Bitcoin Cash wagt die Gabelung

Es gibt auch schon einen erfolgreichen Fork: Bitcoin Cash. Der chinesische Mining-Pool Bitmain und die beiden Börsen ViaBTC und Okex haben sich statt für Segwit2x für das User Activated Hard Fork (UAHF) entschieden. Sie monieren die Unentschlossenheit der Bitcoin-Community, die Blockgröße auf das Maximum von acht MByte zu erhöhen, und setzen diese Erhöhung nun selbst um. Darüber hinaus haben sie aber die Funktionen integriert, die auch Segwit umsetzen will, nämlich das quadratische Hashen und die Beseitigung der Malleability-Schwachstelle.

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Die Clients, die bislang auf die neue Blockchain zugreifen können, nennen sich BitcoinABC und Electrum Cash. Mit ihnen soll zumindest eine Zeit lang sowohl der Zugriff auf die ursprüngliche Bitcoin-Blockchain als auch auf die neue Blockchain möglich sein. Laut der Webseite von Bitcoin Cash soll es auch bereits einen Replay-Schutz geben, der verhindern soll, dass Bitcoin gleichzeitig von beiden Blockchains abgebucht werden können.

Breite Unterstützung für Bitcoin Cash

Mittlerweile haben mehrere Börsen angekündigt, die neue Währung zu handeln, darunter auch Kraken und Coinfloor. Die Wallets von Coinbase und Electrum Wallet wollen Bitcoin Cash ebenfalls unterstützen. Es kommen auch laufend weitere hinzu, zuletzt Bitcoin Unlimited und Bitcoin Classic sowie der Hardware-Wallet Trezor. Die deutsche Börse Bitcoin.de hingegen will noch abwarten, ob der Replay-Schutz auch wirklich funktioniert. Noch ist Bitcoin Cash mit etwas mehr als 700 Nodes im Vergleich zu Bitcoin mit weit über 5.500 Nodes winzig, allerdings steigt die Anzahl der Nodes noch. In den letzten 48 Stunden hat sich die Anzahl verdoppelt. Der erste Block in der Blockchain von Bitcoin Cash wurde erst sechs Stunden nach der Spaltung geschrieben, zwischen dem zweiten und dritten Block waren es nur noch 50 Minuten. Aktuell wird durchschnittlich ein Block alle vier Stunden geschrieben. Das ist allerdings bei weitem nicht genug, um Bitcoin Cash als nutzbares Zahlungsmittel zu etablieren, wie die Gründer des Forks angekündigt hatten. Die Zahlen schwanken jedoch noch stark.

Bitcoin Cash hat keinen festgelegten Kurs, sondern wird wie Bitcoin nach dem Handel an den Börsen bewertet. Gegenwärtig liegt der Kurs von Bitcoin Cash bei weniger als 500 Euro, was ein aktuelles Gesamtvermögen von etwa zehn Milliarden Euro ausmacht. Die Zahlen ändern sich allerdings fast minütlich. Kurz nach dem Fork lag der Kurs auf einem zwischenzeitlichen Hoch von fast 660 Euro. Zum Vergleich: Der aktuelle Kurs eines Bitcon liegt recht stabil bei etwa 2.300 Euro.

Ungewisse Zukunft

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Nutzer, die die neue Währung als reines Spekulationsobjekt sehen, könnten dennoch in den nächsten Tagen ihr Vermögen von Bitcoin Cash abziehen und so für einen Kursverfall sorgen. Möglich wäre, dass der Kurs der neuen Währung dann nicht über den Punkt hinaus steigt, dass es sich für Miner lohnt, die Währung zu schürfen. Steigt die Anzahl der Nodes weiterhin so stetig wie bisher und sorgt so für genügend Hashpower, könnte Bitcoin Cash aber ein Erfolg werden. Dann bleibt es bei zwei parallel laufenden Blockchains und der befürchteten Spaltung.

Bitcoin-Besitzer können die Abspaltung schlichtweg ignorieren. Wollen sie mit Bitcoin Cash handeln, sollten sie sich informieren, ob ihr Wallet die neue Währung unterstützt. Allgemein sollten Transaktionen gegenwärtig mit Vorsicht getätigt werden. Das gilt auch für die Zeit kurz vor dem 10. August, wenn Segwit aktiv wird. Dann kann es auch zu Verzögerungen und Ausfällen in der Bitcoin-Blockchain kommen.

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 Bitcoin wird zukunftsfähig
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TrudleR 06. Aug 2017

Wie gesagt, es geht um eine private Blockchain.

ElMario 05. Aug 2017

Es hat fast schon etwas religiöses. Sagt man etwas "Negatives" über Bitcoin/Etherum...

My2Cents 04. Aug 2017

Ne, mit Muscheln und Blättern...

TrudleR 03. Aug 2017

Die Miner haben teilweise keinen Plan, was sie tun. Sie schliessen sich Mining-Pools an...

TrudleR 03. Aug 2017

Ethereums Hype ist vorbei, die meisten Leute wissen es nur noch nicht. NEM ist der...



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