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Bitkom: Kaum mehr Kurzarbeit in der deutschen IT-Branche

In diesem Jahr wird die Branche in Deutschland voraussichtlich wieder über 40.000 IT-Jobs schaffen.
/ Achim Sawall
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Homeoffice in Großbritannien (Bild: OLI SCARFF/AFP via Getty Images)
Homeoffice in Großbritannien Bild: OLI SCARFF/AFP via Getty Images

Während in der Gesamtwirtschaft noch im Juni fast jedes vierte Unternehmen (22 Prozent) angab, Kurzarbeit angemeldet zu haben, erklärt dies nicht einmal jedes zehnte IT-Unternehmen (9 Prozent). Das berichtete der Branchenverband Bitkom(öffnet im neuen Fenster) am 15. Juli 2021 auf Basis aktueller Berechnungen von Bitkom Research in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut IDC.

Beim Thema Homeoffice ist die IT-Branche Vorreiter: Fast zwei Drittel der Beschäftigten (61 Prozent) arbeiten derzeit noch ganz oder teilweise im Homeoffice – in der Gesamtwirtschaft sind es mit 28 Prozent nicht einmal halb so viele.

"Das Wachstum im Kern der digitalen Wirtschaft ist so stark wie seit 20 Jahren nicht mehr und die Umsätze liegen deutlich über dem Vorkrisenniveau" , sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. "In diesem Jahr wird die Bitkom-Branche in Deutschland voraussichtlich wieder über 40.000 zusätzliche Jobs schaffen und damit 1,27 Millionen Menschen in Deutschland beschäftigen."

Neben den Rekordwerten gebe es aber auch Unsicherheiten, kommentierte Berg: "Das Auftreten neuer Coronavarianten, eine mögliche vierte Welle, der ungewisse Ausgang der Bundestagswahl im Herbst und auch der anhaltende Mangel an Halbleitern machen die aktuelle Lage fragil und es bleibt konjunkturell spannend."

Homeoffice sorgt für mehr Hardware-Verkäufe

Mobile Arbeit und Homeoffice hätten dafür gesorgt, dass Informationstechnik im Jahr 2021 besser verkauft wurde. Die Umsätze stiegen nach Bitkom-Berechnungen im Juni 2021 um 6,6 Prozent auf 101,8 Milliarden Euro.

Am stärksten ist das Wachstum bei der IT-Hardware – also insbesondere Computer, Server und Peripheriegeräte – mit einem kräftigen Plus von 10,9 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro. Die Umsätze mit Infrastructure-as-a-Service (IaaS), also dem Geschäft mit gemieteten Servern, Netzwerk- und Speicherkapazitäten, stiegen um 29,8 Prozent, mit Tablets um 19 Prozent und mit mobilen PCs um 18 Prozent. Rückläufig ist allein das Geschäft mit stationären Desktop-PCs (minus 5,0 Prozent).

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Auch die Software legt zu: um 6 Prozent auf 27,5 Milliarden Euro Umsatz. Das Geschäft mit IT-Services, wozu unter anderem die IT-Beratung gehört, ist mit 3,7 Prozent deutlich angewachsen und stieg auf 41,1 Milliarden Euro.

Der Markt für Telekommunikation soll nach zwei Jahren relativer Konsolidierung um 1,3 Prozent auf 67,5 Milliarden Euro zulegen. Mit Telekommunikationsdiensten werden nach Bitkom-Berechnungen 49,1 Milliarden Euro umgesetzt, das entspricht einem Plus von 1,4 Prozent. Die Investitionen in die Telekommunikations-Infrastruktur stiegen um 2,3 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro.


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