Abo
  • Services:

Bittorrent: Popcorn Time erhielt Angebote für Spyware

Das Team von Popcorn Time hat angeblich viele Angebote von Kriminellen bekommen. Der führende Entwickler will aber alle ausgeschlagen haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Popcorn Time
Popcorn Time (Bild: Screenshot Golem.de)

Die Entwickler des Streaming-Tools Popcorn Time hätten viele Angebote von Kriminellen erhalten. Das sagte der Kopf der Entwicklergruppe, Federico Abad, dem Onlinemagazin Torrentfreak. "Sie sagten, wir könnten bis zu 10.000 US-Dollar pro Woche verdienen." Sie boten für jede Infektion eines Systems mit Spyware oder Malware über Popcorn Time 5 US-Dollar.

Stellenmarkt
  1. Südwestrundfunk, Stuttgart
  2. Merz Pharma GmbH & Co. KGaA, Reinheim

Andere hätten an die Passwörter der Popcorn-Time-Nutzer gewollt. Abad schätzt, dass die illegalen Angebote zusammengerechnet 100 Millionen US-Dollar eingebracht hätten. "Wir haben alle Angebote abgelehnt. Wir machten das nicht für Geld. Wir wollten einfach nur einen guten Service schaffen, nicht etwas, das die Rechner der Menschen ruiniert", sagte er.

Streaming aktueller Serien und Filme über Bittorrent

Nutzer von Popcorn Time müssen eine 26-MByte-Datei herunterladen und installieren, bevor auf Filme zugegriffen werden kann. Popcorn Time bietet Streaming aktueller Serien und Filme über Bittorrent an. Dabei wird der Stream vom Empfänger gleichzeitig angesehen und anderen zur Verfügung gestellt: Nutzer von Portalen wie Popcorn Time sehen sich einen vermeintlichen Stream an, laden diesen Film aber auch automatisch per Bittorrent hoch. Damit wird die Datei genauso geteilt wie beim direkten Filesharing, also für die Filmstudios nachweisbar eine Urheberrechtsverletzung begangen. Die Feststellung der IP-Adresse über Bittorrent stellt kein Problem dar. Wie die GVU Golem.de mitteilte, werde von der Filmindustrie weltweit versucht, die Software zu blockieren.

Die Mitglieder des ersten Kernteams, das die Software geschaffen hatte, hätten die Entwicklergruppe verlassen, weil Popcorn Time zu schnell populär geworden sei. Abad sei allein zurück geblieben. Er habe es jedoch geschafft, ein neues Team zusammenzubringen, in dem sich weltweit einhundert Personen engagierten. Die ganze Nacht hindurch sei entwickelt worden, erinnert er sich.

Auf ihren persönlichen Linkedin-Seite bekamen die Popcon-Time-Programmierer Nachrichten von einem Anwalt des Filmstudios Warner Brothers. Um Klagen und Schadensersatzforderungen zu vermeiden, habe sich das Team im März 2014 aus der Entwicklung der Software zurückgezogen.

Popcorn Time liegt als Open Source vor, es gibt verschiedene Forks. Abad selbst vertraue nur dem unter PopcornTime.io.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 83,90€
  2. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)

chefin 11. Sep 2015

Du brauchst dann einen VPN-Anbieter der Bulletproof ist. Also nichts rausgibt, auch nicht...

chefin 11. Sep 2015

Du hörst nichts von solchen Abmahnungen, weil es da keine Abmahnungen gibt sondern gleich...


Folgen Sie uns
       


Windows 10 on Snapdragon - Test

Wir schauen uns Windows 10 on ARM auf zwei Snapdragon-Notebooks an.

Windows 10 on Snapdragon - Test Video aufrufen
Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Nach tödlichem Unfall Uber entlässt 100 Testfahrer für autonome Autos
  2. Autonomes Fahren Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley
  3. Kooperationen vereinbart Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

    •  /