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Bitcoin und die anderen: Das Power Law und die Ungleichheit der Kryptowährungen

Es gibt mehrere Hundert Kryptowährungen, bekannt sind neben Bitcoin aber nur wenige - ein Effekt, der schon 2003 als Power Law beschrieben wurde. Doch Überraschungen sind möglich.

Artikel veröffentlicht am , Stefan Mey
Es gibt mehrere Hundert Kryptowährungen, bekannt ist vor allem Bitcoin
Es gibt mehrere Hundert Kryptowährungen, bekannt ist vor allem Bitcoin (Bild: Jason Benjamin)

Während sich die Öffentlichkeit langsam an die Existenz von Bitcoin gewöhnt, hat in den Tiefen des Netzes die zweite Stufe der Währungsrevolution bereits begonnen. Schon mehrere hundert alternative Kryptowährungen machen Bitcoin Konkurrenz. Sie weisen eine extrem ungleiche Verteilung auf. Dies entspricht dem Power Law, das der Internetgelehrte Clay Shirky bereits 2003 für die Blogosphäre beschrieben und als nahezu zwangsläufig bezeichnet hat.

Das Power Law der Blogosphäre

Inhalt:
  1. Bitcoin und die anderen: Das Power Law und die Ungleichheit der Kryptowährungen
  2. Überraschungen sind möglich

Für seinen Aufsatz Power Laws, Weblogs and Inequality hatte sich der US-amerikanische Professor Clay Shirky die Zahl der eingehenden Links bei US-Blogs angeschaut. Wenige große Blogs konnten immens viele Links auf sich vereinigen, Tausende kleiner Blogs hingegen waren kaum verlinkt. Das hielt Shirky nicht etwa für eine tragische Anomalie der Blogosphäre. Er erkannte darin ein normales Merkmal eines Systems, bei dem Teilnehmer aus verschiedenen Anbietern wählen: das Power Law. Je mehr Optionen es gibt, desto schärfer, sprich ungleicher, wird die Verteilung. Dabei ist idealtypisch die Ungleichheit an der Spitze am größten.

Dieses Muster entsteht laut Shirky dadurch, dass neue Nutzer sich nicht unvoreingenommen für ein Blog entscheiden, sondern sich an der Vorauswahl der anderen orientieren. Sie fragen Freunde, welche Blogs sie lesen, und werden durch Medienberichte oder durch Google auf besonders prominente Vertreter aufmerksam. Das am stärksten verlinkte Blog erhält deswegen tendenziell noch mehr Links.

Ein zugespitztes Power Law bei Kryptowährungen

Ein geradezu grotesk überzogenes Power Law zeigt sich zur Zeit bei der Marktkapitalisierung von Kryptowährungen. Die ergibt sich, indem man den potentiellen Wechselkurs einer Digitalwährung mit der Zahl der kursierenden Coins multipliziert. Auf Platz 1 steht der Bitcoin mit etwa 7,7 Milliarden US-Dollar. Das ist mehr als fünfmal so viel wie bei der zweitplatzierden Kryptowährung, dem Ripple (1,4 Milliarden). Beim Litecoin auf Platz drei sind es nur noch etwa 500 Millionen, und so geht es weiter. Auf Platz 100 sind es nur etwa 50 Tausend Dollar.

Überraschungen sind möglich 
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