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Bitkom Cloud Report 2026: Cloud-Ausfall würde jedes zweite Unternehmen lahmlegen

Ein Ausfall von Cloud-Diensten würde fast jedes zweite deutsche Unternehmen in die Knie zwingen. Eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt, wie tief die Abhängigkeit inzwischen ist.
/ Achim Sawall
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Cisco UCS 5108 Blade-Server-Chassis im Rechenzentrum (Bild: Adam Rechenzentren)
Cisco UCS 5108 Blade-Server-Chassis im Rechenzentrum Bild: Adam Rechenzentren

Fast die Hälfte aller Unternehmen (46 Prozent) müsste bei einem Cloud-Ausfall kurz- oder längerfristig den Geschäftsbetrieb einstellen. Das sind Ergebnisse einer Befragung von 603 Unternehmen in Deutschland im Auftrag des IT-Branchenverbands Bitkom, die am 3. Juli 2026 vorgestellt worden sind(öffnet im neuen Fenster). Neun Prozent der Firmen könnten im Moment des Ausfalls nicht mehr weiterarbeiten.

Zwei Prozent erwarten, dass sie sechs bis elf Stunden durchhalten könnten, vier Prozent zwölf bis 24 Stunden, zehn Prozent 24 bis 48 Stunden und ein Fünftel (21 Prozent) mehr als 48 Stunden. Ein Viertel der Unternehmen (24 Prozent) würde ein Cloud-Ausfall nicht so hart treffen, dass sie ihren Geschäftsbetrieb irgendwann einstellen müssten, 14 Prozent nutzen keinerlei Cloud-Dienste und 16 Prozent wissen es nicht oder wollen dazu keine Angabe machen.

Zu gravierenden Cloud-Ausfällen kam es in den vergangenen zwölf Monaten bei 28 Prozent der Unternehmen, die Cloud-Dienste nutzen. Über Notfall- und Wiederanlaufpläne verfügen über 82 Prozent. Drei Viertel (75 Prozent) haben wichtige Daten außerhalb der Cloud gesichert, zwei Drittel (69 Prozent) monitoren selbst die Cloud-Dienste, um rasch reagieren zu können, 68 Prozent haben vertragliche Vereinbarungen mit den Cloud-Anbietern geschlossen und 66 Prozent können einen Notbetrieb mit lokalen Lösungen starten.

Bitkom: "Stabiler, als auf eigene Server zu setzen"

Sechs von zehn Unternehmen (59 Prozent) haben Anwendungen auf unterschiedliche Systeme verteilt, ein Drittel (35 Prozent) hat redundante Systeme. Acht Prozent nutzen einen zweiten Cloud-Anbieter als Maßnahme, um sich vor Ausfällen zu schützen.

Der DE-CIX-Cloud-Router ermöglicht(öffnet im neuen Fenster) die Steuerung eines privaten Hochleistungs-Datenaustauschs zwischen Public Clouds. Der Datenverkehr kann direkt zwischen den Clouds, ohne eigene Hardware oder Präsenz in einem Rechenzentrum, über das DE-CIX-Portal oder die DE-CIX-API laufen, wenn das Unternehmen sich das leisten kann.

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst sagte: "Gleichzeitig ist die Nutzung von Cloud-Diensten häufig sicherer und stabiler, als auf eigene Server zu setzen." Wichtig sei es deshalb, die Cloud in ein Sicherheitskonzept für das Unternehmen zu integrieren.


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