Abo
  • Services:

Bitcoins Segwit-Update: Eine Kryptowährung wird in kleinen Schritten revolutioniert

Eine der größten Änderungen in der Kryptowährung Bitcoin steht bevor: Segwit soll vor allem Transaktionen beschleunigen. Nicht jeder ist aber mit dem Update zufrieden - es gibt bereits eine vielversprechende Abspaltung. Wir erklären, was Segwit für Bitcoin bedeutet und wie es jetzt weitergeht.

Artikel von veröffentlicht am
Der Kryptowährung Bitcoin stehen grundlegende Änderungen bevor, die bereits zu einer Spaltung führten.
Der Kryptowährung Bitcoin stehen grundlegende Änderungen bevor, die bereits zu einer Spaltung führten. (Bild: Jörg Thoma/Golem.de)

Es sind mehrere kleine Änderungen, die große nach sich ziehen können: Eine Mehrheit der Miner und Benutzer hat der schrittweisen Umsetzung der großen Änderung namens Segregated Witness - kurz Segwit - zugestimmt. Mit ihr sollen die Bitcoin-Blockchain entlastet und Transaktionen beschleunigt werden. Bitcoin als Zahlungsmittel soll gestärkt und weniger als Spekulationswährung genutzt werden.

Die Zustimmung erfolgte vor wenigen Tagen mit einem Update namens BIP 91. BIP 91 ist der unscheinbare Name einer Änderung an dem Bitcoin-Protokoll, die es aber in sich hatte. Dieser BIP, kurz für Bitcoin Improvement Proposal, konnte nur erst dann aktiviert werden, wenn mindestens 80 Prozent der Mining-Pools ihre Zustimmung signalisierten - es waren dann 90 Prozent.

Letztendlich änderte BIP 91 nichts Wesentliches an dem Bitcoin-Protokoll, er holte sich lediglich die Zustimmung über ein Signal-Bit der Schürfer ein, diesmal für BIP 141 alias Segwit und so für eine weiteres Update namens Segwit2x, das im Herbst umgesetzt werden soll. Das Pikante dabei: Mit der Akzeptanz für BIP 91 signalisierten die Schürfer gleichzeitig, dass ihre Miner-Kollegen, die BIP 141 nicht umsetzen, künftig aus der Bitcoin-Blockchain ausgeschlossen werden. Nicht alle sind mit Segwit zufrieden. Es gibt bereits eine erste Abspaltung namens Bitcoin Cash, die einen ziemlich erfolgreichen Start hingelegt hat.

Was genau will Bitcoin mit Segwit bewirken?

Zunächst muss zwischen Segwit und Segwit2x unterschieden werden. Vereinfacht gesagt ist Segwit2x eine Erweiterung von Segwit und soll erst später nachgereicht werden. Segwit ist ein umfangreiches Update, das die gegenwärtigen Skalierungsprobleme in Bitcoins Blockchain adressieren soll, die sich vor allem bei den Transaktionen niederschlagen. Eine der Ursachen ist die gegenwärtig auf ein MByte festgelegte Blockgröße in der Bitcoin-Blockchain. Der ursprüngliche Gedanke dahinter war, damit DDoS-Angriffe auf die Blockchain in Form von riesigen Blöcken mit wiederholten Transaktionen zu reduzieren.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Frankfurt am Main
  2. DGQ Service GmbH über Dr. Heimeier & Partner Management- und Personalberatung GmbH, Frankfurt am Main

Bei der aktuellen Zahl von Transaktionen, die in einem einzelnen Block festgehalten werden, erweist sich die begrenzte Blockgröße aber als zu gering, das sagen zumindest die Befürworter des Segwit-Updates. Gegenwärtig wird etwa alle zehn Minuten ein neuer Block von den Mining-Pools geschrieben. Transaktionen sind zwar nur wenige KByte groß, allerdings wird die durchschnittlich mögliche Anzahl von in der Blockchain festgehaltenen Transaktionen aktuell auf etwa vier bis sieben pro Sekunde geschätzt. Zum Vergleich: Das Kreditkartenunternehmen Visa braucht durchschnittlich 30 Sekunden, um jede erfolgreiche Transaktion zu bestätigen - und bei Visa werden deutlich mehr Transaktionen abgearbeitet als bei Bitcoin. Besonders die Bitcoin-Börsen und das Team um Bitcoin Core fürchten deshalb, dass Bitcoin immer weniger als Zahlungsmittel taugen und als reine Spekulationswährung enden wird. Das widerspricht dem ursprünglichen Konzept Satoshi Nakamotos, dem Erfinder von Bitcoin, der die digitale Währung als einfaches Zahlungsmittel geplant hatte - abseits von Banken und Kreditkarteninstituten.

Ausgelagerte Signaturen schaffen mehr Platz in der Blockchain 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,49€
  2. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. 2,29€

TrudleR 06. Aug 2017

Wie gesagt, es geht um eine private Blockchain.

ElMario 05. Aug 2017

Es hat fast schon etwas religiöses. Sagt man etwas "Negatives" über Bitcoin/Etherum...

My2Cents 04. Aug 2017

Ne, mit Muscheln und Blättern...

TrudleR 03. Aug 2017

Die Miner haben teilweise keinen Plan, was sie tun. Sie schliessen sich Mining-Pools an...

TrudleR 03. Aug 2017

Ethereums Hype ist vorbei, die meisten Leute wissen es nur noch nicht. NEM ist der...


Folgen Sie uns
       


Dell Latitude 7390 - Test

Das Latitude 7390 sieht aus wie eine Mischung aus Lenovo Thinkpad und Dell XPS 13. Das merken wir am stabilen Gehäuse und an der sehr guten Tastatur. Aber auch in anderen Punkten kann uns das Gerät überzeugen - eine würdige Alternative für das XPS 13.

Dell Latitude 7390 - Test Video aufrufen
Gemini PDA im Test: 2004 ist nicht 2018
Gemini PDA im Test
2004 ist nicht 2018

Knapp über ein Jahr nach der erfolgreichen Finanzierung hat das Startup Planet Computers mit der Auslieferung seines Gemini PDA begonnen. Die Tastatur ist gewöhnungsbedürftig, längere Texte lassen sich aber mit Geduld durchaus damit tippen. Die Frage ist: Brauchen wir heute noch einen PDA?
Ein Test von Tobias Költzsch und Sebastian Grüner

  1. Atom Wasserfestes Mini-Smartphone binnen einer Minute finanziert
  2. Librem 5 Freies Linux-Smartphone wird größer und kantig
  3. Smartphone-Verkäufe Xiaomi erobert Platz vier hinter Huawei, Apple und Samsung

Sony: Ein Kuss und viele Tode
Sony
Ein Kuss und viele Tode

E3 2018 Mit einem zärtlichen Moment in The Last of Us 2 hat Sony sein Media Briefing eröffnet - danach gab es teils blutrünstiges Gameplay plus Rätselraten um Death Stranding von Hideo Kojima.
Ein Bericht von Peter Steinlechner

  1. Smach Z ausprobiert Neuer Blick auf das Handheld für PC-Spieler
  2. The Division 2 angespielt Action rund um Air Force One
  3. Ghost of Tsushima Dynamischer Match im offenen Japan

Windows 10: Der April-2018-Update-Scherz
Windows 10
Der April-2018-Update-Scherz

Microsofts April-2018-Update für Windows 10 hat so viele Fehler, als würden drei Insider-Ringe nicht ausreichen. Das Unternehmen setzt seine Nutzer als Betatester ein und reagiert dann auch noch langsam auf Fehlermeldungen - das muss sich ändern.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Gesperrter Lockscreen Cortana-Fehler ermöglicht Codeausführung
  2. Microsoft Weitere Umstrukturierungen rund um Windows 10
  3. April 2018 Update Windows-Patch macht Probleme bei Intel- und Toshiba-SSDs

    •  /