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Screenshot von Bitscope DSO
Screenshot von Bitscope DSO (Bild: Alexander Merz/Golem.de)

Bitscope Micro im Test: Oszilloskop und Logic Analyzer für den Bastelrechner

Screenshot von Bitscope DSO
Screenshot von Bitscope DSO (Bild: Alexander Merz/Golem.de)

Bitscope bewirbt sein kleinstes Modell zum Messen elektrischer Signale explizit mit seiner Kompatibilität zum Raspberry Pi. Die gibt es zwar, aber nicht unbedingt so, wie es der Hersteller meint.

Das Bitscope Micro misst, analysiert und erzeugt elektrische Signale. Seine Funktion als Oszilloskop, Logic Analyzer und Signalgenerator erfüllt es aber erst mit der entsprechenden Software auf einem Computer. Nicht nur aufgrund seiner geringen Größe und des kleinen Preises, sondern, weil diese Software auch für das Raspberry Pi verfügbar ist, bewirbt der Hersteller es explizit als das Oszilloskop für den Bastelrechner. Nun ist das Raspberry Pi nicht der leistungsfähigste Rechner. Deshalb waren wir neugierig, ob es von der Aufgabe überfordert ist.

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Kleiner Preis schlägt sich bei der Technik nieder

Obwohl das Gerät mit 109 Euro deutlich günstiger ist als bisherige kommerzielle Angebote - ein Preisbrecher ist das Bitscope Micro nicht: Es gibt nur sechs Digital- und zwei Analogeingänge, die mit einer Abtastrate von 20 Megasamples pro Sekunde (MS/s) für die analoge Erfassung und 40 MS/s für digitale Signale arbeiten. Der Speicher ermöglicht gerade einmal die Erfassung von 12 KS (Kilosamples) bei einem einzelnen Kanal und verringert sich bei der Nutzung mehrerer Kanäle entsprechend. Kein Eingang darf mit mehr als 12 Volt gespeist werden. Mit an Bord ist allerdings auch ein Signalgenerator.

  • Bitscope Micro - Oberseite (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Bitscope Micro - Unterseite (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Messpins sind ungeschützt, die mitgelieferten Krokodilsklemmen recht klein. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Bitscope Logic, ein Logic Analyzer - hier mit einer I2C-Analyse (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • Bitscope DSO, ein Oszilloskop - hier mit einem PWM-Signal (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
Bitscope Micro - Oberseite (Foto: Alexander Merz/Golem.de)

Das Bitscope kommt auf einer einzelnen Platine daher, deren Größe ungefähr der eines langen Ferrero-Kinderriegels entspricht. An einem Ende befindet sich der USB-Anschluss für den Rechner, am anderen Ende eine Pin-Leiste zum Anschließen der Messfühler. Zehn recht kleine Krokodilsklemmen in unterschiedlichen Farben liegen dem Gerät als Messfühler bei. Wer Messkontakte aus der Profiliga nutzen möchte, kommt um einen Adapter für die Pins beziehungsweise die Pin-Leiste nicht herum, sei es von Bitscope selbst oder aus dem Eigenbau.

Zum Schutz steckt die Platine in einem Schrumpfschlauch, inklusive des angesteckten USB-Kabels. Damit wird das Bitscope als wasserdicht vermarktet - paradoxerweise sind aber gerade die Messanschlüsse vollkommen ungeschützt. Eine Kappe wäre schon allein wegen der Biegegefahr der Pins eine gute Idee gewesen.

Umfangreiche Software ist kostenlos

Das Bitscope Micro arbeitet als digitales Speicheroszilloskop. Es muss durch eine entsprechende Steuerungssoftware konfiguriert werden. Dann nimmt es die Messung vor und überträgt die ermittelten Daten in einem Rutsch an den Computer, wo sie von der Software verarbeitet werden - was zumeist heißt: Sie werden grafisch dargestellt.

Bitscope bietet eine Reihe von GUI-Programmen, die jeweils verschiedene Mess- und Auswertungsmethoden erlauben. Für die meisten Anwender dürften die Programme Bitscope DSO für die Oszilloskop-Funktion und Bitscope Logic für die Analyse logischer Signale interessant sein. Bitscope Generator dient zur Signalerzeugung, mit Bitscope Meter werden Ströme und Frequenzen gemessen. Bitscope Chart ist ein reines Aufzeichnungswerkzeug für die spätere Auswertung der Signale.

Dazu kommen eine API, um in eigenen Programmen Daten zu erfassen und auszuwerten, sowie ein Serverprogramm, das die Messdaten über das Netzwerk bereitstellen kann.

Die Programme laufen sowohl unter Windows als auch unter OS X und es gibt fertige Binaries für Linux. Die Linux-Binaries gibt es inzwischen auch für ARM-basierte Distributionen - daher auch die Werbung der Kompatibilität des Bitscope Micro mit dem Raspberry Pi.

Zähes Messen mit dem Raspberry Pi 

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iceananas 11. Jan 2015

Du hast die Anzahl der aufgestapelten iphones vergessen.

EQuatschBob 09. Jan 2015

Ich habe wirklich keine Lust mehr auf Firmen wie NI, die zwar gute Hardware liefern, aber...

tritratrulala 09. Jan 2015

Für 100 EUR hab ich zuletzt ein billiges älteres Gerät von UNI-T erstanden. Man mag...

pythoneer 09. Jan 2015

Da muss ich dir recht geben. Als "Spielzeug" zu teuer und für ein ambitioniertes Hobby...

derdiedas 09. Jan 2015

Das beste am Rigol ist, das man es recht einfach auf die 100MHz Variante "hacken...



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