Abo
  • Services:

Bitdrones: Ein Display aus Drohnen stellt Inhalte im Raum dar

Flieg mal ein Objekt: Kanadische Forscher haben ein Display entwickelt, das aus Drohnen besteht. Diese stellen Inhalte im Raum dar, mit denen der Nutzer interagieren kann. Die Auflösung ist aber noch verbesserungswürdig.

Artikel veröffentlicht am ,
Bitdrones: Nutzer interagiert per Gesten mit den Drohnen.
Bitdrones: Nutzer interagiert per Gesten mit den Drohnen. (Bild: Queens University)

Copter zu Voxeln: Kanadische Forscher wollen Inhalte mit Hilfe von Drohnen in der Luft darstellen. "Real Reality Interface" nennen die Forscher der Queen's University in Kingston in der kanadischen Provinz Ontario ihr System, in Unterscheidung zu einem Virtual Reality Interface. "Was es von Techniken wie der Microsoft Hololens und dem Oculus Rift unterscheidet, ist: Man kann die Pixel tatsächlich anfassen, und man kann sie ohne Datenbrille betrachten", sagt Projektleiter Roel Vertegaal.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  2. Dataport, Hamburg

Bitdrones heißen die fliegenden Voxel - ein Koppelwort aus Volumetric und Pixel, also die 3D-Variante eines Pixels. Davon gibt es drei verschiedene, die alle unterschiedliche Funktionen und Auflösungen haben: Die Pixeldrones haben eine kleine Leuchtdiode (Light Emitting Diode, LED) und ein kleines, niedrig aufgelöstes Display. Die Shapedrones sind fliegende Formen, in dem Fall Würfel, die mit einem durchsichtigen Stoff bezogen und von innen beleuchtet sind. Die Displaydrones schließlich sind fliegende, hoch aufgelöste Touchscreens. Sie sind zudem mit einer kleinen Kamera und dem Board eines Android-Smartphones ausgestattet.

Kameras erfassen Drohnen und Mensch

Eingesetzt werden die Bitdrones in einem Raum, in dem diverse Kameras unter der Decke hängen. Diese wiederum sind mit einem Motion-Capturing-System gekoppelt, das sowohl die Drohnen als auch den menschlichen Nutzer erfasst. Dieser kann dadurch mit den Drohnen interagieren.

  • Bitdrones ist ein Display aus kleinen Coptern. (Bild: Queen's University)
  • Es gibt drei Typen: die Pixeldrones, ...  (Bild: Queen's University)
  • ... die Shapedrones ...  (Bild: Queen's University)
  • ... sowie die Displaydrones. (Bild: Queen's University)
  • Die Pixeldrones können beispielsweise ein Dateikarussell bilden, auf dem der Nutzer eine Datei öffnet. (Bild: Queen's University)
  • Die Shapedrones sollen 3D-Formen im Raum darstellen - allerdings ist die Auflösung derzeit noch sehr niedrig. (Bild: Queen's University)
  • Der Nutzer kann mit den Drohnen interagieren, sie verschieben oder ... (Bild: Queen's University)
  • ... das dargestellte Objekt mit einer Pinch-and-Zoom-Geste vergrößern. (Bild: Queen's University)
Bitdrones ist ein Display aus kleinen Coptern. (Bild: Queen's University)

Die Anwendung stellen sich Vertegaal und seine Kollegen etwa so vor: Mit Hilfe der Pixeldrones blättert der Nutzer durch Dateien auf einem Computer. Zunächst öffnet er einen Ordner, indem er auf das Display einer Pixeldrone tippt. Dann steigen mehrere der kleinen Copter auf und ordnen sich zu einem Karussell, der Dateiname erscheint auf dem Display. Durch Wischgesten setzt der Nutzer die Copter in Bewegung und erkundet die Dateien.

Shapedrones bilden 3D-Objekte

Die Shapedrones sollen als volumetrisches Display dienen, sich also zu dreidimensionalen Objekten anordnen, die im Raum schweben. Damit kann der Nutzer wiederum mit Gesten interagieren, etwa das dargestellte Objekt durch die bekannte Pinch-and-Zoom-Geste vergrößern: Er greift nach zwei Drohnen und bewegt sie voneinander weg. Die übrigen Copter ordnen sich dann selbstständig an, so dass das Objekt größer ist als zuvor.

Die Displaydrones ermöglichen weitere Interaktionen, etwa, die Farbe des Objekts zu ändern: Auf dem Display wird eine Matrix aus verschiedenen Farben angezeigt. Der Nutzer tippt auf eine, und die Farbe der Beleuchtung ändert sich entsprechend. Eine andere Möglichkeit ist, die Displaydrone als Telepräsenzroboter einzusetzen: Sie ermöglicht es einem Nutzer, an einem anderen Ort virtuell anwesend zu sein, diesen zu erkunden oder mit anderen per Videokonferenz zu kommunizieren.

Die Auflösung soll besser werden

Die Auflösung des Copter-Displays ist allerdings noch sehr grob: Die Shapedrones sind etwa 6 bis 13 Zentimeter groß, das System kann derzeit nur ein Dutzend Drohnen kontrollieren. Das wollen die Forscher um Vertegaal jedoch ändern: Das System soll mehrere Tausend Drohnen gleichzeitig steuern können. Diese sollen zudem kleiner werden, nur noch etwa 1 Zentimeter groß sein.

Die Forscher wollen ihre Entwicklung am heutigen 9. November auf dem ACM Symposium on User Interface Software and Technology vorstellen. Die Konferenz findet derzeit in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina statt.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (heute u. a. Beyerdynamic DTX 910 Kopfhörer, NZXT H700i Gehäuse, HP Notebook)
  2. (u. a. Canon EOS 2000D + Objektiv 18-55 mm für 299€ statt 394€ im Vergleich)
  3. ab 119,99€
  4. 263,99€

Avarion 10. Nov 2015

Kaufe 5 Millionen von den Boxen und mache Real-Minecraft :D

Eve666 09. Nov 2015

Ohje ich sehen schon die ersten draußen Tetris spielen. Ganz ohne Bildschirm nur die frei...


Folgen Sie uns
       


Logitechs MX Vertical und Ankers vertikale Maus im Vergleichstest

Die MX Vertical ist Logitechs erste vertikale Maus. Sie hat sechs Tasten und kann wahlweise über Blueooth, eine Logitech-eigene Drahtlostechnik oder Kabel verwendet werden. Die spezielle Bauform soll Schmerzen in der Hand, dem Handgelenk und den Armen verhindern. Wem es vor allem darum geht, eine vertikale Sechstastenmaus nutzen zu können, kann sich das deutlich günstigere Modell von Anker anschauen, das eine vergleichbare Bauform hat. Logitech verlangt für die MX Vertical 110 Euro, das Anker-Modell gibt es für um die 20 Euro.

Logitechs MX Vertical und Ankers vertikale Maus im Vergleichstest Video aufrufen
Life is Strange 2 im Test: Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller
Life is Strange 2 im Test
Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller

Keine heile Teenagerwelt mit Partys und Liebeskummer: Allein in den USA der Trump-Ära müssen zwei Brüder mit mexikanischen Wurzeln in Life is Strange 2 nach einem mysteriösen Unfall überleben. Das Adventure ist bewegend und spannend - trotz eines grundsätzlichen Problems.
Von Peter Steinlechner

  1. Adventure Leisure Suit Larry landet im 21. Jahrhundert

Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen
  2. Nach Milliardenstrafe Google will Android-Verträge offenbar anpassen
  3. Google Android Studio 3.2 unterstützt Android 9 und App Bundles

Lichtverschmutzung: Was Philips Hue mit der Tierwelt im Garten macht
Lichtverschmutzung
Was Philips Hue mit der Tierwelt im Garten macht

LEDs für den Garten sind energiesparend und praktisch - für Menschen und manche Fledermäuse. Für viele Tiere haben sie jedoch fatale Auswirkungen. Aber mit einigen Änderungen lässt sich die Gartenbeleuchtung so gestalten, dass sich auch Tiere wohlfühlen.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Play und Signe Neue farbige Philips-Hue-Leuchten für indirektes Licht
  2. Smart Home Weitere Hue-Leuchten fürs Badezimmer vorgestellt
  3. Badezimmerspiegel Philips Hue kommt ins Bad

    •  /