Abo
  • Services:

BKA: Ab Herbst 2015 soll der Bundestrojaner einsetzbar sein

Der Bundestrojaner - eine Software zur Überwachung der Telekommunikation Verdächtiger - soll im Herbst 2015 zum Einsatz bereit sein. Das kündigte Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA) an. Damit soll die Kommunikation noch vor einer eventuellen Verschlüsselung angezapft werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Bundestrojaner angeblich ab Herbst 2015 einsatzbereit
Bundestrojaner angeblich ab Herbst 2015 einsatzbereit (Bild: Andreas Donath)

Wer verschlüsselt und von der Polizei wegen des Verdachts auf Straftaten überwacht werden soll, kann sich künftig nicht mehr unbedingt auf Verschleierungs- und Verschlüsselungsverfahren verlassen - zumindest laut BKA-Chef Holger Münch, der angekündigt hat, dass eine von seiner Behörde entwickelte Software zur Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ), der sogenannte Bundestrojaner, ab Herbst 2015 zur Verfügung steht.

Stellenmarkt
  1. Güntner GmbH & Co. KG, Fürstenfeldbruck Raum München
  2. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Schweinfurt

"Wir entwickeln ein Instrument, mit dem wir - nach richterlicher Genehmigung - an den Computer des mutmaßlichen Täters gehen, bevor er seine Kommunikation verschlüsselt", sagte Münch dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

Bei der Quellen-TKÜ wird die Telekommunikation beispielsweise per Skype oder Whatsapp direkt auf dem Rechner überwacht, in dem die Kommunikation vor der Verschlüsselung mitgeschnitten wird. Dies unterliegt geringeren rechtlichen Hürden als die Online-Durchsuchung, erfordert aber eine richterliche Anordnung.

Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums, Pamela Müller-Niese, sagte Golem.de im Januar 2015: "Wenn die Entschlüsselung in laufenden Ermittlungsverfahren auf richterlichen Beschluss hin aufgrund der eingesetzten Verschlüsselungstechnik nicht gelingt, muss die Verschlüsselung umgangen werden, um eine effektive Strafverfolgung beziehungsweise Gefahrenabwehr sicherzustellen." Dies könne durch den Einsatz von Quellen-TKÜ erfolgen. Damit könne "laufende Telekommunikation, die in verschlüsselter Form stattfindet, bei abgehender Kommunikation vor der Verschlüsselung beziehungsweise bei eingehender Kommunikation nach der Entschlüsselung ausgeleitet werden", sagte Müller-Niese.

Damals warnte der Präsident des Bundesverbands IT-Mittelstand (Bitmi), Oliver Grün: "Wenn jede Kommunikation - egal wie gut sie gesichert ist - theoretisch mit einem Knopfdruck von Sicherheitsbehörden umgangen werden kann, entsteht eine enorme Gefahr des Missbrauchs."

Das BKA wolle entsprechende Dienstleistungen den Bundesländern gegen Geld zur Verfügung stellen, sagte Münch dem Spiegel weiter. Der BKA-Chef ist der Meinung, dass die Polizeibehörden der Länder gegen den wachsenden Anteil der Banden- und organisierten Kriminalität allein nicht erfolgreich sein können. Das BKA biete seine Unterstützung an, es werde Daten sammeln, auswerten und Ermittlungen koordinieren.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 9,99€
  2. 35,99€
  3. 47,67€ (Bestpreis!)
  4. (-73%) 7,99€

Atalanttore 11. Jul 2015

Nach einer streng geheimen, von der NSA finanzierten Studie verhindern Staatstrojaner...

Atalanttore 11. Jul 2015

Viel Eindruck wird das BKA bei der NSA damit aber nicht schinden können. Die haben ganz...

Atalanttore 11. Jul 2015

Die alte Mitläufer-Mentalität: Alle wissen es, aber fast jeder schaut weg.

Der Held vom... 27. Apr 2015

Das denke ich auch. Womit sich allerdings der Sinn der ganzen Aktion erledigt hat, denn...

chellican 27. Apr 2015

Es steht in dem Artikel nichts davon, dass der Trojaner vor dem Bootvorgang greift...


Folgen Sie uns
       


Smartphones Made in Germany - Bericht

Gigaset baut Smartphones - in Deutschland.

Smartphones Made in Germany - Bericht Video aufrufen
Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Miix 630 Lenovos ARM-Detachable kostet 1.000 Euro
  2. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  3. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018

Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
Raumfahrt
Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa

Die neuen Raumschiffe von Boeing und SpaceX verspäten sich und werden wohl erst 2020 mit Crew fliegen. Die Aufsichtsbehörde der US-Regierung sieht einen Teil der Schuld beim Chaos im Nasa-Management.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Parker Solar Probe Sonnen-Sonde der Nasa erfolgreich gestartet
  2. Parker Solar Probe Nasa verschiebt Start seiner Sonnen-Sonde
  3. Raumfahrt Die neuen Astronauten für SpaceX und Boeing

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

    •  /