Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Bitcoin: Festnahme nach Promi-Hack bei Twitter

Auf die Verurteilung des Hauptverantwortlichen der Hacks von Twitter -Konten im Sommer 2020 folgt die Festnahme eines weiteren Beschuldigten.
/ Sebastian Grüner , dpa
2 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Weitere Festnahme im Fall des Twitter-Hacks. (Bild: ALASTAIR PIKE/AFP via Getty Images)
Weitere Festnahme im Fall des Twitter-Hacks. Bild: ALASTAIR PIKE/AFP via Getty Images

Die spanische Polizei hat einen Briten wegen des Verdachts der Beteiligung an einer massiven Hackerattacke auf Twitter-Konten von Prominenten festgenommen. Gegen den 22-Jährigen habe ein internationaler Haftbefehl der US-Justiz vorgelegen, berichtete die Zeitung La Vanguardia am 22. Juli. Der Mann sei am Vortag in Estepona bei Málaga in Südspanien festgenommen worden.

Von dem beispiellosen Twitter-Hack im Juli vergangenen Jahres betroffen waren unter anderem der frühere US-Präsident Barack Obama, der damalige US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden und Amazon-Chef Jeff Bezos. Angriffsziele waren auch die Profile des früheren New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg, des Rappers Kanye West, des Microsoft-Gründers Bill Gates sowie des Tesla-Chefs Elon Musk.

Auch Firmenkonten, etwa von Apple und Uber, wurden gehackt. Twitter selbst bestätigte nur wenige Tage nach dem Hack die Übernahme von insgesamt 45 Accounts in dem Dienst. Später wurde eine Zahl von 130 genannt.

Bitcoin ergaunert

Über die Accounts wurden Nutzer in Tweets dazu aufgerufen, Geld in der Kryptowährung Bitcoin auf ein bestimmtes Konto zu schicken – verbunden mit dem Versprechen, den Betrag in doppelter Höhe zurückzuzahlen. Dabei kamen nach Angaben der Ermittler Bitcoin im Wert von mehr als 100.000 US-Dollar zusammen.

Ein 18-Jähriger, der als Drahtzieher der Attacke gilt, hat im März vor Gericht im US-Bundesstaat Florida ein Geständnis abgelegt und drei Jahre Jugendhaft akzeptiert. Die Anklage umfasste 30 Punkte, unter anderem organisierten Betrug.

Bei der Festnahme des bereits Verurteilten hieß es bereits, es gebe noch zwei weitere Verdächtige – einen 19-jährigen Brite und einen 22-Jährigen aus Florida. Ersterem wird Betrug unter Einsatz von Telekommunikationsmitteln, Geldwäsche und unerlaubter Zugriff auf geschützte Computer vorgeworfen, Letzterem Beihilfe zum Eindringen in Computer.


Relevante Themen