Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Bitkom: IT-Branche hat mehr Beschäftigte als die Automobilindustrie

Die Anzahl der IT-Jobs und die Umsätze steigen. Bei Software ist das Plus mit 6,3 Prozent auf 23 Milliarden Euro am stärksten.
/ Achim Sawall
7 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Beschäftigte bei Globalfoundries (Bild: Globalfoundries)
Beschäftigte bei Globalfoundries Bild: Globalfoundries

Die deutsche IT-Branche sieht sich als größter industrieller Arbeitgeber. Das gab der IT-Branchenverband Bitkom am 25. Oktober 2017 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . In der Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik werden zum Jahresende voraussichtlich 1,077 Millionen Menschen beschäftigt sein. Das entspricht einem Plus von 30.000 Jobs (2,9 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Jahr 2016 war das Beschäftigungswachstum mit 37.000 Arbeitsplätzen sehr viel stärker.

Verbandspräsident Achim Berg erklärte: "Die Bitkom-Branche ist mittlerweile der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland - vor Leitindustrien wie dem Maschinen- oder dem Automobilbau."

Umsätze bei Smartphones stark

Die Umsätze sollen im laufenden Jahr voraussichtlich um 1,9 Prozent auf 160,8 Milliarden Euro ansteigen. In der Informationstechnik verzeichnet die Branche weiter das größte Wachstum. Die Umsätze wachsen um 3,4 Prozent auf 85,8 Milliarden Euro. Im Software-Segment ist das Plus mit 6,3 Prozent auf 23 Milliarden Euro am stärksten.

Nach einem Rückgang im vergangenen Jahr legen die Umsätze mit IT-Hardware wieder zu und steigen um 2,6 Prozent auf 23,9 Milliarden Euro. Bei IT-Services wächst das Volumen um 2,3 Prozent auf 39 Milliarden Euro.

Die Telekommunikation erreicht nach dem deutlichen Rückgang im Vorjahr voraussichtlich ein leichtes Minus von 0,1 Prozent. Positiv entwickeln sich die Umsätze mit TK-Endgeräten bei einem Plus von 3,6 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro, wovon 9,8 Milliarden Euro (+4,4 Prozent) auf Smartphones entfallen.

In der Unterhaltungselektronik steigen die Umsätze um 2,6 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro. Gute Geschäfte mit Spielekonsolen und Fernsehern tragen das Wachstum.

Die Marktprognosen sind nicht unabhängig und basieren auf Untersuchungen des European Information Technology Observatory (EITO), das zum Bitkom gehört.


Relevante Themen