Bitcoin-Farmen: Bitcoin-Boom verursacht massive CO2-Emissionen in China

In wenigen Jahren wird in China durch Bitcoin-Mining mehr Kohlendioxid emittiert als von ganz Italien. Den Wendepunkt sagen Wissenschaftler für 2024 voraus.

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Kohlekraftwerk in China: Etwa 40 Prozent des Kryptominings mit Kohlestrom
Kohlekraftwerk in China: Etwa 40 Prozent des Kryptominings mit Kohlestrom (Bild: Greg Baker/AFP via Getty Images)

Der Bitcoin boomt wieder, seit Tesla in die Kryptowährung investiert hat. Der Großteil der digitalen Währung wird derzeit in China erzeugt. Das hat Auswirkungen auf die Umwelt. Chinesische Wissenschaftler haben sich das näher angeschaut.

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Anders als konventionelles Geld kann im Prinzip jeder selbst Bitcoins erstellen. Das ist derzeit attraktiv, weil der Wert der digitalen Währung nach der massiven Investition von Tesla derzeit stark steigt.

Die meisten Bitcoin werden China erzeugt

Allerdings werden Bitcoin meist nicht auf dem privaten Rechner erzeugt, sondern in großen Rechenzentren, sogenannten Bitcoin-Farmen. Die meisten davon stehen im Fernen Osten: Gut drei Viertel der Bitcoins werden in China erzeugt - wo Strom aber noch häufig durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern gewonnen wird.

Etwa 40 Prozent des Minings werde mit Strom aus der Verbrennung von Kohle betrieben, schätzt das Team der renommierten Tsinghua-Universität in Peking. Das sei abhängig vom Standort der Miner: In Peking und in anderen Teilen Nordchinas kommt der Strom eher aus Kohlekraftwerken. Besser sieht es in Südchina, vor allem in den Provinzen Guizhou, Yunnan und Sichuan aus: Dort wird Strom zu einem großen Teil aus Wasserkraft gewonnen.

Bitcoin-Mining in China verursacht mehr Emissionen als Italien

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Das hat Konsequenzen: 2024, schreibt die Gruppe um Guan Dabo in einem Aufsatz in der Fachzeitschrift Nature, würden die durch Bitcoin verursachten Kohlendioxid-Emissionen in China ihren Höhepunkt erreichen, mit etwa 130 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Das entspreche etwa 5,4 Prozent der Kohlendioxidemissionen aus der chinesischen Stromerzeugung und sei mehr als etwa Italien oder die Tschechische Republik im Jahr emittierten.

Die Forscher schätzen, dass 2024 in China für das Bitcoin-Mining knapp 297 Terawattstunden an elektrischer Energie benötigt werden. Aktuell liegt der Energieaufwand für Bitcoin laut dem Bitcoin Electricity Consumption Index der Universität Cambridge bei knapp 138 Terawattstunden im Jahr. Vor kurzem waren es noch rund 120 Terawattstunden im Jahr.

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Mining wird teurer als der Gewinn

Die Rechenoperationen, die für das Erzeugen von Bitcoins und für Transaktionen benötigt werden, sind sehr aufwendig. Die Spitze sei für das Jahr 2024 vorausberechnet, sagen die Forscher, weil dann die Kosten für das Mining - also für die Hardware und die Stromkosten - anfingen, den Gewinn aus dem Verkauf der geschürften Bitcoins zu übersteigen.

China will bis zum Jahr 2060 Kohlendioxid-neutral werden. Dieses Ziel werde sich kaum, erreichen lassen, wenn die Regierung keine Vorschriften zur Reduzierung der Emissionen aus dem Bitcoin-Mining erlasse, sagt Guan dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist.

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Lachser 19. Apr 2021

Kann mir mal jemand helfen ob ich das Prinzip richtig verstanden habe? Die...

sanko42 12. Apr 2021

Du denkst bestimmt auch, dass die billigsten Aktien das meiste Potential haben oder?

gardener 12. Apr 2021

Autoritäre Regime 2019: 53 Autoritäre Regime 2020: 57 8,4% der Weltbevölkerung leben in...

Sebit 11. Apr 2021

Hm, hab wohl vergessen ein paar Sachen zu entfernen. Nach dem ersten Absatz sollte...

non_sense 09. Apr 2021

Im Falle eines Bankencrashs bleiben auch die 5 Mio. ¤ auf dem Konto. Sie sind aber dann...



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