Bitcoin: Handelsverbot verursacht erhebliche Kursschwankungen
Am gestrigen Montag hat die Chinesische Volksbank allen Serviceanbietern den Handel mit Bitcoins verboten, wie das Handelsblatt unter Berufung auf die chinesische Zeitung China Business News berichtet(öffnet im neuen Fenster). Als Reaktion geriet der Kurs weiter unter Druck und fiel zeitweise unter 700 US-Dollar. Erst kürzlich war ein Rekordpreis von über 1.200 Dollar pro Bitcoin erzielt worden. Bereits am Wochenende entschied die norwegische Regierung, dass Bitcoin künftig unter die Kapitalertragssteuer fallen soll.
Anfang Dezember hatte die Chinesische Volksbank (PBOC) schon ein Handelsverbot für alle chinesischen Banken und Finanzinstitute ausgesprochen. Die Ausweitung des Verbotes betrifft auch andere digitale Währungen, etwa Litecoin. Bill Bishop von der New York Times schrieb bei Twitter(öffnet im neuen Fenster), die Chinesische Volksbank lehne derartige Währungen aufgrund möglicher Spekulationsgeschäfte ab, weswegen der Handel schrittweise eingeschränkt werde. Bislang ist unklar, wie lange Miner oder einzelne Trader in China noch mit virtuellen Währungen handeln dürfen.
Die große Nachfrage chinesischer Anleger sorgte in den vergangenen Wochen für eine positive Kursentwicklung der virtuellen Währung. China ist der größte Markt weltweit für Bitcoin. Mehr als ein Drittel aller Transaktionen werden über die Plattform BTCChina abgewickelt. Ein allumfassendes Handelsverbot in China dürfte den Preis weiter nach unten korrigieren. Eine vollständige Entwertung ist aber eher unwahrscheinlich, der Kurs unterlag in der Vergangenheit bereits mehrfach großen Schwankungen.
Steuern in Norwegen auf virtuelle Währungen
In Norwegen entschied die Regierung am Wochenende, dass Bitcoin nicht mehr als echtes Geld anerkannt wird, wie Bloomberg berichtet(öffnet im neuen Fenster). Weil Bitcoin nun stattdessen als Vermögen gilt, fällt die digitale Währung unter die norwegische Kapitalertragssteuer. Beim Verkauf von Bitcoins fallen für Unternehmen 25 Prozent Steuern an. Norwegen nimmt diesbezüglich eine Vorreiterstellung ein.
In der vergangenen Woche warnte die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) vor möglichen Risiken im Umgang mit virtuellen Währungen, insbesondere vor großen Schwankungen der Kryptowährungen und möglichen Steuern. Außerdem werden virtuelle Zahlungsmittel laut EBA wegen der Anonymität häufiger für illegale Zwecke in Anspruch genommen.
- Anzeige Hier geht es zu Kryptowährungen - Investments in Bitcoin & Altcoins bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.