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Bitcoin und Co.: US-Regierung will nationale Strategie für Kryptowährungen

Mehrere Behörden sollen Risiken und Chancen von Kryptowährungen für die USA untersuchen – inklusive einer bankgestützten Währung.
/ Tobias Költzsch
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Die USA wollen eine nationale Kryptowährungsstrategie entwickeln. (Bild: Reuters)
Die USA wollen eine nationale Kryptowährungsstrategie entwickeln. Bild: Reuters

US-Präsident Joseph Biden hat eine Executive Order unterzeichnet, die Details zu einer regierungsweiten Strategie bezüglich Kryptowährungen darlegt. Wie Engadget(öffnet im neuen Fenster) meldet, sollen mehrere Regierungsbehörden die Chancen und Risiken von Kryptowährungen erarbeiten und eine nationale Strategie entwerfen.

Unter anderem soll das Finanzministerium Politikmaßnahmen erarbeiten, die den Kryptomarkt soweit wie nötig regulieren. Dadurch sollen die Risiken für die Teilnehmer am Markt, also sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, reduziert werden. Das Financial Stability Oversight Council soll wirtschaftliche Risiken ermitteln.

Die Executive Order(öffnet im neuen Fenster) fordert zudem mit Nachdruck Untersuchungen hinsichtlich einer bankgestützten, zentralisierten Digitalwährung. Dabei soll sowohl mit der US-amerikanischen Zentralbank Federal Reserve zusammengearbeitet werden als auch mit anderen Ländern.

Digitalwährung mit Bankenunterstützung

Präsident Bidens Executive Order zielt darauf ab, den Kryptomarkt zu regulieren, gleichzeitig aber auch die Vorteile digitaler Währungen zu nutzen. Eine bankgestützte Digitalwährung hätte den Vorteil, dass sie nicht so anfällig gegenüber Kursschwankungen wie beispielsweise der Bitcoin wäre. Gleichzeitig würde einer derartigen Währung das zentrale Merkmal der meisten Kryptowährungen fehlen: die Abwesenheit einer zentralen Regulierungsstelle.

Mit der neuen Executive Order formuliert die US-Regierung erstmals einen proaktiven Ansatz bezüglich Krypto- und Digitalwährungen. Bislang haben die USA wie die meisten Länder der Welt eher auf die Entwicklung reagiert und sich darauf beschränkt, auf einen zu entwickelnden politisch-wirtschaftlichen Ansatz zu verweisen.


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