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Bitkom zur DSGVO: "KI ohne Daten ist wie ein Schwimmbad ohne Wasser"

Der Präsident des IT-Branchenverbandes Bitkom fordert eine neue Diskussion über Privatsphäre und die Nutzbarkeit von Daten durch die Wirtschaft. Seiner Ansicht nach könnte die Datenschutz-Grundverordnung zu Nachteilen vor allem im Bereich der künstlichen Intelligenz führen.

Artikel veröffentlicht am ,
Achim Berg ist Präsident des Bitkom.
Achim Berg ist Präsident des Bitkom. (Bild: Bitkom)

Bitkom-Präsident Achim Berg fordert, die Auswirkungen der Datenschutz-Grundverordnung genau zu beobachten. Falls sich Wettbewerbsnachteile für die EU abzeichnen sollten, müsste das Gesetz eventuell nachgebessert werden, sagte er dem Handelsblatt in einem Interview. Zuletzt hatte Angela Merkel der Wirtschaft Entgegenkommen signalisiert, hatte aber keine konkreten Änderungswünsche oder Verbesserungen verkündet.

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Nach Angaben von Berg hätten sich die meisten Unternehmen schon mit den Anforderungen der DSGVO beschäftigt, viele würden auch an der Umsetzung arbeiten. Eine ganze Reihe von Unternehmen habe aber "erst spät begriffen, wie umfangreich die Anpassungen sind." Diese müssten dann "über den Stichtag hinaus mehr Ressourcen für den Bereich Datenschutz aufwenden." Die meisten Unternehmen würden es aber vermutlich nicht schaffen, bis zum 25. Mai 2018 alle Neuerungen vollständig umzusetzen. Die Aufsichtsbehörden seien hier gefragt, ihren Ermessensspielraum bei der Verhängung von Strafen wahrzunehmen.

Änderungswünsche können sich nach Meinung von Berg vor allem im Bereich der künstlichen Intelligenz ergeben. Wörtlich sagte er: "Aktuell blicken alle auf künstliche Intelligenz (KI). KI ohne Daten ist wie ein Schwimmbad ohne Wasser. Wenn wir im Datenschutz überziehen, verhindern wir den Einsatz künstlicher Intelligenz." Es gelte daher, eine neue Balance zwischen dem Schutz der Privatsphäre und der Nutzung von Daten zu finden. Falls sich ein Wettbewerbsnachteil ergebe, müsste der europäische Gesetzgeber womöglich noch einmal aktiv werden - weil der nationale Einfluss bei der Anpassung gering sei.

Seitdem die DSGVO beschlossen wurde, gibt es immer wieder Kritik, vor allem vonseiten der Wirtschaft. Unternehmen beklagen vor allem mehr Bürokratie, etwa wenn die Einwilligung der Nutzer aufwendig dokumentiert werden muss. Verbraucher bekommen mehr Auskunfts- und Korrekturrechte über Daten, außerdem ein Recht auf Datenportabilität.



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plutoniumsulfat 16. Mai 2018

Das ist völlig normal, das machen Ladengeschäfte genauso.

GDPRFan 15. Mai 2018

Die ganze Polemik auf beiden Seiten geht doch komplett am eigentlichen Thema vorbei. Ziel...

/mecki78 15. Mai 2018

Braucht eine KI Daten? Natürlich braucht sie das. Müssen das aber Daten mit Personenbezug...

Daniel Stefanovski 15. Mai 2018

Es geht hier nur um die Daten von potentiellen Kunden und dabei stört die DSGVO...

logged_in 15. Mai 2018

Einen Mann mit solchen Gedanken an der Spitze zu haben... Das ist ja fast eine Drohung...


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