer" .



