Abo
  • Services:

Bitkom: Gema setzt Musikabgabe bei Video-on-Demand durch

Rückwirkend ab 2002 müssen die Video-on-Demand-Anbieter Abgaben für die Musik in den Filmen zahlen. Bisher machen Bitkom, Gema und Videoverleiher keine Angaben zur Höhe der Vergütungen.

Artikel veröffentlicht am ,
Bitkom: Gema setzt Musikabgabe bei Video-on-Demand durch
(Bild: Gema)

Der IT-Branchenverband Bitkom und die Verwertungsgesellschaft Gema haben erstmals eine Einigung über die Abgaben für Video-on-Demand getroffen. Das gab die Gema am 1. April 2014 bekannt. Der Vertrag regelt die Höhe der Vergütungen für Musik in Filmen, Serien, TV-Shows, Dokus und anderen Formaten, die die Betreiber von digitalen Onlinevideotheken abführen müssen.

Stellenmarkt
  1. Sellwerk GmbH & Co. KG, Nürnberg
  2. Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Bamberg

Die Vergütungen bei VoD-Spielfilmen liegen beim Kauf bei 16,5 Cent und bei 5,5 Cent für die Miete. Bei TV-Serien werden 4,9 Cent für den Kauf und 2,35 Cent für die Miete kassiert.

"Für die seit Jahren andauernde Diskussion um die angemessene Vergütung konnte nun endlich eine einvernehmliche Lösung gefunden werden", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Gema-Chef Harald Heker kommentierte, die Einigung zeige, "dass auch im Onlinebereich angemessene Vergütungen für die von der Gema vertretenen Rechteinhaber vereinbart werden können".

Der Vertrag gilt rückwirkend ab 1. Januar 2002. Weder bei Bitkom noch bei der Gema waren auf Anfrage von Golem.de Angaben dazu zu erhalten, wie hoch die Abgaben sind. Auch der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV), der seit Jahren detaillierte Angaben zu Video-on-Demand veröffentlicht, machte keine Angaben. Im Heimvideobereich in Deutschland dominieren die Filme auf Datenträgern weiterhin sehr deutlich mit einem Umsatzanteil von insgesamt 90,4 Prozent, berichtete der BVV im August 2013.

Weiter keine Einigung gibt es laut Bitkom und Gema zu Abo-Angeboten wie von Amazon, die auf einem monatlichen Pauschalbetrag für die Nutzung von Videodiensten basieren. Hierzu liefen die Verhandlungen weiter. Ebenfalls nicht eingeschlossen sind komplett werbefinanzierte Angebote wie Youtube.

Nach Prognosen des Bitkoms, die nach Angaben des Marktforschungsinstituts IHS Technologie berechnet wurden, werden im Jahr 2014 in Deutschland rund 27,2 Millionen Filme digital online gekauft oder geliehen. Damit wächst der Bereich im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent. Rund 6,1 Millionen TV-Serien als einzelne Episoden oder als Staffel würden im Internet gekauft oder geliehen (plus 15 Prozent).



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 39,99€ statt 59,99€

wasabi 03. Apr 2014

Doch. Als Mitglied kannst du drauf bestehen, du hast Sie damit beauftragt, dass Sie für...

Peter2 02. Apr 2014

Wenn dem so ist dann ist die Bitkom und damit die Branche selbst schuld. Ist ja nicht so...

Peter2 02. Apr 2014

So wie es aussieht war das wohl doch kein Aprilscherz...

Paykz0r 02. Apr 2014

ist das krank. scanner, drucker alles... und vor allem die unterscheidung für...

Fleder 02. Apr 2014

"staatliche Akte" Die Gema ist aber leider ein Privatverein... Und da liegt auch das Problem.


Folgen Sie uns
       


Saugen oder Glitzern in Vampyr - Livestream

Es geht hoch her in London anno 1918, wie die Golem.de-Redakteure Christoph und Michael am eigenen, nach Blut lächzenden Körper erfahren.

Saugen oder Glitzern in Vampyr - Livestream Video aufrufen
CD Projekt Red: So spielt sich Cyberpunk 2077
CD Projekt Red
So spielt sich Cyberpunk 2077

E3 2018 Hacker statt Hexer, Ich-Sicht statt Dritte-Person-Perspektive und Auto statt Pferd: Die Witcher-Entwickler haben ihr neues Großprojekt Cyberpunk 2077 im Detail vorgestellt.
Von Peter Steinlechner


    In eigener Sache: Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht
    In eigener Sache
    Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht

    IT-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt enorm gefragt, und die Branche hat viele Eigenheiten. Du kennst dich damit aus und willst unseren Lesern darüber berichten? Dann schreib für unser Karriere-Ressort!

    1. Leserumfrage Wie sollen wir Golem.de erweitern?
    2. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
    3. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?

    Shift6m-Smartphone im Hands on: Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich
    Shift6m-Smartphone im Hands on
    Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich

    Cebit 2018 Das deutsche Unternehmen Shift baut Smartphones, die mit dem Hintergedanken der Nachhaltigkeit entstehen. Das bedeutet für die Entwickler: faire Bezahlung der Werksarbeiter, wiederverwertbare Materialien und leicht zu öffnende Hardware. Außerdem gibt es auf jedes Gerät ein Rückgabepfand - interessant.
    Von Oliver Nickel


        •  /