Bitkom: Digitalisierungsschub durch Coronakrise eher gering

Nur eine geringe Digitalisierung und dazu Probleme bei Dienstleistern - die Covid-19-Pandemie bringt nicht den erhofften Schub in der IT.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Große Digitialisierungsprojekte gibt es trotz Coronakrise nicht überall.
Große Digitialisierungsprojekte gibt es trotz Coronakrise nicht überall. (Bild: Pixabay)

Viele Unternehmen der IT-Branche haben laut einer Umfrage nicht von der Corona-Krise profitiert. Demnach hat über die Hälfte der IT-Dienstleister (52 Prozent) in diesem Jahr Aufträge verloren, nur fünf Prozent der Firmen sehen sich selbst als Gewinner der Krise. Das hat eine Befragung von über 300 IT-Managern in Unternehmen im Auftrag des Spezialversicherers Hiscox ergeben. Die Manager wurden von Bitkom Research befragt, dem Marktforschungsunternehmen des gleichnamigen Branchenverbands. Die Umfrage ist laut Hiscox repräsentativ.

"Einerseits ging täglich durch die Medien, dass die Corona-Krise einen großen Schub für die Digitalisierung bedeute", sagte Hiscox-Manager Marc Thamm. "Aber Homeoffice oder Homeschooling sind nur eine Facette der großen IT-Landschaft. IT-Dienstleistern für die Reise- und Veranstaltungsbranche geht es beispielsweise nicht so gut, die sind genauso betroffen wie andere Unternehmen auch."

Laut der Umfrage berichtete nur ein gutes Drittel (34 Prozent) der IT-Fachleute, dass ihre Kunden seit Beginn der Coronakrise die Digitalisierung faktisch vorangetrieben hätten. Thamm verwies auf den Digitalindex von Bitkom und Ifo-Institut aus dem Frühjahr, in dem die Prognosen für die Digitalwirtschaft so schlecht ausgefallen waren wie seit 2009 nicht mehr.

Keine langfristigen Probleme erwartet

"Allgemein beobachten wir aber, dass die Bänder wieder anrollen", sagte Thamm. "Vieles von dem, was Anfang und Mitte 2020 auf Eis gelegt wurde, kommt jetzt wieder auf die Tagesordnung."

Dass die Krise und die steigende Arbeitslosigkeit die Digitalisierung bremsen, glaubt Thamm aber nicht: "Wir haben mehrere Faktoren, die dazu beitragen, dass Arbeitsprozesse zum Teil wieder nach Europa zurückverlagert werden", sagte der Hiscox-Manager mit Blick auf die Coronapandemie, auf Handelskonflikte mit China oder auf den Brexit. "Viele Unternehmen stehen vor der Frage: Wie halte ich mein Business auf einem vergleichsweise teuren Platz wie Europa marktkonform? Dabei hilft die Digitalisierung und wird auch neue Arbeitsplätze schaffen." Hiscox ist ein in der Versicherungsbranche bekanntes britisches Traditionsunternehmen, das sich auf Nischen wie IT-Versicherung und Kunstversicherung spezialisiert hat. Die deutsche Niederlassung sitzt in München

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trinkhorn 23. Sep 2020

Dito, auf den internen Ebenen läuft bei uns da auch schon einiges, aber bislang alles...

Bouncy 23. Sep 2020

Das sehen Facebook, Bitcoinminer und HF-Trader sicherlich anders... Von Armageddon zu...



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