Kryptowährungen weltweit im Aufwind

Auf Reddit lesen wir, dass Inhaber Jörg Platzer seinen Room 77 im Oktober 2020 endgültig geschlossen hat. Seine Mission, Bitcoin zu etablieren, sei erfüllt. Damals war es uns dort nach holprigem Start gelungen, an dem nagelneuen Automaten für 10 Euro Bitcoin zu kaufen und per QR-Code auf eine elektronische Geldbörse auf dem Smartphone zu übertragen. "Wir als Bitcoiner sind beeindruckt, wie stabil es überhaupt läuft zu diesem Zeitpunkt", sagte Platzer damals. Etwa zehn Prozent seines Umsatzes machte er zu dieser Zeit mit der virtuellen Währung.

Der Traum vom unabhängigen digitalen Bargeld

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Der Bitcoin schien tatsächlich auf einem guten Weg zu sein, eine Alternative zum realen Bargeld zu werden. Die deutsche Bankenaufsicht Bafin stufte Bitcoin als "privates Zahlungsmittel" ein - mit Devisen vergleichbar, aber nicht als gesetzliches Zahlungsmittel.

Urheber des Bitcoin ist der geheimnisumwitterte Satoshi Nakamoto. Als unabhängiges digitales Bargeld konzipiert, sollte Bitcoin die direkte Zahlung über ein P2P-Netzwerk zwischen Anwendern ermöglichen - ganz ohne dritte Partei, die die Transaktionen überprüft, also ganz ohne Banken oder Kreditkarteninstitute. Nach Nakamotos Meinung könnten so die hohen Kosten digitaler Transaktionen reduziert werden, und zwar, indem Zahlungen einmalig in der kryptobasierten Blockchain registriert werden.

Geeignet für große Händler, nicht für kleine

Die Idee ist nach wie vor gut, es haperte aber vor allem zu Beginn vielerorts an der Umsetzung. Der Teeladen Kreuzberg war 2014 einer der Orte, in denen mit Bitcoin bezahlt werden konnte. Allerdings dauerte es bis zu einer Viertelstunde, bis eine Transaktion bestätigt wurde. Heute akzeptiert der Teeladen keine Bitcoin mehr. Es habe Probleme mit dem Wallet gegeben, irgendwann sei das Passwort verlorengegangen, erzählt uns der Lebensgefährte der Inhaberin. Das ist auch anderen so gegangen. Von den 18,5 Millionen Bitcoin sollen etwa 20 Prozent nicht mehr erreichbar sein, was einem Wert von derzeit etwa 105,3 Milliarden Euro entspricht.

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Zumindest in den großen, international geführten Onlineshops ist die Zahlung mit Bitcoin oder anderen Kryptowährungen inzwischen einfacher und schneller geworden - auch dank der Bitcoin-Erweiterung Segwit, bei der Transaktionen zunächst zwischengelagert werden, bevor sie in der offiziellen Blockchain eingetragen werden. Die Unternehmen verlassen sich entweder auf dritte Zahlungsanbieter, die auf Kryprowährungen spezialisiert sind, oder können es sich leisten, eine eigene Zahlungsinfrastruktur zu implementieren.

Der Bitcoin-Standard: Die dezentrale Alternative zum Zentralbankensystem

Wikipedia und Greenpeace nehmen mittlerweile Spenden in Form von Bitcoin entgegen, im Microsoft-Store, auf Twitch und bei Tesla kann ebenfalls in der Kryptowährung gezahlt werden. Auch bei dem niederländischen Unternehmen Lieferando lassen sich Essensbestellungen per Bitcoin begleichen, die österreichische Kryptobörse Bitpanda will mit einer eigenen Visa-Karte das Bezahlen mit Bitcoin erleichtern. Nach dem Rückzug des Zahlungsanbieters Bitpay aus Deutschland haben viele Händler hierzulande allerdings Bitcoin als Zahlungsmöglichkeit aus ihren Shops wieder entfernt.

Staatliche Regulierung greift ein

Wenn es schon mit dem Bezahlen per Bitcoin in Deutschland nicht klappt, funktioniert vielleicht wenigstens das Abheben und Einzahlen. Laut Coinatmradar gibt es im Bitcoin-Kiez einen Bitcoin-Geldautomaten in einem Kiosk. Allerdings gibt es Einschränkungen: Bis zu 250 Euro können privat ohne Identifikation getauscht werden, für bis zu 2.000 Euro müssen eine Telefonnummer und ein Selfie hinterlegt werden. Bei Transaktionen bis zu 10.000 Euro wird zusätzlich ein Ausweis oder ein Pass verlangt.

  • Im Teeladen Kreuzberg im Bitcoin-Kiez kann nicht mehr mit der Kryptowährung bezahlt werden. (Bild: Jörg Thoma)
  • Ein verblichener Flyer in einem Kiosk im Bitcoin-Kiez macht noch Werbung für die Kryptowährung. (Bild: Jörg Thoma)
  • Der Bitcoin-Automat im Kiosk ist defekt und wird nicht mehr ersetzt, da er kaum benutzt wurde. (Bild: Jörg Thoma)
  • Im jetzt geschlossenen Room 77 stand früher der erste Bitcoin-Automat Deutschlands. (Bild: Jörg Thoma)
  • Ein Bitcoin-Automat lädt zum Kauf der Kryptowährung ein. Er funktionierte allerdings nicht. (Bild: Jörg Thoma)
Ein verblichener Flyer in einem Kiosk im Bitcoin-Kiez macht noch Werbung für die Kryptowährung. (Bild: Jörg Thoma)

Das sind die offiziellen Vorgaben nach dem sogenannten Geldwäschegesetz der Fünften EU-Geldwäscherichtlinie für Betreiber eines Geldautomaten für Kryptowährungen. Das Gesetz trat am 1. Januar 2020 in Kraft und war der Grund für den Rückzug von Bitpay aus Deutschland.

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 Bitcoin-Handel in Berlin: Was wurde aus dem Krypto-Kiez?Bitcoin in der Schmuddelecke 
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Luminar 25. Mär 2021

LOL IOTA ist so ein Mist, das kann man gar nicht in Worte fassen. Man weiß gar nicht, wo...

flocko.motion 25. Mär 2021

Ich versteh auch nicht, wieso man über so einen Artikel nicht Mal jemanden drüber lesen...

Dystopinator 25. Mär 2021

oder lasst diesen btc kack links liegen und legt wenigstens in immobilien an ... was ja...

BlindSeer 24. Mär 2021

Nö, wieso? Nur weil ich die egozentrische Gier nicht gutheiße?

JuBo 24. Mär 2021

Die DInger gibt es noch in Österreich zum Geldwaschen bei jeder Post. Keine Ahnung ob es...



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