Abo
  • Services:

Bitcoin-Erfinder: Craig Wright sagt, er sei Satoshi Nakamoto

Dieses Mal aber wirklich: Nach zahlreichen Spekulationen über die Identität des Bitcoin-Erfinders hat sich ein Australier im Gespräch mit mehreren Medien als Satoshi Nakamoto bezeichnet. Als Beweis seiner Identität präsentierte er kryptographisch signierte Nachrichten - es gibt aber auch Zweifel an seiner Darstellung.

Artikel veröffentlicht am ,
Bereits im vergangenen Jahr wurde das Anwesen von Craig Wright von den Steuerbehörden durchsucht.
Bereits im vergangenen Jahr wurde das Anwesen von Craig Wright von den Steuerbehörden durchsucht. (Bild: David Gray/Reuters)

Lange wurde über die Identität des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto spekuliert. Jetzt behauptet ein australischer Unternehmer mit dem Namen Craig Wright im Gespräch mit der BBC, dem Economist und GQ, die Kryptowährung erfunden zu haben. Mehrfach hatten Medien Spekulationen über die Identität des Erfinders angestellt - was teilweise zu Verfolgungsjagden völlig unbeteiligter Personen geführt hatte.

Stellenmarkt
  1. FC Basel 1893 AG, Basel (Schweiz)
  2. GfM Gesellschaft für Maschinendiagnose mbH, Berlin

Wrights Behauptung, schreibt die BBC, werde von Kernentwicklern des Bitcoin-Teams unterstützt, wie zum Beispiel Gavin Andresen schreibt. Ob diese vorher über die Identität Bescheid wussten, wird nicht gesagt. Als Beweis, dass er tatsächlich Bitcoin erfunden habe, soll er während des Gesprächs mit der BBC mehrere Nachrichten mit einem kryptographischen Schlüssel signiert haben, der aus der Anfangszeit der Bitcoin-Entwicklung stammt.

Diese Schlüssel seien mit verschiedenen von Satoshi Nakamoto erstellten Blockchain-Blöcken verknüpft. "Dieses sind die Blöcke, die genutzt wurden, um im Januar 2009 die ersten 10 Bitcoins an Hal Finney zu schicken", sagte er der BBC. Finney ist ein Ingenieur, der Wright bei der Erstellung des Bitcoin-Protokolls geholfen haben soll.

Wright will unabhängige Verifizierung ermöglichen

Wright will in Kürze Informationen veröffentlichen, die auch anderen ermöglichen soll, seine Identität als Satoshi Nakamoto mit seiner Person in Verbindung zu bringen. Wright wurde bereits von Wired und Gizmodo im Dezember 2015 als möglicher Bitcoin-Erfinder ins Spiel gebracht. Nach der Veröffentlichung hatten australische Behörden sein Haus durchsucht, um mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Steuer zu untersuchen. "Derzeit diskutieren meine Anwälte mit den Behörden, um herauszufinden, wie viel ich zahlen soll", sagte er der BBC. Schon vorher hatten verschiedene Medien über die Identität spekuliert.

Mit der Veröffentlichung will Wright die medialen Spekulationen um die Identität des Bitcoin-Gründers beenden. "Ich will arbeiten, ich will weiter tun, was ich tue. Ich will kein Geld. Ich will keine Berühmtheit. Ich will keine Bewunderung. Ich will nur alleine gelassen werden", sagte er.

Beim Bitcoin-Projekt wird zurzeit heftig über die weitere Ausrichtung gestritten. Weil die Anzahl der Transaktionen rapide zugenommen hat, sind die einzelnen Blöcke zu klein, um alle Transaktionen in kurzer Zeit abzuwickeln. Die "Blockzeit" beträgt derzeit etwa 10 Minuten, zu viel für kritische Transaktionen. Daher soll die Blockgröße angehoben werden. Doch über das Wann und Wie entbrannte ein heftiger Streit, einer der Bitcoin-Kernentwickler erklärte daher, dass das Bitcoin-Experiment an den internen Streitereien "gescheitert" sei. Ob die Aufdeckung von Wright dazu beitragen kann, den Streit zu schlichten, bleibt abzuwarten.

Nachtrag vom 2. Mai 2016, 13:05 Uhr

Mittlerweile hat Wright einen Blogpost mit einer Anleitung zur Verifikation seiner Schlüssel veröffentlicht. Auf Reddit werden daran erste Zweifel geäußert. Die von Wright veröffentlichte Signatur signiert nicht den von ihm behaupteten Satz, sondern ist lediglich in einer zufällig gewählten frühen Bitcoin-Transaktion von Satoshi enthalten.

Die Ereignisse des Morgens schlagen im Bitcoin-Projekt offenbar hohe Wellen. Angeblich wurde der Commit-Zugang für den Kernentwickler Gavin Andresen deaktiviert. Es wird spekuliert, ob Andresen gehackt wurde. Auch dafür gibt es aber keinen Beweis.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 1,69€
  2. 2,99€
  3. 7,48€
  4. 12,99€

daydreamer42 24. Feb 2017

Da wünsche ich viel Spaß beim Beweis vor Gericht! Die Wallets werden ja wohl...

Bill Carson 03. Mai 2016

Das vermute ich auch, aber seine Aussage entkräftet sich ohnehin von selbst. "Was...

Hu5eL 03. Mai 2016

Weil es nicht in sein Weltbild passst :-)

Bill Carson 03. Mai 2016

Falls es dir noch nicht aufgefallen ist - dort gibt es communities zu jedem erdenklichen...

Bill Carson 03. Mai 2016

Geständnis? Nakamoto zu sein ist kein Verbrechen, und bewiesen ist auch nichts. Zumal...


Folgen Sie uns
       


Analyse zum Apple-Event - Golem.de live

Die Golem.de-Redakteure Tobias Költzsch und Michael Wieczorek besprechen die drei neuen iPhones und die Neuerungen bei der Apple Watch 4.

Analyse zum Apple-Event - Golem.de live Video aufrufen
Apple: iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht
Apple
iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht

Apple verdoppelt das iPhone X. Das Modell iPhone Xs mit 5,8 Zoll großem Display ist der Nachfolger des iPhone X und das iPhone Xs Max ist ein Plus-Modell mit 6,5 Zoll großem Display. Die Gehäuse sind sogar salzwasserfest und überstehen auch Bäder in anderen Flüssigkeiten.

  1. Apple iPhone 3GS wird in Südkorea wieder verkauft
  2. Drosselung beim iPhone Apple zahlt Kunden Geld für Akkutausch zurück
  3. NFC Yubikeys arbeiten ab sofort mit dem iPhone zusammen

Network Slicing: 5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?
Network Slicing
5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?

Ein Digitalexperte warnt vor einem "deutlichen Spannungsverhältnis" zwischen der technischen Basis des kommenden Mobilfunkstandards 5G und dem Prinzip des offenen Internets. Die Bundesnetzagentur gibt dagegen vorläufig Entwarnung.
Ein Bericht von Stefan Krempl

  1. Frequenzauktion Auch die SPD will ein erheblich besseres 5G-Netz
  2. T-Mobile US Deutsche Telekom gibt 3,5 Milliarden US-Dollar für 5G aus
  3. Ericsson Swisscom errichtet standardisiertes 5G-Netz in Burgdorf

Grafikkarten: Das kann Nvidias Turing-Architektur
Grafikkarten
Das kann Nvidias Turing-Architektur

Zwei Jahre nach Pascal folgt Turing: Die GPU-Architektur führt Tensor-Cores und RT-Kerne für Spieler ein. Die Geforce RTX haben mächtige Shader-Einheiten, große Caches sowie GDDR6-Videospeicher für Raytracing, für Deep-Learning-Kantenglättung und für mehr Leistung.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Tesla T4 Nvidia bringt Googles Cloud auf Turing
  2. Battlefield 5 mit Raytracing Wenn sich der Gegner in unserem Rücken spiegelt
  3. Nvidia Turing Geforce RTX 2080 rechnet 50 Prozent schneller

    •  /