Abo
  • Services:
Anzeige
Bereits im vergangenen Jahr wurde das Anwesen von Craig Wright von den Steuerbehörden durchsucht.
Bereits im vergangenen Jahr wurde das Anwesen von Craig Wright von den Steuerbehörden durchsucht. (Bild: David Gray/Reuters)

Bitcoin-Erfinder: Craig Wright sagt, er sei Satoshi Nakamoto

Bereits im vergangenen Jahr wurde das Anwesen von Craig Wright von den Steuerbehörden durchsucht.
Bereits im vergangenen Jahr wurde das Anwesen von Craig Wright von den Steuerbehörden durchsucht. (Bild: David Gray/Reuters)

Dieses Mal aber wirklich: Nach zahlreichen Spekulationen über die Identität des Bitcoin-Erfinders hat sich ein Australier im Gespräch mit mehreren Medien als Satoshi Nakamoto bezeichnet. Als Beweis seiner Identität präsentierte er kryptographisch signierte Nachrichten - es gibt aber auch Zweifel an seiner Darstellung.

Lange wurde über die Identität des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto spekuliert. Jetzt behauptet ein australischer Unternehmer mit dem Namen Craig Wright im Gespräch mit der BBC, dem Economist und GQ, die Kryptowährung erfunden zu haben. Mehrfach hatten Medien Spekulationen über die Identität des Erfinders angestellt - was teilweise zu Verfolgungsjagden völlig unbeteiligter Personen geführt hatte.

Anzeige

Wrights Behauptung, schreibt die BBC, werde von Kernentwicklern des Bitcoin-Teams unterstützt, wie zum Beispiel Gavin Andresen schreibt. Ob diese vorher über die Identität Bescheid wussten, wird nicht gesagt. Als Beweis, dass er tatsächlich Bitcoin erfunden habe, soll er während des Gesprächs mit der BBC mehrere Nachrichten mit einem kryptographischen Schlüssel signiert haben, der aus der Anfangszeit der Bitcoin-Entwicklung stammt.

Diese Schlüssel sind mit verschiedenen von Satoshi Nakamoto erstellten Blockchain-Blöcken verknüpft. "Dieses sind die Blöcke, die genutzt wurden, um im Januar 2009 die ersten 10 Bitcoins an Hal Finney zu schicken", sagte er der BBC. Finney ist ein Ingenieur, der Wright bei der Erstellung des Bitcoin-Protokolls geholfen haben soll.

Wright will unabhängige Verifizierung ermöglichen

Wright will in Kürze Informationen veröffentlichen, die auch anderen ermöglichen soll, seine Identität als Satoshi Nakamoto mit seiner Person in Verbindung zu bringen. Wright wurde bereits von Wired und Gizmodo im Dezember 2015 als möglicher Bitcoin-Erfinder ins Spiel gebracht. Nach der Veröffentlichung hatten australische Behörden sein Haus durchsucht, um mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Steuer zu untersuchen. "Derzeit diskutieren meine Anwälte mit den Behörden, um herauszufinden, wie viel ich zahlen soll", sagte er der BBC. Schon vorher hatten verschiedene Medien über die Identität spekuliert.

Mit der Veröffentlichung will Wright die medialen Spekulationen um die Identität des Bitcoin-Gründers beenden. "Ich will arbeiten, ich will weiter tun, was ich tue. Ich will kein Geld. Ich will keine Berühmtheit. Ich will keine Bewunderung. Ich will nur alleine gelassen werden", sagte er.

Beim Bitcoin-Projekt wird zurzeit heftig über die weitere Ausrichtung gestritten. Weil die Anzahl der Transaktionen rapide zugenommen hat, sind die einzelnen Blöcke zu klein, um alle Transaktionen in kurzer Zeit abzuwickeln. Die "Blockzeit" beträgt derzeit etwa 10 Minuten, zu viel für kritische Transaktionen. Daher soll die Blockgröße angehoben werden. Doch über das Wann und Wie entbrannte ein heftiger Streit, einer der Bitcoin-Kernentwickler erklärte daher, dass das Bitcoin-Experiment an den internen Streitereien "gescheitert" sei. Ob die Aufdeckung von Wright dazu beitragen kann, den Streit zu schlichten, bleibt abzuwarten.

Nachtrag vom 2. Mai 2016, 13:05 Uhr

Mittlerweile hat Wright einen Blogpost mit einer Anleitung zur Verifikation seiner Schlüssel veröffentlicht. Auf Reddit werden daran erste Zweifel geäußert. Kryptographisch ist derzeit nicht zweifelsfrei bewiesen, dass Wright tatsächlich Nakamoto ist. Ein Beweis für das Gegenteil liegt aber auch nicht vor.

Die Ereignisse des Morgens schlagen im Bitcoin-Projekt offenbar hohe Wellen. Angeblich wurde der Commit-Zugang für den Kernentwickler Gavin Andresen deaktiviert. Es wird spekuliert, ob Andresen gehackt wurde. Auch dafür gibt es aber keinen Beweis.


eye home zur Startseite
daydreamer42 24. Feb 2017

Da wünsche ich viel Spaß beim Beweis vor Gericht! Die Wallets werden ja wohl...

Bill Carson 03. Mai 2016

Das vermute ich auch, aber seine Aussage entkräftet sich ohnehin von selbst. "Was...

Hu5eL 03. Mai 2016

Weil es nicht in sein Weltbild passst :-)

Bill Carson 03. Mai 2016

Falls es dir noch nicht aufgefallen ist - dort gibt es communities zu jedem erdenklichen...

Bill Carson 03. Mai 2016

Geständnis? Nakamoto zu sein ist kein Verbrechen, und bewiesen ist auch nichts. Zumal...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. MT AG, Ratingen bei Düsseldorf
  2. Sinterwerke Herne GmbH, Herne
  3. BWI GmbH, Bonn oder München
  4. ServiceXpert GmbH, Hamburg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 29,97€

Folgen Sie uns
       


  1. Rocketlab

    Billigrakete startet erfolgreich in Neuseeland

  2. Knappe Mehrheit

    SPD stimmt für Koalitionsverhandlungen mit Union

  3. Gerichtspostfach

    EGVP-Client kann weiter genutzt werden

  4. DLD-Konferenz

    Gabriel warnt vor digitalem Schlachtfeld Europa

  5. NetzDG

    Streit mit EU über 100-Prozent-Löschquote in Deutschland

  6. Facebook

    Nutzer sollen Vertrauenswürdigkeit von Newsquellen bewerten

  7. Notebook-Grafik

    Nvidia hat eine Geforce GTX 1050 (Ti) mit Max-Q

  8. Gemini Lake

    Asrock und Gigabyte bringen Atom-Boards

  9. Eni HPC4

    Italienischer Supercomputer weltweit einer der schnellsten

  10. US-Wahl 2016

    Twitter findet weitere russische Manipulationskonten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Security: Das Jahr, in dem die Firmware brach
Security
Das Jahr, in dem die Firmware brach
  1. Wallet Programmierbare Kreditkarte mit ePaper, Akku und Mobilfunk
  2. Fehlalarm Falsche Raketenwarnung verunsichert Hawaii
  3. Asynchronous Ratcheting Tree Facebook demonstriert sicheren Gruppenchat für Apps

Computerforschung: Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
Computerforschung
Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
  1. Tangle Lake Intel zeigt 49-Qubit-Chip
  2. Die Woche im Video Alles kaputt
  3. Q# und QDK Microsoft veröffentlicht Entwicklungskit für Quantenrechner

Netzsperren: Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste
Netzsperren
Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste

  1. Re: 20 Jahre zu spät...

    Gurumeditation87 | 07:31

  2. Re: Art 38 GG Abs. 1 gilt also nicht für...

    Icestorm | 07:28

  3. Re: von wegen 100% Löschquote :-( - Google...

    bark | 07:10

  4. Re: beBPo?

    Apfelbrot | 06:17

  5. Re: schön die datenblätter zitiert

    ms (Golem.de) | 06:06


  1. 07:40

  2. 16:59

  3. 14:13

  4. 13:15

  5. 12:31

  6. 14:35

  7. 14:00

  8. 13:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel