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Bitkom-Umfrage: Mehr Menschen zahlen für KI-Anwendungen

Der Anteil der zahlenden KI-Nutzer steigt laut Bitkom auf 13 Prozent. Die monatlichen Ausgaben erhöhen sich im Schnitt auf 20 Euro.
/ Nils Matthiesen
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Die Zahlungsbereitschaft für KI-Anwendungen steigt. (Symbolbild) (Bild: Tara Winstead / Pexels)
Die Zahlungsbereitschaft für KI-Anwendungen steigt. (Symbolbild) Bild: Tara Winstead / Pexels

Immer mehr Menschen – aber immer noch eine Minderheit – investieren Geld in die Nutzung von künstlicher Intelligenz. Das zeigt eine aktuelle Befragung(öffnet im neuen Fenster) von 1.003 Personen ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, unter denen sich 579 KI-Nutzer befinden.

Demnach bezahlen aktuell 13 Prozent derjenigen, die KI-Anwendungen nutzen, für mindestens ein entsprechendes Programm. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 8 Prozent. Zudem zeigen sich weitere 29 Prozent der Befragten bereit, in Zukunft auf eine kostenpflichtige Version umzusteigen, nach 22 Prozent im Jahr 2025.

Zudem sinkt der Anteil derer, die eine Bezahlung für KI-Dienste strikt ablehnen. Während im Vorjahr noch 62 Prozent kostenpflichtige Angebote ausschlossen, sind es aktuell nur noch 49 Prozent. Und: Wer Geld für KI-Systeme ausgibt, investiert dafür monatlich im Durchschnitt 20 Euro. Das entspricht einer Steigerung um 4 Euro im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Leistungsfähigkeit und Datenkompatibilität als Kaufgründe

Die monatlichen Ausgaben der Verbraucher unterscheiden sich allerdings stark. Während 13 Prozent der zahlenden Nutzer weniger als 10 Euro pro Monat ausgeben, liegt der Anteil bei Ausgaben zwischen 10 und 20 Euro bei 25 Prozent. Die größte Gruppe mit 43 Prozent zahlt monatlich zwischen 20 und 30 Euro für KI-Software. 19 Prozent, also ein Fünftel der Anwender, investiert jeden Monat 30 Euro oder mehr.

Als Hauptgrund für den Wechsel auf ein Bezahlmodell gilt der Wunsch nach einer höheren Leistung. So geben 67 Prozent der zahlenden Nutzer als Motivation an, durch das Abonnement den Zugriff auf leistungsfähigere KI-Modelle zu erhalten. Eine verbesserte Qualität der generierten Ergebnisse erwarten 55 Prozent der Befragten. Eine höhere technische Stabilität ist für 51 Prozent ausschlaggebend, während 30 Prozent eine höhere Geschwindigkeit als Grund anführen.

Zusatzfunktionen und besserer Datenschutz erwünscht

Neben der reinen Leistung spielen funktionale Aspekte und der Nutzungskomfort eine wichtige Rolle für die Zahlungsbereitschaft. Zusätzliche Funktionen bewegen 40 Prozent der Nutzer zum Kauf. Weniger oder gar keine Begrenzungen bei der Nutzung sind für 36 Prozent der Befragten relevant. Einen Kundensupport erhalten 33 Prozent über ihr Abonnement, und 22 Prozent möchten durch die Bezahlung Werbeeinblendungen in der Anwendung vermeiden.

Der Faktor Sicherheit beeinflusst die Entscheidung ebenfalls. Wegen eines besseren Datenschutzes wechselten 38 Prozent der zahlenden Nutzer zu einer kostenpflichtigen Version. Laut Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst entwickeln sich die Anwendungen für die Menschen zu einem nützlichen Alltagswerkzeug, weshalb die Bereitschaft steigt, Geld dafür auszugeben. Dies eröffne auch Chancen für europäische Unternehmen, die mit Vertrauen und Datenschutz werben können, so Wintergerst.


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