Bitcoin: Schwedische Finanzbehörde will Verbot von Kryptomining

Die Finanzexperten schreiben, dass die Nutzung von erneuerbarer Energie für Bitcoin problematisch ist, da diese anderweitig gebraucht wird.

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Gesellschaftlicher Nutzen zweifelhaft, Schaden für's Klima groß: Schwedische Finanzexperten nehmen bei der Einschätzung von Bitcoin kein Blatt vor den Mund.
Gesellschaftlicher Nutzen zweifelhaft, Schaden für's Klima groß: Schwedische Finanzexperten nehmen bei der Einschätzung von Bitcoin kein Blatt vor den Mund. (Bild: Stock Catalog/Wikimedia Commons/CC-BY 2.0)

Die schwedische Finanzaufsichtsbehörde (Finanzinspektionen) hat eine Stellungnahme zum Mining von Kryptowährungen veröffentlicht. Darin kommt die Behörde zu dem Schluss, dass das Mining von Währungen wie Bitcoin oder Ethereum dazu führen könnte, dass Schweden seine Klimaziele nicht erfüllen kann. Sie empfehlen ein Verbot von Proof-of-Work-Mining.

Das Mining von Kryptowährungen mit Proof-of-Work-Mechanismen benötigt enorme Mengen Strom. Von Bitcoin-Verfechtern wird häufig argumentiert, dass Kryptowährungen durch die Nutzung erneuerbarer Energien klimafreundlich sein können oder dass diese sogar bei der Energiewende helfen könnten. Doch wie die schwedischen Finanzexperten ausführen, könnte gerade die Nutzung von erneuerbarem Strom für Kryptomining ein Problem für das Land werden.

Die Diskussion um die durch Bitcoin verursachten Klimaschäden und das Verbot des Bitcoin-Handels in China haben dazu geführt, dass Miner sich neue Standorte suchen - und diese bereits teilweise in den nördlichen Regionen von Skandinavien fanden. Die Finanzbehörde schätzt, dass der Stromverbrauch von Kryptomining in Schweden aktuell etwa eine Terawattstunde jährlich beträgt. Der Gesamtstromverbrauch in Schweden liegt aktuell bei etwa 140 Terawattstunden.

Erneuerbarer Strom wird für fossilfreien Stahl und E-Mobilität benötigt

"Wenn wir in Schweden ein umfangreiches Mining von Krypto-Assets zulassen würden, besteht die Gefahr, dass die uns zur Verfügung stehenden erneuerbaren Energien nicht ausreichen, um den erforderlichen Klimawandel zu decken, den wir vollziehen müssen", schreibt die Finanzbehörde in ihrem Statement. "Diese Energie wird dringend benötigt für die Entwicklung von fossilfreiem Stahl, die Großbatteriefertigung und die Elektrifizierung unseres Verkehrssektors."

Im Klartext: Die erneuerbaren Energien, die in Schweden in großen Mengen vorhanden sind, werden für wichtigere Dinge gebraucht. Schweden hat beispielsweise sehr ambitionierte Pläne, seine Stahlindustrie auf Wasserstoff-basierte Direktreduktionsanlagen umzustellen. Dafür braucht es große Mengen an Strom.

Die Finanzexperten zweifeln auch daran, dass Kryptowährungen gesellschaftlich positive Effekte haben: "Die Verbraucherrisiken sind erheblich und Krypto-Assets werden häufig für kriminelle Zwecke wie Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Ransomware-Zahlungen verwendet."

Die Behörde empfiehlt, das Mining von Kryptowährungen mit Proof-of-Work-Mechanismen am besten EU-weit zu verbieten. Andere Konsensmechanismen, die ohne einen hohen Stromverbrauch auskommen, sollen als Alternative zulässig bleiben. Bis zu einer EU-Regelung empfiehlt die Finanzbehörde, dass Schweden die Ausweitung des Kryptominings im eigenen Land durch geeignete Maßnahmen stoppt. Weiterhin wird empfohlen, dass Krypto-Produkte, die mittels Proof of Work gewonnen werden, nicht als nachhaltig beworben werden dürfen.

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ASK_THE_RIGHT_Q... 09. Nov 2021

Gridcoin! Dort wird die Blockchain mittels Proof of Stake gesichert und neue Coins...

EDL 07. Nov 2021

Recht hast Du. Aber ohne Verkaufsförderung keine Ambitionen Geld zu haben und ausgeben...

EDL 07. Nov 2021

Das ist falsch. Es wird ständig Bargeld produziert, weil durch den Bargeldverkehr auch...



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