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Bitkom: Immer weniger offene IT-Stellen in Deutschland

Laut Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst kann KI Aufgaben übernehmen, die bislang etwa von Entwicklerinnen und Entwicklern erledigt wurden.
/ Achim Sawall
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TU-Mitarbeiter im Jahr 2024 mit der Byte-Challenge, die Schüler für IT begeistern sollte. (Bild: TU Berlin)
TU-Mitarbeiter im Jahr 2024 mit der Byte-Challenge, die Schüler für IT begeistern sollte. Bild: TU Berlin

Die Zahl der offenen IT-Stellen in Deutschland ist stark gesunken. Wie der IT-Branchenverband Bitkom am 3. September 2026 bekanntgab(öffnet im neuen Fenster), fehlen in Deutschland nur noch 79.000 IT-Fachkräfte. Damit hat sich die Zahl der unbesetzten IT-Stellen im Vergleich zum Jahr 2023 fast halbiert, als sie bei 149.000 lag. 2025 wurden noch 109.000 freie Stellen gezählt.

In mehr als einem Drittel (35 Prozent) der Unternehmen, die bereits Stellen abgebaut haben oder damit rechnen, ersetzt KI freie IT-Stellen. Auch IT-Jobs sind von einem Stellenabbau betroffen. 47 Prozent der Unternehmen, die abbauen, streichen Stellen erfahrener IT-Fachkräfte. In 30 Prozent der Unternehmen sind Führungskräfte im IT-Bereich betroffen und in 25 Prozent Berufseinsteiger. 38 Prozent rechnen damit, dass KI einzelne IT-Berufe und Berufsbilder weitestgehend ersetzt.

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst sagte: "KI kann Aufgaben übernehmen, die bislang etwa von Entwicklerinnen und Entwicklern erledigt wurden."

Fehlende Softskills weiter oft ein Problem

Für die Automatisierung von Routineaufgaben in der Datenanalyse und Auswertung nutzen 9 Prozent der Unternehmen KI, 27 Prozent überlegen einen Einsatz. Bei Softwaretests und Fehleranalysen setzen ebenfalls 9 Prozent KI ein und bei 16 Prozent gibt es Überlegungen für einen KI-Einsatz.

97 Prozent der Unternehmen haben Schwierigkeiten, ihre IT-Stellen zu besetzen. Bei 33 Prozent erfüllen Bewerber die Anforderungen an Kenntnisse neuester Technologien nicht. 31 Prozent erhalten praktisch keine Bewerbungen auf ihre offenen IT-Stellen. Weitere Hürden sind unter anderem fehlende Deutschkenntnisse (47 Prozent), eine zu geringe fachliche Qualifikation (43 Prozent) und fehlende Softskills (32 Prozent).

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 853 beziehungsweise 602 Unternehmen ab 3 Beschäftigten in Deutschland telefonisch befragt. Die Befragungen fanden im Zeitraum von KW 18 bis KW 25 2026 statt. Die Umfragen sind laut Bitkom repräsentativ.

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