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Bitcoin-Kritik: "Zum Spekulieren und für Lösegeldzahlungen"

Der Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnt vor Spekulationen mit Bitcoins – es handele sich um eine Blase.
/ Tobias Költzsch
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Bitcoins sind der BIZ zufolge reines Spekulationsobjekt. (Bild: Pixabay)
Bitcoins sind der BIZ zufolge reines Spekulationsobjekt. Bild: Pixabay / Pixabay-Lizenz

Der Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Augustín Carstens, hat sich kritisch zu Bitcoin und den Spekulationen mit der Kryptowährung ausgesprochen. Wie der Spiegel berichtet(öffnet im neuen Fenster) , warnt Carstens vor Spekulationen mit Bitcoin und Kryptowährungen generell.

Die BIZ ist ein Zusammenschluss weltweiter Zentralbanken; Geschäftsbanken können keine Mitglieder werden. Zu den in der BIZ vertretenen Zentralbanken gehören unter anderem die Deutsche Bundesbank, die US-amerikanische Federal Reserve, die Chinesische Volksbank und die Bank of Japan.

"Das ist eine Blase" , sagt Carstens. "Der Bitcoin ist ein Umweltdesaster. Und der Markt ist leicht zu manipulieren – Bitcoin und andere Kryptowährungen sind anfällig für Betrug." Carsten zufolge sei eine Regulierung notwendig. Dabei will der Notenbanker bei den Handelsportalen für Kryptowährungen ansetzen.

Laut BIZ kein alltägliches Nutzungsszenario für Bitcoin

"Der Bitcoin ist nur für zwei Dinge gut – zum Spekulieren und für Lösegeldzahlungen" , fährt Carstens im Gespräch mit dem Spiegel fort. Damit spielt Carstens auf immer wieder vorkommende Ransomware-Erpressungen an, wie etwa der jüngst erfolgten Attacke auf den Pipelinebetreiber Colonial, der 75 Bitcoin nach einem Angriff gezahlt hatte. Das FBI konnte mittlerweile 63,7 Bitcoin wiederbeschaffen .

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Der BIZ-Chef regt an, dass Zentralbanken ihre eigenen Digitalwährungen herausgeben sollten. Dies würde einem der fundamentalen Prinzipien des Bitcoins widersprechen, bei dem es keine zentrale Clearing-Stelle für Geldbewegungen gibt. Technische Details verrät Carstens nicht.

Die BIZ hat dem Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) zufolge außerdem vorgeschlagen, dass Banken für Investitionen in Kryptowährungen künftig wesentlich höhere Sicherheiten angeben müssen. Die höheren Kapitalrückstellungen sollen Spekulationen unattraktiv machen.


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