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Bittorrent, Cardano, Ripple: Altcoins sind nicht unbedingt die besseren Bitcoins

Es gibt nicht nur Bitcoins, sondern auch etliche Altcoins. Manche davon gelten als technischer Durchbruch, weniger risikoreich sind sie deswegen aber nicht.

Eine Analyse von Stephan Skrobisch veröffentlicht am
Zum Bitcoin gibt es einige Alternativen.
Zum Bitcoin gibt es einige Alternativen. (Bild: Stephan Skrobisch)

Mit Kurssprüngen von bis zu 52.850 Prozent, wie man sie bei der Kryptowährung Neo erlebt hat, wittern nicht nur Risikokapitalgeber das große Geschäft. Auch private Kleinanleger können so eine Menge Geld verdienen - in der Theorie zumindest. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin, daneben sind aber inzwischen einige alternative Währungen, sogenannte Altcoins wie Cardano, Bittorrent, Ripple und Ziliga entstanden. Wer in diese Währungen investiert, verspricht sich wie Bitcoin-Anleger davon eine gute Rendite. Aber irgendwie auch, dass man damit in eine bessere Kryptowährung investiert - eine Rechnung, die jedoch nicht ganz aufgeht.

Inhalt:
  1. Bittorrent, Cardano, Ripple: Altcoins sind nicht unbedingt die besseren Bitcoins
  2. Weniger Rechenaufwand bei gleicher Geschwindigkeit

Zunächst einmal sind Altcoins zwar günstig, nämlich für unter 5 US-Dollar, zu haben, aber sie sind auch hochspekulativ - quasi die Pennystocks der Gegenwart. Zeigen lässt sich das am Beispiel der chinesischen Kryptowährung Neo: Am 7. Mai 2017 lag der Wechselkurs bei knapp 0,50 US-Dollar. Es folgte ein rasanter Anstieg, der am 17. Januar 2018 mit 144 US-Dollar seinen Höhepunkt erreichte. Knapp zehn Monate später, am 3. Oktober 2018, war ein Neo-Coin nur noch rund 18 US-Dollar wert. Stand heute (April 2021) lassen sich die Coins für 83 US-Dollar erwerben. Anleger, die vor vier Jahren 100 US-Dollar in die Währung investiert haben, erhielten dafür 200 Coins. Diese ließen sich Anfang 2018 für satte 28.800 US-Dollar wieder abstoßen. Wer hingegen erst zu Beginn des Jahres 2018 bei Neo eingestiegen ist, hat sich bis heute noch nicht von dem Verlust erholen können.

Nobody knows if a stock is going up, down or f*cking sideways

Wie Jordan Belfort sagte: "Niemand weiß, ob eine Aktie steigen, fallen oder sonst was machen wird." (Nobody knows if a stock is going up, down or f*cking sideways.) Dies gilt natürlich auch für Kryptowährungen. Wenn die digitalen Coins in der Vergangenheit eines gezeigt haben, dann sind es instabile Wechselkurse. Somit ist es nicht verwunderlich, dass viele Experten von einer Blase wie zu Dotcom-Zeiten sprechen.

Allerdings lassen sich Anleger beeinflussen. Manchmal reicht hierfür ein simpler Tweet aus. So geschehen im Februar dieses Jahres, als der Tesla-CEO Elon Musk der Kryptowährung Dogecoin mit einer Reihe von mittlerweile gelöschten Posts zu einem Allzeithoch verhalf. Musk veröffentlichte unter anderem ein Meme, bei dem eine Szene aus dem Disney-Film König der Löwen abgewandelt wurde.

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Die Peer-to-Peer-Währung war ursprünglich 2013 als Parodie auf den Bitcoin entstanden. Am 3. November 2020 - mit einem Wechselkurs von 0,002 US-Dollar pro Coin - nahm sie auch noch niemand ernst. Mittlerweile zahlen Anleger jedoch 0,68 US-Dollar für einen Dogecoin.

Da stellt sich die Frage, was passieren würde, wenn sich Elon Musk in der Öffentlichkeit beziehungsweise auf seinem Twitter-Account einmal negativ über eine Kryptowährung äußert. Aber auch Jeff Bezos oder Tim Cook könnten mit einem Tweet für reichlich Bewegung sorgen.

Altcoin-Kurse hängen am Bitcoin-Kurs

Altcoin-Kurse sind also hochgradig beeinflussbar - und zwar auch durch den Kurs des Bitcoin selbst. Bitcoins sind definitiv Wegbereiter für die Akzeptanz von Kryptowährungen. Mit immer neuen Rekorden beim Wechselkurs steigen auch das Verlangen der Anleger und der Preis der Altcoins.

KRYPTOWÄHRUNGEN - Das 1x1 der Investments in Bitcoin & Altcoins: Wie Sie die Blockchain richtig verstehen lernen, in Kryptowährungen intelligent investieren und maximale Gewinne erzielen

Im Umkehrschluss sind jedoch fallende Bitcoin-Kurse auch für Wertverluste bei den Alternativen verantwortlich. In jüngster Vergangenheit sorgte genau dies dafür, dass sich auf dem Kryptomarkt 300 Milliarden US-Dollar in Luft auflösten. In der Nacht vom 17. auf den 18. April 2021 büßte der Bitcoin 15 Prozent seines Wertes ein und fiel auf 53.000 US-Dollar. Im gleichen Zeitraum ging es unter anderem ebenfalls für Ethereum und Ripple auf Talfahrt.

Auch zahlreiche andere Kryptowährungen vermeldeten einen zweistelligen Verlust. Auslöser waren Gerüchte, die besagten, dass das US-amerikanische Finanzministerium in naher Zukunft gegen Kryptowährungen vorgehen wolle, da diese für illegale Aktivitäten - insbesondere Geldwäsche - genutzt werden. Bestätigt wurde dies bislang nicht.

Die jüngsten Ereignisse zeigen, dass Kryptowährungen generell sehr anfällig sind. Durch Marktmanipulationen können Anleger schnell leer ausgehen. Denkbar ist auch, dass eine Kryptowährung (oder das ganze System der Kryptowährungen) verboten wird. Ebenfalls nicht ausgeschlossen ist ein Szenario wie bei der Dotcom-Blase, als insbesondere Kleinanleger ihr gesamtes eingesetztes Kapital verloren. Dass Unternehmen von heute auf morgen einfach verschwinden können, zeigen unter anderem die Rug Pulls auf der Binance Smart Chain (BSC).

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Sebit 08. Mai 2021 / Themenstart

Und wo willst Du da die Grenze ziehen? Es gibt genug Anwendungsfälle, die nichts mit...

gasm 06. Mai 2021 / Themenstart

Und Bitcoin? Hat es keinen Seltenheitswert? Leute, wir digitalisieren alles was man...

AssassinNr1 05. Mai 2021 / Themenstart

"Zunächst einmal sind Altcoins zwar günstig, nämlich für unter 5 US-Dollar, zu haben...

Steffo 05. Mai 2021 / Themenstart

Also IOTA hat mittlerweile viel mehr Use Cases. Z. B. Smart Contracts oder Digital Identity.

smonkey 05. Mai 2021 / Themenstart

Schön dass Du meinst, ich wäre nicht belesen genug. Vielleicht bist Du ja belesen genug...

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