Bittorrents: BTindex entblößt IP-Adressen

Die Crawler der Webseite BTindex sammeln nicht nur Torrents, sondern stellen auch die IP-Adressen von Nutzern ins Netz. Dass deren Adressen im DHT-Netz bekannt sind, ist zwar nicht neu, selten werden sie aber so deutlich gezeigt.

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Die Webseite BTindex sucht nach Torrents, und listet sie sowie die IP-Adressen der Nutzer auf.
Die Webseite BTindex sucht nach Torrents, und listet sie sowie die IP-Adressen der Nutzer auf. (Bild: BTindex/Screenshot: Golem.de)

BTindex sammelt automatisch in Bittorrents DHT-Netzwerk verfügbare Dateien und listet sie auf seiner Webseite auf. Einige Nutzer dürfte es verunsichern, dass dort auch die IP-Adressen derjenigen aufgelistet werden, die die Datei heruntergeladen haben und als Peers weiter verbreiten. Denn bei einem Großteil der Downloads handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um illegale Inhalte. Wer sich nicht hinter einem VPN versteckt, sollte vorsichtig sein.

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Wer hinter der Webseite steckt, ist nicht bekannt. Laut Torrentfreak sucht ein Crawler nach vorhandenen Dateien in Bittorrents DHT-Netzwerk und ergänzt damit eine Liste auf der Webseite. Dort werden aber nicht nur erhältliche Dateien aufgezeigt, sondern auch die IP-Adressen derjenigen, die die Dateien beispielsweise von The Pirate Bay oder anderen Torrentseiten heruntergeladen haben. Sie werden als Seeder dort aufgeführt.

Download-Historie

Darüber hinaus kann die jeweilige IP-Adresse ebenfalls angeklickt werden. Dann erscheinen alle Downloads, die darüber getätigt wurden. Ein Zeitstempel, wann die IP-Adresse zuletzt mit einer Datei in Verbindung gebracht wurde, gibt es dort ebenfalls. Außerdem zeigt die Webseite an, in welchen Ländern bestimmte Dateien am populärsten sind. Ob der Crawler auch eindeutige Fingerabdrücke von den gelisteten Rechnern speichert, ist unklar. Angezeigt werden sie aber nicht. Auch wenn die meisten IP-Adressen flüchtig sind, an Hand des Zeitstempels ließe sich nachvollziehen, welcher Nutzer damit gerade online war, sofern ein ISP solche Daten auch speichert.

Mit DHT (Distributed Hash Table) lassen sich Torrents auch ohne zentrale Tracker-Server wie The Pirate Bay im Netz anbieten. Dabei wird jeder Client selbst zum Tracker, der aber jeweils nur einen kleinen Teil des Hashwerts beisteuert, der ein Torrent eindeutig identifiziert. Nutzer können diese Funktion in den meisten Clients deaktivieren.

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Die Medienindustrie nutzt ähnliche Verfahren, um Urheberrechtsverletzungen aufzuspüren. Die Seite hätte das Potenzial, dass sich die Nutzer zweimal überlegen, was sie herunterladen, wenn ihre Aktivitäten so einfach öffentlich einsehbar sind.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Webseite die IP-Adressen von Bittorrent-Nutzern sammelt und anzeigt. 2011 ging die Webseite youhavedownloaded.com für wenige Monate online. Sie zeigte einem Nutzer an, ob seine IP-Adresse für Filesharing-Dienste genutzt und welche Inhalte heruntergeladen und mit anderen geteilt wurden. Eigenen Angaben zufolge hatte die Webseite über 50 Millionen Nutzer in der Datenbank. Es sollen rund 100.000 Torrents mit etwa 1,9 Millionen Dateien erfasst worden sein.

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Kondom 10. Aug 2014

Und was hat das mit DHT zu tun? Achja....gar nichts.

furanku1 10. Aug 2014

Nicht wenn ich danebensitze und einen halben Nachmittag zum Neuaufsetzen Zeit habe. Oder...

grorg 09. Aug 2014

Und am 8. Tag erschuf Gott den ALT.

Sebbi 09. Aug 2014

http://btindex.org/peer/109.201.154.241 Ganz schön viele Downloads ...

kernpanik 09. Aug 2014

Oder umgekehrt: Wer vorsichtig sein will, versteckt sich besser hinter einem VPN.



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