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Bitkom warnt: Nur wenige Nutzer ändern das Standardpasswort ihres WLANs

Die meisten Heimnetze sind offenbar nur unzureichend geschützt. Lediglich 9 Prozent aller Nutzer ändern das vorkonfigurierte WLAN - Passwort .
/ Marc Stöckel
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Viele Nutzer ändern das Standardpasswort ihres WLANs nicht. (Bild: pixabay.com/USA-Reiseblogger)
Viele Nutzer ändern das Standardpasswort ihres WLANs nicht. Bild: pixabay.com/USA-Reiseblogger

Weniger als zehn Prozent aller Nutzer in Deutschland sichern ihr heimisches WLAN mit einem eigens erstellten Passwort ab. Zu diesem Ergebnis kam der Bitkom, der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche, im Rahmen einer repräsentativen Befragung unter 1.134 Teilnehmern ab 18 Jahren.

Die allermeisten Anwender ließen das vom jeweiligen Hersteller voreingestellte Passwort ihres WLAN-Zugangspunktes bestehen, erklärte der Verband in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) . Insgesamt sichern den Angaben zufolge 97 Prozent aller Nutzer ihr WLAN mit einem Passwort ab, die übrigen 3 Prozent verzichten offenbar gänzlich auf diesen Schutz.

Außerdem ändern gerade einmal 3 Prozent ihr WLAN-Passwort regelmäßig. Dabei ist WLAN in der Regel die Technologie der Wahl, um eine Internetverbindung herzustellen. 90 Prozent aller Internethaushalte verbinden ihre Geräte laut Bitkom drahtlos.

Was die Freigabe des heimischen WLANs für andere Nutzer betrifft, verhalten sich die Deutschen aber eher restriktiv. Lediglich 12 Prozent der Befragten erlauben Gästen, ihr WLAN zu nutzen, nur 4 Prozent lassen Nachbarn darauf zugreifen. Pro Haushalt nutzen im Schnitt drei Personen das drahtlose Netzwerk.

Schutzmaßnahmen für das heimische WLAN

"Wer zu Hause einen Router hat, sollte Schutzmaßnahmen treffen" , warnte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder angesichts der Ergebnisse. Ein ungesichertes WLAN stelle ein mögliches Einfallstor für Cyberkriminelle dar. Rohleder empfahl die Vergabe eines sicheren Passwortes, um das Heimnetzwerk und die darüber hergestellte Internetverbindung zu schützen.

Ideal seien längere, komplexe Passwörter , die einen Mix aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthielten, nicht jedoch das Standardpasswort des Routers. Letzteres steht in der Regel direkt auf dem Gerät und kann daher von allen abgelesen werden, die physischen Zugang zu dem verwendeten WLAN-Router haben.

Der Bitkom erinnerte in diesem Zusammenhang an den Ändere-dein-Passwort-Tag, der in diesem Jahr am 1. Februar stattfindet. Dieser soll Nutzer daran erinnern, wie wichtig es ist, Passwörter regelmäßig zu ändern.

Darüber hinaus empfiehlt der Branchenverband, die Firmware eingesetzter Router regelmäßig zu aktualisieren. Nutzern, die Personen außerhalb des eigenen Haushalts häufiger auf ihr WLAN zugreifen lassen, wird außerdem der Einsatz eines separaten Gastnetzwerkes empfohlen.


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